Nov 192017
 
Leg 02, Lisbon to Cape Town, day 13, on board Dongfeng. Reactions to the 1pm sched that just came in. Pascal and Charles are wondering about their next step. Photo by Jeremie Lecaudey/Volvo Ocean Race. 17 November, 2017.

Leg 02, Lisbon to Cape Town, day 13, on board Dongfeng. Reactions to the 1pm sched that just came in. Pascal and Charles are wondering about their next step. Photo by Jeremie Lecaudey/Volvo Ocean Race. 17 November, 2017.

“We are fucked!” Mit diesen Worten fasste Pascal Bidegorry die Entwicklung vom Freitag und Samstag bei dem Volvo Ocean Race 2017/18 für sein DONGFENG Race Team zusammen. Für die Anarchisten, die einen Facebook Account haben, hier der Link zu der ungeschnittenen Fassung des RAW Videos von Bord der französisch-chinesischen Yacht. Eine Beep-Beep-Beep Version ist mittlerweile auch auf YouTube / VOR vorhanden, welches die niedergeschlagene Crew und deren Stimmung an Bord dokumentiert. Der Frust ist verständlich: während des Leg 2 hat man den Konkurrenten gezeigt, dass DONGFENG das Team ist, dass es zu schlagen gilt, wenn man in Kapstadt als Sieger erreichen will, und dann stellt man sich selbst ein Bein. Als Skipper würde ich jetzt ins Grübeln kommen, insbesondere nachdem bereits auf Leg 1 ein Kurswechsel zu spät gefahren wurde und so aus einer Dominanz nach dem Start am Ende mit Glück und viel hartem Kampf ein dritter Platz für DONGFENG auf dem Leaderboard stand …

VOR - Leg2 - Südatlantik - Dong - Fucked! - Screenshot VOR Website

VOR – Leg2 – Südatlantik – Dong – Fucked! – Screenshot VOR Website

VOR - Leg2 - Südatlantik - Dong - Fucked!! - Screenshot VOR Website

VOR – Leg2 – Südatlantik – Dong – Fucked!! – Screenshot VOR Website

VOR - Leg2 - Südatlantik - Dong - Fucked!!! - Screenshot VOR Website

VOR – Leg2 – Südatlantik – Dong – Fucked!!! – Screenshot VOR Website

VOR - Leg2 - Südatlantik - Dong - Fucked!!!! - Screenshot VOR Website

VOR – Leg2 – Südatlantik – Dong – Fucked!!!! – Screenshot VOR Website

VOR - Leg2 - Südatlantik - Dong - Fucked!!!!! - Screenshot VOR Website

VOR – Leg2 – Südatlantik – Dong – Fucked!!!!! – Screenshot VOR Website

VOR - Leg2 - Südatlantik - Dong - Fucked!!!!!! - Screenshot VOR Website

VOR – Leg2 – Südatlantik – Dong – Fucked!!!!!! – Screenshot VOR Website

VOR - Leg2 - Südatlantik - Dong - Fucked!!!!!!! - Screenshot VOR Website

VOR – Leg2 – Südatlantik – Dong – Fucked!!!!!!! – Screenshot VOR Website

Leg 02, Lisbon to Cape Town, day 14, on board Dongfeng. Photo by Jeremie Lecaudey/Volvo Ocean Race. 18 November, 2017.

Leg 02, Lisbon to Cape Town, day 14, on board Dongfeng. Photo by Jeremie Lecaudey/Volvo Ocean Race. 18 November, 2017.

 

Nov 162017
 

Der Weg durch die Kalmen…

… war anders dieses Mal.

Ein offenbar technisches Problem ist aufgetreten, das Bild wurde gelöscht, oder Dein Browser kann es leider nicht darstellen. Vielleicht hilft es, die Seite später nochmals zu laden.

