Aug 122017
 
The Extreme Sailing Series 2017. Act5. Hamburg. Images from the first race on day 2 - Photocredit Lloyd Images

The Extreme Sailing Series 2017. Act5. Hamburg. Images from the first race on day 2 – Photocredit Lloyd Images

Der norddeutsche Sommer hat auch Hamburg fest in seinem Griff und sorgt für stimmungsvolle Bilder von dem Stopover der Extreme Sailing Series in der Hansestadt. Grau, Regen und kein Wind, dafür aber starke Strömung wirbelt das Feld der 7 GC 32 durcheinander. Den treuen Segelfans auf den Kaimauern blieb nur die Hoffnung auf besseres Wetter am Samstag und Sonntag und es sieht danach aus, dass wenigsten der Wind mitspielt, wenn sich schon die Sonne zu diesen Segelfest verweigert. Ab 13:30 Uhr hat man die Möglichkeit, die Rennen vor dem Kreuzfahrtterminal und der Hafencity im Livestream zu verfolgen:

Bis dahin und zur Einstimmung auf den Livestream hier die Pressemitteilung vom Team Oman zu dem gestrigen Renntag:

Mit zwei Siegen in den einzigen beiden Tageswettfahrten segelte das Team „Oman Air“ am Freitag (11. August) an die Spitze der Extreme Sailing Series in Hamburg. Sehr leichte und erneut drehende Winde auf der Elbe vor der Hafencity ließen am zweiten Tag nur ein stark reduziertes Regattaprogramm zu. Die internationale Crew um Skipper Phil Robertson holte dabei mit ihrem GC32-Katamaran „Oman Air“ das Maximum raus und blieb zur Halbzeit des Events ungeschlagen. Am Wochenende sollen bei mittleren Winden noch zwölf Rennen auf die Bahn kommen.

„Ein perfekter Tag für uns, auch wenn die äußeren Bedingungen alles andere als gemütlich waren“, meinte Robertson nach dem letzten Zieleinlauf. Dauerregen und drei vergebliche Startversuche hatten einige treue Hamburger Segelfans dennoch nicht abgehalten, die einzigen beiden, ausgesprochen spannenden Rennen von der Kaimauer aus hautnah zu verfolgen. Sie erlebten zunächst einen klaren Start-Ziel-Sieg von „Oman Air“, den die Mannschaft von Beginn an unter Kontrolle hatte. Für Aufsehen sorgte auch das in der Saisonwertung gesamtführende „SAP Extreme Sailing Team“ aus Dänemark, das bei Niedrigwasser dicht vor einer Hafenmauer auf Grund lief und letztlich abgeschlagen aufgab.

Die Vorzeichen im zweiten Rennen waren indes für die Sieger genauso schlecht wie für die Verlierer. Zusammen mit den Dänen steuerte Matchrace-Weltmeister Robertson einen Frühstart und musste bis zur ersten Bahnmarke zur Strafe (so die Regel) alle anderen Boote vorbei lassen. Mit der roten Laterne am Heck gelang durch einen cleveren taktischen Schachzug jedoch ein fulminantes Comeback. Während die Konkurrenz durch die starke Tidenströmung große Probleme hatte, die rechte Tonne des nächsten Tors zu erreichen, drehte die „Oman Air“ plötzlich ab und nahm als einziger Kat die linke. Heraus kam eine sensationelle Führung von sieben auf eins.

„Das war kein Zufall und auch nicht so spontan, wie es wohl von außen aussah“, erklärte Phil Robertson, „das hatten wir vor dem Start bereits als strategische Option in Betracht gezogen.“ Danach verteidigte das Team trotz zahlreicher Flautenlöcher die Spitze und führt das Zwischenklassement von Hamburg mit 24 Punkten überlegen an. Die Verfolger „Land Rover BAR Academy“ (Großbritannien) und „NZ Extreme Sailing Team“ (Neuseeland) liegen mit 18 Zählern punktgleich auf den Podiumsplätzen. Die wiederum im Gesamtklassement der achtteiligen Extreme Sailing Series führenden „SAP Extreme Sailing Team“ und „Alinghi“ aus der Schweiz haben beide 17 Zähler, das internationale „Team Extreme“ mit dem Kieler Linov Scheel an Bord und das „Red Bull Racing Team“ aus Österreich kommen beide auf 16 Punkte.

Der dritte Tag Extreme Sailing Series 2017 in Hamburg, dem fünften Event der globalen Veranstaltung, findet am Sonnabend von 13.30 Uhr bis 17 Uhr. Das Finale steht tags darauf zur gleichen Zeit an. Vorhergesagt wurden drei bis vier Windstärken, so dass das Publikum sogar darauf hoffen darf, die zehn Meter langen Katamarane auf ihren Tragflächen (Foils) abheben zu sehen.

