Jan 222018
 
Boot 2018 - Easy2Fly und Bavaria - Photo © Anarchist Sposmoker / SailingAnarchy.de

Boot 2018 – Easy2Fly und Bavaria – Photo © Anarchist Sposmoker / SailingAnarchy.de

Man könnte meinen, dass die Großwerft BAVARIA jetzt mit einem blau-weissen Kat auch auf den Foiler-Zug aufgesprungen ist, aber Irrtum! Da geht nix in Bayern! Jedenfalls noch nicht! Auf dem Photo von Anarchist Sposmoker ist der EasyToFly Katamaran aus Frankreich vor dem Messestand der Großkatamarane aus Bayern aufgebaut.  Der von Guillaume Verdier gezeichnete 26 Fuß lange Sportkat geht bereits bei leichten Wind locker und schnell auf die Foils und ist dabei, sich unterhalb der GC32 als Einheitsklasse zu etablieren. Aller Anfang ist schwer, aber 7 Boote im vergangenen Jahr verkauft ist schon einen Hausnummer und davon sind 2 nach Deutschland gegangen. Mal schauen, ob ich morgen in Düsseldorf herausbekomme, wo die Flügelflitzer bei uns geblieben sind.

Dez 032017
 
ISLA SAN JOSE, MEXICO - DECEMBER 02: Race team 'Lupe Tortilla Demetrio' shown her in action with Oman Air during the Extreme Sailing Series on December 2, 2017 in Isla San Jose, Mexico. (Photo by Lloyd Images)

ISLA SAN JOSE, MEXICO – DECEMBER 02: Race team ‘Lupe Tortilla Demetrio’ shown her in action with Oman Air during the Extreme Sailing Series on December 2, 2017 in Isla San Jose, Mexico. (Photo by Lloyd Images)

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte beendet die Extreme Sailing Series ihre Regattasaison in Mexiko: In Cabo San Luca am Südende des Halbinsel Baja California segeln die GC 32 der ESS um den Titel 2018. Es sieht so aus, dass  Team Alinghi und SAP Extreme Sailing sich einen harten Fight um den Sieg in Mexiko und um die Serie liefern. Zur Zeit haben die Schweizer mit Steuermann Arnaud Psarofaghis die Nase noch vorne, aber ex Match Race Weltmeister Adam Minoprio aus Neuseeland an der Pinne des unter dänischer Flagge foilenden SAP Extreme Sailing Team haben noch lange nicht die Segel gestrichen und werden die Jahreswertung nicht ohne Kampf den Eidgenossen überlassen. Hier der Link zu dem Livestream auf YouTube für das Finaltag:

Nov 282017
 

Der Vertrag zwischen Alex Thompson und HUGO BOSS ist verlängert worden und die Vorbereitung auf die nächste Vendee Globe in 2020 laufen. Alex Thompson zeigt, dass er es mit dem Sieg in der wohl härtesten Solo Regatta um die Welt mehr als Ernst meint und zeigt der Konkurrenz aus Frankreich, was der BOSS mit ihren neuen grünen Foils kann. Bis 2020 ist es noch weit, aber in nächsten Jahr steht das Route de Rhum auf dem Regattakalender und in 2019 das Barcelona Word Race, genügend Zeit, das Boot zu optimieren und für das Solo-Nonstop Vendee Globe vorzubereiten.

 

Nov 182017
 
Lorient - Edmond de Rothschild - Gitana 17 - Photo © S. Rausch

Lorient – Edmond de Rothschild – Gitana 17 – Photo © S. Rausch

Die große Überraschung beim Aufeinandertreffen der ULTIM Edmond De Rothschild vom Gitana Rennstall und der SOBEDO von Thomas Coville bei dem noch laufenden Transat Jacques Vabre war der Sieg der alten Sobedo über den in diesem Jahr erst zu Wasser gelassenen Neubau, der unter anderem auf Foils in den Auslegern des Trimaran setzt, die das Monster über dem Wasser fliegen lassen.