“Wo laufen sie den…?” Wolken oder Konkurrenten suchen auf Dongfeng (Foto © Jeremie Lecaudey/Volvo Ocean Race)

– Das Spiel mit den Wolken
– Der erste Regen bedeutet auch frisches Trinkwasser
– Kalmen? Welche Kalmen?
– Äquatortaufe: Da müssen die Kaulquappen durch

Woche 5 in Bild und englischem Ton


(Video © Volvo Ocean Race 2017)

Woche 5 – ohne Kommentar


(Video © Volvo Ocean Race 2017)

Stand der aktuellen Etappe

Gesamtstand

Nov 122017
 
VOR 2017/18 - Leg2 - Doldrums passiert - Screenshot © VOR Website

VOR 2017/18 – Leg2 – Doldrums passiert – Screenshot © VOR Website

Uur Zeit herrscht dichter Verkehr in dem Seegebiet zwischen Afrika und Südamerika und die aktuellen Bedingungen in den für seinen anhaltenden Flauten berüchtigten Kalmenzone nördlich und südlich des Äquators spielen den Navigatoren und Skipper der Rennyachten des Volvo Ocean Race in den Karten. Nördlich des Äquators sorgt das Azorenhoch für Wind, der im Uhrzeigersinn rum das Hochdruckzentrum weht, im südlichen Atlantik bestimmt das St. Helena Hoch den Wind, der aber auf der südlichen Halbkugel gegen den Uhrzeigersinn um das Zentrum rotiert. Für die mehr oder wenig stark ausgeprägten Flauten in dem Bereich dieser innertropischen Konvergenzzone, die den Seglern als Doldrums, Kalmen oder Pot au Noir bekannt ist, ist der starke Sonneneinstrahlung im Bereich des Äquators verantwortlich. Die enorme Enegiezufuhr sorgt dafür, dass sich eine langezogene Tiefdruckrinne bildet, in deren Bereich die erwärmte Luft aufsteigt und sich so über der Wasseroberfläche ein Hitzetief mit entsprechend niedrigen Luftdruck ausbildet.

Scallywag downwind vor Containerhafen Alcântara – Photo © SailingAnarchy.de 2017

VOR 2017/18 – Start Leg2 – MAPFRE und Scallywag downwind vor Containerhafen Alcântara – Photo © SailingAnarchy.de 2017

In diesem Jahr blockierten die Doldurm die Yachten des VOR kaum, quälende Flautentage mit schlagenden Segeln blieben den Seglerinnen und Seglern bislang erspart. Aber natürlich kam die Zone mit weniger Wind und weniger Geschwindigkeit, nun nur noch 10 kns anstatt der 20+kns wie bislang in der Passatwindzone. Und so kam es, wie man es auch von jeder Yardstickregatta auf seinem Heimatrevier kennt: Die Boote an der Spitze werden durch den schwächeren Wind eingebremst und die Verfolger am Ende des Feldes brausen noch mit guten Wind heran. Der Rückstand der beiden Nachzügler Scallywag und Turn the Tide on Plastic auf die Spitzengruppe hat sich so innerhalb von 12 Stunden fast auf die Hälfte reduziert und beträgt jetzt nur noch ca. 50 sm. An der Spitze verteidigte DONGFENG seinen knappen Vorsprung auf MAPFRE, aber der ist im Vergleich zu gestern wieder um die Häfte auf jetzt nur noch 3 sm geschrumpft. In der Regeln erreicht die Spitze des Regattafeldes zuerst den zunehmenden Wind und ab dann wird sich das Feld wieder schnell auseinanderziehen.

Transat Jacques Vabre - Passage der Doldrums durch SOBEDO und Edmond De Rothschild - 11.11.2017 - Screenshot © Website TJV 2017

Transat Jacques Vabre – Passage der Doldrums durch SOBEDO und Edmond De Rothschild – 11.11.2017 – Screenshot © Website TJV 2017

Eine ähnlich schnelle Passage der Doldrums wie die VO65 hatten die beiden ULTIM Trimaran Sobeldo und Edmond De Rothschild bereits einen Tag vorher bei dem parallel laufenden Transat Jacques Vabre erlebt. Mittlerweile haben die beiden Maxi Tris die Insel Fernando de Noronha passiert und donnern mit 28-30 kns entlang der brasilianischen Küste auf das noch ca. 600 sm entfernte Ziel Salvador de Bahia zu. Bei den IMOCA 60 liegt Boris Hermann mit einen Rückstand von ca. 220 sm auf den Führenden Jean-Pierre Dick auf Rang 5 des noch 13 Boote umfassenden Feldes. Noch hat Boris Hermann und der Großteil der Verfolger nicht die Kap Verden passiert, mal sehen, ob er und Thomas Ruyant die Malizia II wieder an die Spitzengruppe heransegeln können.

