Jan 222020
 
boot Düsseldorf 2020 - Foiling Dinghy Lowrider - Photo © Anarchist Sven 2020

boot Düsseldorf 2020 – Foiling Dinghy Lowrider – Photo © Anarchist Sven 2020

Zum ersten Mal nach vielen Jahren mußte auf die Reise nach Düsseldorf verzichten, aber Anarchisten sind vor Ort und ihnen verdanke ich Eindrücke und Bilder von der boot 2020 aus erster Hand. Herzlichen Dank an Sascha und Sven für ihren Einsatz und Zeit, hier der ersten Eindruck von Sven zur boot in diesem Jahr:

Viel neu, wenig neues zum Schnellsegeln

Das neue Hallen-Konzept der Messe Düsseldorf hat die tradierten Laufwege neu geordnet. So sind aus Halle 14 der DSV, der Landesseglerverband NRW und die großen Vereine (DYC, NRV etc.) sowie auch die DHH in Halle 15 umgezogen und haben den Opti-Pool samt Windmaschinen mitgebracht. Zusammen mit der großen Bühne wird hier also beste Gelegenheit geboten für Networking und Zukunftsprojekte.

Zusammengeschrumpft ist dafür der Bereich der Klassenvereinigungen sowie der Jollen-Bereich. Bemerkenswert ist, dass zwei der renommiertesten Hersteller bzw. Händler für Regattaboote auf der BOOT 2020 nicht präsent sind. Bei Laser Deutschland (Ziegelmeyer) kann man darüber spekulieren, dass die Lizenzstreitigkeiten immer noch nicht endgültig geklärt sind und einen Auftritt auf der Messe verhindert haben. Ovington als Hersteller von 29ern, 49ern, 505ern, MustoSkiff, OK-Jollen und auch Optis fehlt, da angeblich Messe und Hersteller kein Einvernehmen über Standort und Standgröße erzielen konnten.

Auch das Thema Foiler ist nur gering präsentiert. Auch „Schnell-Segelboote“ waren nur wenige zu finden und auf den ersten Blick nur zwei wirklich neue Boote:

boot Düsseldorf 2020 - Foiling Dinghy - Photo © Anarchist Sven 2020

boot Düsseldorf 2020 – Foiling Dinghy – Photo © Anarchist Sven 2020

Thilo Keller, Gründer von Advanced Sailing Technologies, hat neben dem Foiling Dinghy diesmal auch den Low-Rider auf die boot gestellt. Nach eigenen Angaben existiert vom Foiling Dinghy bereits Baunummer 97 und davon wurden rund 30% in Deutschland verkauft.

Beim Verlassen der Messe stand dann plötzlich noch eine in Frankreich designte Scow mit Foils etwas abseits herum. Die Peacoq 14 werden wir uns noch genauer ansehen und später berichten.

boot Düsseldorf 2020 - PEACOQ - Foiling Scow aus Frankreich - Photo © Anarchist Sven 2020

boot Düsseldorf 2020 – PEACOQ – Foiling Scow aus Frankreich – Photo © Anarchist Sven 2020

Nov 212019
 
Boot & Fun 2019 - Halle 25 - Klassenvereinigungen, Vereine, Händer - Photo © SailingAnarchy.de 2019

Boot & Fun 2019 – Halle 25 – Klassenvereinigungen, Vereine, Händer – Photo © SailingAnarchy.de 2019

Die Boot & Fun 2019 ist eröffnet und zu der GALA-NACHT der Boote & Odtimer waren die Messehalle gut gefüllt. In der Halle 25 präsentieren sich die Klassenvereinigung und Segelsportverein sowie einige Werften, Händler und Yachtversicherer. Mein Eindruck war, dass noch Luft nach oben ist, sowohl bei Messe, Händlern, Vereinen und Klassen.

Boot & Fun 2019 - Eingang Süd - noch viel Platz - Photo © SailingAnarchy.de 2019

Boot & Fun 2019 – Eingang Süd – noch viel Platz – Photo © SailingAnarchy.de 2019

Ich weiß, Standaufbau und Betreuung wird in der Regel von Mitgliedern gestemmt, die vor, während und nach der Messe viel Freizeit und Energie für den Verein oder KV opfern, aber “früher war mehr Lametta” ging gestern Abend mehr als einmal durch den Kopf. Richtig knallen ließ es der Yachtclub Berlin-Grünau, der mit seinen 125. Geburtstag einen guten Grund hatte, mit großem Tamtam ordentlich auf der Messe zu feiern.

Boot & Fun 2019 - Halle 25 - YCBG 125 Jahre Geburtsfeier - Photo © SailingAnarchy.de 2019

Boot & Fun 2019 – Halle 25 – YCBG 125 Jahre Geburtsfeier – Photo © SailingAnarchy.de 2019

Sep 292019
 

Was für ein Traumerfolg: In ihren Heimgewässern vor ihrem Heimclub an der Costa Smeralda auf Sardinien wurde die italienische 52-Fuß-Yacht Azzurra zum vierten Mal Gesamtsiegerin der Super Series.