 

Dez 112016
 
Team Alinghi holt sich den Sieg und Titel in der Extreme Sailing Series 2016 in Sydney - Photo © ESS

Team Alinghi holt sich den Sieg und Titel in der Extreme Sailing Series 2016 in Sydney – Photo © ESS

Das Team Alinghi aus der Schweiz holt sich zum dritten Mal den Meistertitel in der Extreme Sailing Series! Nach 2008 und 2014 gewann das Team unter Steuermann und co-Skipper Arnaud Psarofaghis heute zum Abschluß der Saison 2016 die Regatta in Sydney. Mit dem Sieg in Sydney und der Gesamtwertung 2016 wurde die beeindruckenden Aufholjagd der Schweizer auf das Team Oman Air erfolgreich abgeschlossen. Oman Air, dass die erste Hälfte des Saison klar dominiert hatte, belegt mit nur 2 Punkten Rückstand Platz 2 der Gesamtwertung 2016, Dritter der Jahreswertung wurde Red Bull Sailing Team unter Roman Haggara vor dem SAP Extreme Sailing Team mit Skipper Jes Gram-Hansen.

Der Veranstalter meldete Probleme mit dem Livestream am Schlußtag in Sydney, doch jetzt steht eine Aufzeichnung des Finaltages auf dem ESS YouTube Kanal zur Verfügung:

Der Umstieg von den bewährten Extreme 40 Katamaranen auf die GC 32 Foiler hat der Extreme Sailing Series als Marke gut getan. Mit den über das Wasser rasenden fliegenden Katamaranen hat die ESS ihrem Konzept des „Stadion Segelns vor Publikum“ einen Attraktivitätsturbo verschafft und sich so zusätzliche Publizität und Vermarktungbreite gesichert. In gut 3 Monaten steigt in Muskat, Oman die 1. Regatta der Saison 2017 und ich bin gespannt, ob weitere Teams sich an der ESS beteiligen werden. Zum Abschluß der Saison 2016 hier auch die Aufzeichnung der Rennen des 3. Wettfahrttages in Sydney:

Aug 012016
 

Nach drei Show-Rennen ohne Punktevergabe und einem Wertungsrennen mit doppelter Punktzahl gewann Oman Sail mit Skipper Morgan Larson vor Alinghi am heutigen Sonntag die Extreme Sailing Series Regatta in Hamburg. Beide Teams trennte nach vier Renntagen lediglich ein Punkt. Red Bull Sailing kam auf Platz drei.

Leider waren die Windverhältnisse um die Mittagszeit in der Hafenstadt eher gemütlich, so dass Renndirektor Phil Lawrence die ersten drei Läufe des Tages zu Show-Rennen deklarierte, sehr zur Freude der trotz Regen und Flaute zahlreich erschienenen Zuschauer. So gab es wenigstens ein bisschen Segeln zu sehen. Das Publikum bedachte jeden Versuch der Teams, einem Rumpf zu heben, mit Applaus und wurde bald mit Sonnenschein und auffrischendem Wind belohnt.

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Das folgende Punkterennen war trotz Zeitlupentempo reich an Spannung. Zwischen Alinghi und Oman Air mussten drei weitere Teilnehmer ins Ziel einlaufen, damit das schweizer Team die Veranstaltung gewinnen konnte. Nach Sail Portugal-Visit Madeira und Red Bull Extreme Sailing segelten die Mannen um Skipper Arnaud Psarofaghis auf Platz drei über die Linie, als Oman Air noch als letzte der Flotte Richtung Ziel dümpelten. Kurz vor der Linie hatten sie Land Rover BAR Academy erst ein- und dann überholt und waren damit nicht nur sechste des Rennens, sondern auch Gesamtsieger der Veranstaltung.

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Dieses letzte Rennen entschied auch die Platzierung des SAP Extreme Sailing Teams und des Red Bull Sailing Teams. Für beide stand am Ende des Tages die gleiche Punktzahl zu Buche, die besseren Platzierungen sicherten letzterem dann Platz drei.

EXSS HH Tag 3

Alles in allem war der Auftritt der Extreme Sailing Series in Hamburg eine gelungene Veranstaltung. Reger Publikumszuspruch, die Land Rover Fahraktivitäten im Regatta Village, die HafenCity mit ihren Treppen entlang der Elbe als permanente Tribüne, die unterschiedlichen Windverhältnisse, die GC32, die sowohl als Foiler als auch als archimedische Katamarane eine gute Figur abgeben, der enge Kurs, das Hautnah-Dabeisein… Die Extreme Sailing Series ist definitiv einen Besuch wert.