Transat Jacques Vabre - IMOCA 60 - Ranking - 11.11.2017 - Screenshot © Website TJV 2017

Transat Jacques Vabre – IMOCA 60 – Ranking – 11.11.2017 – Screenshot © Website TJV 2017

Nov 112017
 
VOR 2017/18 - Leg2 - Doldrums falllen aus? - Screenshot © VOR Website

VOR 2017/18 – Leg2 – Doldrums falllen aus? – Screenshot © VOR Website

Die Navigatoren an Bord der 7 Volvo Ocean Racer scheinen sich einig zu sein, was die Entwickung des Wetters in den nächsten Tagen betrifft. Die Flotte ist weiterhin dicht beisammen, DONGFENG für das Feld an, dicht gefolgt von MAPFRE und Vestas 11th Hour Racing, dann folgen mit etwas Abstand Akzo Nobel und Team Brunel.

VOR 2017/18 - Start Leg2 - Scallywag downwind vor Hängebrücke über den Tejo - Photo © SailingAnarchy.de 2017

VOR 2017/18 – Start Leg2 – Scallywag downwind vor Hängebrücke über den Tejo – Photo © SailingAnarchy.de 2017

VOR 2017/18 - Start Leg2 - TtToP - Photo © SailingAnarchy.de 2017

VOR 2017/18 – Start Leg2 – TtToP – Photo © SailingAnarchy.de 2017

Mit nun schon deutlichem Abstand auf die Top 5 segelt Scallywag als erster Verfolger vor Turn the Tide on Plastic, auf der das junge Team aus Frauen und Männer hart darum kämpft, weiterhin in demselben Wettersystem zu bleiben, in dem die Spitzengruppe segelt.

Alle Skipper haben sich nach der Passage der Kanarischen Insel entschieden, auch weiterhin einen Generalkurs Süd zu segeln und nicht mit der “West is best” Option zu spielen. Ausschlaggeben dafür ist nach meiner Einschätzung, dass die Wettermodelle schon seit einigen Tagen zeigen, dass die Flautenzone entlang des Äquators in diesem Jahr eher schwach ausgeprägt ist nicht tief in den Atlantik hinein ragt. In der Kombination mit dem Verzicht auf den Wegpunkt Fernando de Noronha vor der brasilianischen Küste steuern die Yachten weiterhin mit Speed um die 20 kns verhältnismäßig weit im Osten in Richtung Kapstadt. Ich bin gespannt, ob wir nach der Passage der Doldrums ein Splitt der Flotte sehen werden: Weiter den kurzen, direkten Weg gegen den Wind nach Südosten oder doch die klassische “Mit den Passatwinden nach Süden und dann mit Schwung und Vollgas durch den Southern Ocean nach Osten in Richtung Südafrika”

VOR 2017/18 - Start Leg2 - Vestas und MAPFRE downwind vor Hängebrücke über den Tejo - Photo © SailingAnarchy.de 2017

VOR 2017/18 – Start Leg2 – Vestas und MAPFRE downwind vor Hängebrücke über den Tejo – Photo © SailingAnarchy.de 2017

 

 

Nov 062017
 
VOR - Lissabon - Dongfeng führt hinaus auf den Atlantik - Photo © SailingA

VOR – Lissabon – Dongfeng führt hinaus auf den Atlantik – Photo © SailingAnarchy.de 2017

Das Wochenende war voll mit Stoff für Segeljunkies: Start 2. Etappe des VOR in Lissabon, 2. Etappe MiniTransat auf den Kanaren, Finale 1. Segel-Bundesliga in Berlin, Start von Francois Gabart und MACIF zum Angriff auf den Jules-Verne-Trophy und Start des Transat Jacques Vabre in Le Havre. Viel Action, viel Spaß bei der Verfolgung der Hochseeregatta auf Livetracker auch auf SailingAnarchy.de (und das Bild von dem TJV wird auch noch geändert).

VOR Lissabon - Luvkampf zwischen TtToP und Akzo Nobel - Photo © SailingAnarchy.de 2017

VOR Lissabon – Luvkampf zwischen TtToP und Akzo Nobel – Photo © SailingAnarchy.de 2017