Okt 312017
 
Lorient – Edmond de Rothschild – Gitana 17 – Photo © S. Rausch

Von Le Havre stechen am Sonntag die Teilnehmer des Transat Jacques Vabre nach Salvador de Bahia in See. Die Hingucker auch bei dieser Regatta sind die Trimarane der Ultim Kategorie: Hier tritt die neue Gitana 17 nach ihrer Taufe vor 3 Monaten erstmals zu einer Regatta an. Der Multihull Maxi aus dem Rennstall von Edmond de Rothschild ist das erste Dreibahn mit 32 m Länge, dass auf Foils über dem Wasser fliegen kann.


Entworfen, um Rekorde zu knacken, werden Sebastian Josse und sein Co-Skipper Thomas Rouxel mehr als alle Hände voll haben, dieses Monster zu Zweit zu bändigen und sicher und ohne Bruch über den Atlantik zu segeln. Gegen sie treten Thomas Coville und Jean-Luc Nélias mit der 2014 gebauten Sobedo an, ein erprobtes Boot, dass dem neuen Wunderkind Gitana 17 auf den ca. 4.300 sm nach Brasilien nichts schenken wird. Die geringsten Chance auf den Sieg auf die Line Honors hat die mit 24 m Länge deutlich kleinere Prince de Bretagne, die von den erfahrenen Skipper Lionel Lemonchois und Co-Skipper Bernhard Stamm an die Startlinie gebracht wird.

Mit 6 Yachten ist die Klasse Multi 50 stark vertreten, einer der Favoriten sind Skipper Thierry Bouchard und Oliver Krauss mit ihrem Neubau Ciela Village aus dem Computern von VPLP Design und gebaut von den Carbonkünstlern bei CDK Technologies. Die große Frage wird sein, ob der Neubau gegen Erwan Le Roux bestehen kann, der als Seriensieger des TJV in der Class Multi 50 mit Routinier Vincent Riou auf dem VPLP Design Fenetréa – Mix Buffet aus dem Jahre 2009 an den Start geht.

In den beiden Monohull Klassen stellt die Class 40 mit 16 Booten erneut die größte Startgruppe in dieser 2-Hand Regatta, gefolgt von der IMOCA 60, bei denen  13 Teams an den Start gehen. Hier sind die Augen der Deutschen natürlich auf Boris Hermann gerichtet, der auf Malizia II unter der Flagge von Monaco gemeinsam mit seinem Co-Skipper Thomas Ruyant erstmals ein TJV angeht. Wie gesagt, am Sonntag geht es in LeHavre los, zeitgleich mit dem Volvo Ocean Race in Lissabon und ich bin gespannt, wann die Ultim Maxi Trimarane an der VOR Flotte überlaufen werden.

Okt 232015
 

Transat Jacques Vabre 2015 - Photo © TJVLeider haben wir diesmal keinen Anarchisten in Le Havre vor Ort dabei, wenn am Sonntagmittag der Startschuß zur der Transatlantik Regatta Jacques Vabre fällt. Vor den Crews der in 4 Gruppen segelnden Rennyachten liegen ca. 5.600 Meilen von der Bretagne nach Brasilien quer über den Atlantik bis zum Ziel in Itajaí. Der Start am Sonntag wird entsprechend der Begeisterung unsere französichen Nachbar für ihre Segelhelden live im TV und natürlich auch auf der Website des Verantalters übertragen. Reinschauen lohnt sich in jedem Fall und ich bin gespannt, wie sich die Neubauten in den Klassen IMOCA 60, Class 40 und der Trimaran MACIF bei den Multihulls in der Grupe Ultime gegen die älteren, aber bewährten Yachten in ihren jeweiligen Klassen schlagen werden.