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Ergebnisse Hamburg (Act 4), 17 Rennen – Rang / Team / Punkte

  1. Oman Air (OMA) Morgan Larson, Pete Greenhalgh, James Wierzbowski, Ed Smyth, Nasser Al Mashari 188 Punkte
  2. Alinghi (SUI) Arnaud Psarofaghis, Nicolas Charbonnier, Timothé Lapauw, Nils Frei, Yves Detrey 187 Punkte
  3. Red Bull Sailing Team (AUT) Roman Hagara, Hans Peter Steinacher, Jérémy Bachelin, Adam Piggott, Brad Farrand 166 Punkte
  4. SAP Extreme Sailing Team (DEN) Jes Gram-Hansen, Rasmus Køstner, Mads Emil Stephensen, Pierluigi De Felice, Renato Conde 166 Punkte
  5. CHINA One (CHN) Taylor Canfield, Chris Steele, Hayden Goodrick, Dan Morris, Fredrik Aurell 157 Punkte
  6. Sail Portugal – Visit Madeira (POR) Diogo Cayolla, Luís Brito, João Matos Rosa, Nuno Barreto, Frederico Mello 149 Punkte
  7. Land Rover BAR Academy (GBR) Neil Hunter, Will Alloway, Adam Kay, Oli Greber, Elliot Hanson 121 Punkte

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(Alle Fotos © Andy)

Gesamtergebnis nach Act 4 – Position / Team / Punkte

  1. Oman Air (OMA) 47 Punkte.
  2. Red Bull Sailing Team (AUT) 42 Punkte.
  3. Alinghi (SUI) 41 Punkte.
  4. SAP Extreme Sailing Team (DEN) 34 Punkte.
  5. Land Rover BAR Academy (GBR) 31 Punkte.
  6. CHINA One (CHN) 29 Punkte.
  7. Sail Portugal – Visit Madeira (POR) 27 Punkte.
  8. Team Turx (TUR) 11 Punkte.
Jul 312016
 

Deshalb lieber 6 Minuten bewegte Bilder, plus einige ausgewählte Fotos, als viele Zeilen Text über den dritten Renntag der Extreme Sailing Series in Hamburg.

 

Nur kurz zum Tag: Der Wind war ausreichend, um dem Namen der Serie gerecht zu werden: Spektakuläres Foiling die Elbe rauf, was vom Publikum gerne mit Szenenapplaus bedacht wurde. Einige gute, interessante und halsbrecherische Szenen haben wir aus der Zuschauerperspektive für Euch im folgenden Video zusammengestellt.

 


Impressionen eines spektakulären Regattatages (Video © Andy & Judy)

Wer sich für die Ergebnisse und Rennanalyse interessiert, ist hier (klick) richtig, wer morgen den Rennen live und in Farbe folgen möchte, klickt ab 15:30 Uhr hier.

 

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(Alle Fotos © Andy)

Hier gibt’s es jeden Tag aktuelle Fotos vom Renngeschehen.

 

Jul 292016
 

Drei verschiedene Sieger bei unstetem Wind von 2 bis 12 Knoten – Die foilenden GC32 der Extreme Sailing Series segelten heute sieben spannende Rennen.

Zum Glück war die gestrige Schwachwindphase weitestgehend Geschichte, als heute Nachmittag die Boote ihre Rennen begannen. Es durfte sogar manchmal gefoilt werden, und wenn das nicht der Fall war, wurde zumindest nach guter alter Kat-Manier ein Beinchen gehoben.

Wenn der Wind nicht reicht, heben wir eben nur ein Beinchen: Seriensieger Oman Air im regulären Katamaran-Modus

Wenn der Wind zum Foilen nicht reicht, heben wir eben nur ein Beinchen: Seriensieger Oman Air im regulären Katamaran-Modus (Foto © Andy)

Spannendes Durcheinander: Die Flotte bei der Markrundung
Spannendes Durcheinander: Die Flotte bei der Markrundung (Foto © Andy)

Die Rennen sahen mehrere Fehlstarts, Foul-Kringel und einen echten Überraschungsdritten gegen Ende des Tages: Land Rover BAR Academy mit dem erst 19 Jahre alten Steuermann Owen Bowerman konnte, nachdem das Team nach einem guten Start lange das letzte Rennen angeführt hatte, ihren ersten Podiumsplatz dieser Regatta ins Ziel retten. Oman Air hatte heute mit diesem Lauf zum dritten Mal gewonnen, Zweite waren die Mannen des SAP Extreme Sailing Teams.

Gut gesegelt, Kleiner: Das Youngster-Team „Land Rover BAR Academy“ auf Platz 3 in Rennen 7

Gut gesegelt, Kleiner: Das Youngster-Team „Land Rover BAR Academy“ auf Platz 3 in Rennen 7 (Foto © Andy)


Immer an der Wand lang: Elbabwärts gegen den Wind war es an der Kaimauer oft am schnellsten. (Video © Andy)

Alinghi und China One waren heute je zwei Mal siegreich.

So selten wie ein Tor bei der Fußball-EM: Heute durfte – manchmal – gefoilt werden

So selten wie ein Tor bei der Fußball-EM: Heute durfte – manchmal – gefoilt werden (Foto © Andy)

Und last but not least: Wo sind denn alle? Die Angst des Gastseglers…

Und last but not least: Wo sind denn alle? Die Angst des Gastseglers… (Foto © Andy)

Hier gibt’s es jeden Tag aktuelle Fotos vom Renngeschehen.