Aber wie es nun mal so ist: Neu bedeutet auch noch nicht erprobt, geschweige denn so ausgereift, dass man damit ein so bewährtes Schlachtross wie Sobedo locker auf dem Wasser verblasen kann. Wenn man Neuland betrittt, dann wird man stets neue Grenzen überschreiten und sich in unbekanntes Terrain bewegen, es ist es daher keine Überraschung, dass trotz der ausgiebigen Testfahrten von Gitana 17 die Foils bereits nach wenigen Tagen im harten Regattamodus massiven Schäden durch Delamination erlitten. Interessanterweise traten die großflächen Schäden an der Schwert an der Hinterkante des Foils auf, mal schauen, was nach der Untersuchung der Schwerter von den Composit-Ingenieuren als Ursache für die Delamination und die daraus resultierenden Folgeschäden festmachen können. Und kein Wunder, dass man mit dem defekten Schwertern keine Chance mehr hatte, Thomas Coville und Sobedo einzuholen, nachdem Sebastian Josse und sein Co-Skipper Thomas Rouxel auf Höhe der Azoren im direkten Wettkampf sich auch noch für die schlechtere Route gewählt hatte.

Gitana 17 - Schwere Schäden an den Foils von Edmond De Rothschild nach dem Transat Jacques Vabres 2017 - Photo © Photo : PY Leroux

Gitana 17 – Schwere Schäden an den Foils von Edmond De Rothschild nach dem Transat Jacques Vabres 2017 – Photo © Photo : PY Leroux

Okt 312017
 
Lorient – Edmond de Rothschild – Gitana 17 – Photo © S. Rausch

Von Le Havre stechen am Sonntag die Teilnehmer des Transat Jacques Vabre nach Salvador de Bahia in See. Die Hingucker auch bei dieser Regatta sind die Trimarane der Ultim Kategorie: Hier tritt die neue Gitana 17 nach ihrer Taufe vor 3 Monaten erstmals zu einer Regatta an. Der Multihull Maxi aus dem Rennstall von Edmond de Rothschild ist das erste Dreibahn mit 32 m Länge, dass auf Foils über dem Wasser fliegen kann.


Entworfen, um Rekorde zu knacken, werden Sebastian Josse und sein Co-Skipper Thomas Rouxel mehr als alle Hände voll haben, dieses Monster zu Zweit zu bändigen und sicher und ohne Bruch über den Atlantik zu segeln. Gegen sie treten Thomas Coville und Jean-Luc Nélias mit der 2014 gebauten Sobedo an, ein erprobtes Boot, dass dem neuen Wunderkind Gitana 17 auf den ca. 4.300 sm nach Brasilien nichts schenken wird. Die geringsten Chance auf den Sieg auf die Line Honors hat die mit 24 m Länge deutlich kleinere Prince de Bretagne, die von den erfahrenen Skipper Lionel Lemonchois und Co-Skipper Bernhard Stamm an die Startlinie gebracht wird.

Mit 6 Yachten ist die Klasse Multi 50 stark vertreten, einer der Favoriten sind Skipper Thierry Bouchard und Oliver Krauss mit ihrem Neubau Ciela Village aus dem Computern von VPLP Design und gebaut von den Carbonkünstlern bei CDK Technologies. Die große Frage wird sein, ob der Neubau gegen Erwan Le Roux bestehen kann, der als Seriensieger des TJV in der Class Multi 50 mit Routinier Vincent Riou auf dem VPLP Design Fenetréa – Mix Buffet aus dem Jahre 2009 an den Start geht.

In den beiden Monohull Klassen stellt die Class 40 mit 16 Booten erneut die größte Startgruppe in dieser 2-Hand Regatta, gefolgt von der IMOCA 60, bei denen  13 Teams an den Start gehen. Hier sind die Augen der Deutschen natürlich auf Boris Hermann gerichtet, der auf Malizia II unter der Flagge von Monaco gemeinsam mit seinem Co-Skipper Thomas Ruyant erstmals ein TJV angeht. Wie gesagt, am Sonntag geht es in LeHavre los, zeitgleich mit dem Volvo Ocean Race in Lissabon und ich bin gespannt, wann die Ultim Maxi Trimarane an der VOR Flotte überlaufen werden.