Nov 302013
 

Heute Nacht ging es auf der Ziellinie des Transat Jacques Vabre vor dem brasilianischen Itapai hoch her! Das Führungstrio des starken Feldes der Class 40 Yachten aus GDF SUEZ, Tales Santander 2014 und Mare erreichten nach über spannenden 5.500 Meilen Hochseeregatta den brasilianischen Zielort.TJV - Sieger Class 40 - GDF SUEZ - Photocopyright: Transat Jacques VabreEtwas mehr als 3 1/2 Stunden nach den Siegern Sébastien Rogues und Fabien Delahaye erreichte das spanische Team Pella and Santurde auf ihrem brandneuene Botin Design das Ziel. Die Spanier konnten ihren zweiten Platz gegen Jörg Riechers und Pierre Brasseur verteidigen, die Mare, ein Schwesterschiff des Siegerbootes GDF SUEZ, 2 Stunden nach den Pella / Santurde über die Finishlinie steuerten.

Nov 192013
 

MOD70 Edmond de Rothschild - Sieger beim Transat Jacques Vabre 2013 - Copyright: Yvan Zedda

2 Mann auf 3 Rümpfen einmal quer von Nord nach Süd über den Atlantik: Sebastien Josse und Charles Cuadrelier haben nach nur 11 Tagen, 5 Stunden und knapp 4 Minuten den MOD 70 Edmond de Rothschild die Ziellinie des Transat Jacques Vabre vor dem brasilianischen Itajaí als schnellste Schiff des TJV erreichten. Zum ersten Mal wurden die für eine 6er Crew ausgelegten MOD 70 Trimarane auf einer Langstreckenregatta nur von 2 Männer gesegelt. Den siegreichen französichen Duo dicht auf den Fersen ist die Oman Air Musandam unter Skipper Sidney Gavignet und Damian Foxall, die seit der Einstieg in die Biskaya stets in Schlagdistanz zu Josse / Cuadrelier waren und nun mit einem Rückstand von etwa 60 Meilen als zweite Yacht im Ziel erwartet werden. Mehr Infos auf der Website des TJV.

Nov 022013
 

m1613_jv0400Eigentlich ist der Oktober und der November die richtige Zeit, um der Bretagne den Rücken zu kehren und sich auf den Weg gen Süden zu machen. Doch in diesem Jahr sollte man anstatt einer Regattayacht dafür besser das Auto oder den Flieger wählen. In den letzten 2,3 Wochen zog eine Tiefdruckgebiet nach dem anderen vom Nordatlantik über die Biskaya in Richtung Mitteleuropa und hielt die Flotte der 84 MiniTransat 2013 SeglerInnen über 14 Tage in ihrem Starthafen Douarnenez fest. Hier ein großer Dank an Frank Eckhardt, der uns mit der aktuellen Entwicklung dieser Regatta versorgt hat!

3 Wochen nach dem Start der Mini 6.50 sollte morgen in Le Harve Startschuß für ihre großen Brüder und Schwestern zum Transat Jacques Vabre. 44 moderne Rennyachten treten in den Klassen MOD 70, Multi 50, IMOCA 60 und Class 40 an, um auf der Route des Kaffee von Frankreich nach Itajaí in Brasilien zu segeln. In dem starken Feld der Class 40 Yachten ist Jörg Riechers auf MARE gemeinsam mit Pierre Brasseur bei ihrem ersten TJV dabei und muß sich zu den Favoriten in seiner Klasse rechnen lassen. Aber wie schon bei den Minis hat die Wettfahrtleitung für das TJV aufgrund der Wetterentwicklung in dem Seegebiet der Biskaya eine Startverschiebung um 25 Stunden beschlossen: Statt morgen gehen die 2er Teams von Class 40, Open 60 und Multi 50 nun erst am Montag um 14:15 auf die ca. 5.300 sm nach Brasilien. Am Montag sind die beiden MOD 70 zwar mit am Start dabei, kehren aber nach dem passieren einer Wendemarke wieder nach Le Havre um, um dann 2 Tage später am Mittwoch die Verfolgung der anderen Yachten aufzunehmen.