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Eine eindrucksvolle Flotte: die TP52s vor Porto Cervo (Foto © Nico Martinez/52SuperSeries)

Drei Tage lang lieferte sich die Mannschaft um Skipper Guillermo Parada mit Platoon einen heftigen Titelkampf. Im vorletzten Rennen fiel dann die Entscheidung zuungunsten der Deutschen: Bei 20 Knoten und besten Segelbedingungen schaffte es Azzurra, in der Anfahrt auf das Ziel genug Vorsprung für den vorzeitigen Titelgewinn herauszusegeln. Mit der Trophäe macht sich Parada heute sicherlich das schönste Geburtstagsgeschenk. Wir gratulieren zum Sieg und zum 52sten.

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Wenn das ma‘ kein Erfolg ist: Azzurra gewinnt die Serie vor ihrem Heimclub (Foto © Nico Martinez/52SuperSeries)

Auch Sled hatte Grund zu feiern: Das amerikanische Boot konnte nach fünf Jahren in der Serie und drei Podiumsplätzen erstmalig eine Veranstaltung gewinnen. In souveräner Manier gingen Takashi Okura und seine Mannschaft gestern und heute fünf Mal hintereinander als erste über die Ziellinie und stellten damit einen Rekord ein, der 2013 von Quantum aufgestellt wurde.

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Sled im Gewimmel beim Gewinnen der Veranstaltung (Foto © Nico Martinez/52SuperSeries)

Die 52 Super Series wird 2020 das erste Mal in Südafrika gastieren. Die Auftaktveranstaltung findet am 2. März in Kapstadt statt.

Viele Interviews, B-roll-Videos und Drohnenaufnahmen hier:


(Videos © 52 Super Series)

Audi 52 SUPER SERIES Sailing Week Porto Cervo – Endstand

  1. Sled (USA) (Takashi Okura) (1,2,6,2,1,1,1,1,1) 16 p.
  2. Azzurra (ARG/ITA) (Alberto/Pablo Roemmers) (3,5,2,8,2,2,3,4,6) 35 p.
  3. Quantum Racing (USA) (Doug DeVos) (5,3,7,4,5,3,2,6,2) 37p.
  4. Platoon (GER) (Harm Müller-Spreer) (8,4,4,1,3,8,4,5,5) 42 p.
  5. Bronenosec (RUS) (Vladimir Liubomirov) (4,10,1,5,7,7,5,3,4) 46 p.
  6. Phoenix 11 (RSA) (Tina Plattner) (6,6,3,7,4,5,6,7,3) 47 p.
  7. Provezza (TUR) (Ergin Imre) (2,7,8,3,6,6,7,10,9) 58 p.
  8. Alegre (USA/GBR) (Andrés Soriano) (9,1,5,10,9,9,8,2,7) 60 p.
  9. Gladiator (GBR) (Tony Langley) (7,8,9,9,8,4,10,9,8) 72 p.
  10. Team Vision Future (FRA) (Jean Jacques Chaubard) (10,9,11DNF,6,10,10,9,8,10) 83 p.

2019 52 SUPER SERIES – Endstand Gesamtwertung

  1. Azzurra (ARG/ITA) (Alberto/Pablo Roemmers) 167 p.
  2. Platoon (GER) (Harm Müller-Spreer) 179 p.
  3. Quantum Racing (USA) (Doug DeVos) 181 p.
  4. Bronenosec (RUS) (Vladimir Liubomirov) 193 p.
  5. Provezza (TUR) (Ergin Imre) 213 p.
  6. Sled (USA) (Takashi Okura) 218 p.
  7. Alegre (USA/GBR) (Andrés Soriano) 230 p.
  8. Phoenix 11 (RSA) (Tina Plattner) 248 p.
Sep 192019
 

Manche nennen sie den „Spite Cup“ (Gehässigkeitspokal), manche „Larry’s AC50 Circus“, offiziell heißt sie „SailGP“: Die Regattaserie, die – voll durchfinanziert von Oracles Multimilliardär und America’s Cup-Gewinner Larry Ellison – an diesem Wochenende ihre erste Saison in Marseille beschließt.

Also werden zum fünften Mal in diesem Jahr sechs auf Einheitsklasse gebaute, foilende Bermuda-AC-Boote auf die Flugreise gehen. In der französischen Hafenstadt kämpfen die mehr oder minder „National“teams um immerhin 1Mio Dollar Preisgeld. Die mutmaßlich als Konkurrenz zum America’s Cup geplante Katamaran-Serie lässt sich da nicht lumpen.

Wenn die Windvorhersage recht behält, wird es eine spektakuläre Veranstaltung. Was ganz im Sinne der Organisatoren sein dürfte, die ihre Serie als ein Produkt vermarkten, das Gefahr, Spektakel und Crashs à la NASCAR verspricht. Für die SailGP sind Boote, die noch nass werden und langsamer als 50 Knoten sind, bedauernswerte Dinosaurier.

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Das französische Team vor seiner Heimkulisse (Foto © Eloi Sitchelbaut/SailGP)

Meckern in eigener Sache

Leider zeigt sich die von Segellegende Russel Coutts geführte Pressemannschaft als nicht sonderlich kooperativ. Sowohl die Akkreditierungswünsche von SailingAnarchy.com als auch von uns wurden abgelehnt.
Da wir uns allerdings nicht aufdrängen, kam kurz der Gedanke auf, nun gar nicht über das Produkt „SailGP“ zu schreiben. Aber letztendlich können weder die Segler, noch das Spektakel etwas dafür, dass sie von einer arroganten Organisation vertreten werden.

Also freut Euch auf ein wenig Hintergrundinformationen in Form von originalsprachlichen Interviews und B-Roll-Videos.

Die Rennen selber könnt Ihr über Facebook, die App oder zeitversetzt über YouTube verfolgen, falls GeoBlocking nicht wieder jedem den Spaß verdirbt.


Interviews, B-Rollen und anderes in der Video-Playlist (Video © SailGP)

Jun 222019
 

Das deutsche Boot Platoon gewinnt Rennen 9 in Puerto Sherry vor Provezza (TUR). Das letzte Rennen sieht Alegre (GBR) als Gewinnerin, gefolgt von Quantum Racing; nach dem Sieg in Rennen 3 die beste Plazierung für das amerikanische Team in Andalusien.

Den Royal Cup entscheidet somit Provezza für sich, mit Azzurra (ITA) und Bronenosec-Gazprom (RUS) auf den Plätzen.

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Ein deutscher Sieg beim ersten heutigen Rennen, der zweite in Puerto Sherry nach Rennen 4: Platoon (Foto © Andy)

Einen sehr spannenden Wettkampf lieferten sich Platoon und Provezza in Rennen 9 bei 11 Knoten Windgeschwindigkeit. Obwohl nicht perfekt gestartet, konnten die Deutschen vor Provezza kreuzen und bis zur ersten Wende einen großen Vorsprung heraussegeln. Die Türken holten im Lauf des Rennens auf, so dass es auf dem Leekurs Richting Ziel nochmal richtig spannend wurde. Nach dem Überqueren der Ziellinie musste dann auch der PRO das Siegerboot bekanntgeben, ein Fotofinish wie es im Buche steht.

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Provezza noch mit viel Platz zur führenden Platoon bei der ersten Wende in Rennen 9 (Foto © Andy)

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Tja, wer isses denn nu? Platoon siegt im Fotofinish in Rennen 9 (Foto © Andy)

Rennen 10 sollte die Entscheidung über den Ausgang der gesamten Regatta bringen. Nachdem Azzurra den Start für sich entscheiden konnte, wählte die Mannschaft von Alegre die rechte Seite des Kurses, die sich als die bessere erwies, und konnte ca. 50 Meter Vorsprung gewinnen.
An der ersten Wende hatte sich dann die Startreihenfolge reichlich durchgeschüttelt: Die potentiellen Regattagewinner Bronenosec-Gazprom, Azzurra, Provezza und Platoon rundeten auf den Positionen 5 bis 8. Hier zeichnete sich bereits der Ausgang des Finalrennens ab: Alegre führte souverän mit ca. 170 Metern Vorsprung, gefolgt von Quantum Racing. Allerdings konnten Sled, noch Dritte an Mark 1 und Phoenix 11 (Vierte), die Plätze nicht halten und rutschten auf den siebten bzw. achten Platz bei der Zieldurchfahrt. Trotz vieler weiterer Überholmanöver in der Flotte konnte Alegre das Rennen für sich entscheiden.

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Alegre im Bojengewimmel: Platz 7 in Rennen 9 aber Platz 1 im Finale (Foto © Andy)

Provezza kann sich nun auf dem Royal Cup verewigen und hat Platoon von der Spitze der Gesamtwertung der 52 Super Series verdrängt. Bei noch drei ausstehenden Veranstaltungen und dieser Leistungsdichte ist jedoch noch nicht auszumachen, welches der ersten drei bis sechs Teams der eigentliche Favorit ist. Und auch die Underdogs Sled und Phoenix 11 haben noch rechnerische Chancen, ganz weit vorne mitzuspielen.

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Italienische Momente: Azzurra ist Zweite im Puerto Sherry Royal Cup und Dritte in der Gesamtwertung (Foto © Andy)

Alle Ergebnisse des Puerto Sherry 52 SUPER SERIES Royal Cup 2019 <hier>.

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Das Duell des Tages: Platoon vs. Provezza in Rennen 9. (Foto © Andy)

Die heutigen Rennen im Video:


(Video © 52 Super Series)