Nov 032018
 

Boris Herrmann, skipper de l’IMOCA MALIZIA II, à l’entrainement au large de Belle-Ile avant le départ de la Route du Rhum Destination Guadeloupe 2018, le 7 octobre 2018, Photo : Jean-Marie LIOT – www.jmliot.com

Seit Wochen heizen die Franzosen den Kessel an und und am Sonntag um 14:00 Uhr ist es dann soweit: Der Start zur Einhand-Regatta Route du Rhum wird live übertragen und hundertausende Zuschauer in und um Saint Malo und Millionen von den Fernsehern und Monititoren werden das Auslaufen der Yachten verfolgen. Mit Boris Herrmann ist erstmals ein Segler aus Deutschland in der IMOCA 60 Klasse dabei, in der insgesamt 17 Skipper und 3 Skipperinnen die Ritt über den Atlantik mit Ziel Guadeloupe in der Karibik antreten.

Besondere Aufmerksamkeit ziehen die Monster-Trimarane der Ultime Klasse auf sich: 100 Fuß lange Segelmaschinen, den Designer und Skipper in den letzten Jahren das Fliegen beigebracht haben. Hier läuft es wohl auf einen Dreikampf zwischen Gitana 17, Banque Populaire und MACIF hinaus, wenn man Bruch, Kollision oder gar Kenterung erstmal außen vor läßt.
Hier noch ein Video, in dem von Seb Josse das Zusammenspiel der Foils und Ruder erläutert wird, dass notwendig ist, um die mehr als 15 Tonnen schwere Gitana 17 in den Flugmodus zu bringen.

Etwas im Abseits stehen die Seglerinnen und Segler der Class 40, die mit 53 Booten das größte Starterfeld in der Geschichte der Route du Rhum aufbieten und in dem wir Arnt Bruhns mit der Iskareen die Daumen für eine schnelle Reise drücken. Nicht unerwähnt bleiben sollen die Startgruppen Multi 50, RhumMono und RhumMulti in der u.a. Loick Peyron mit einem fast 40 Jahre altem Trimaran antritt. Keine Ahnung, weshalb der Mann sich das antut, vermutlich weil ihm Segeln einfach Spaß macht!

Okt 312017
 
Lorient – Edmond de Rothschild – Gitana 17 – Photo © S. Rausch

Von Le Havre stechen am Sonntag die Teilnehmer des Transat Jacques Vabre nach Salvador de Bahia in See. Die Hingucker auch bei dieser Regatta sind die Trimarane der Ultim Kategorie: Hier tritt die neue Gitana 17 nach ihrer Taufe vor 3 Monaten erstmals zu einer Regatta an. Der Multihull Maxi aus dem Rennstall von Edmond de Rothschild ist das erste Dreibahn mit 32 m Länge, dass auf Foils über dem Wasser fliegen kann.


Entworfen, um Rekorde zu knacken, werden Sebastian Josse und sein Co-Skipper Thomas Rouxel mehr als alle Hände voll haben, dieses Monster zu Zweit zu bändigen und sicher und ohne Bruch über den Atlantik zu segeln. Gegen sie treten Thomas Coville und Jean-Luc Nélias mit der 2014 gebauten Sobedo an, ein erprobtes Boot, dass dem neuen Wunderkind Gitana 17 auf den ca. 4.300 sm nach Brasilien nichts schenken wird. Die geringsten Chance auf den Sieg auf die Line Honors hat die mit 24 m Länge deutlich kleinere Prince de Bretagne, die von den erfahrenen Skipper Lionel Lemonchois und Co-Skipper Bernhard Stamm an die Startlinie gebracht wird.

Mit 6 Yachten ist die Klasse Multi 50 stark vertreten, einer der Favoriten sind Skipper Thierry Bouchard und Oliver Krauss mit ihrem Neubau Ciela Village aus dem Computern von VPLP Design und gebaut von den Carbonkünstlern bei CDK Technologies. Die große Frage wird sein, ob der Neubau gegen Erwan Le Roux bestehen kann, der als Seriensieger des TJV in der Class Multi 50 mit Routinier Vincent Riou auf dem VPLP Design Fenetréa – Mix Buffet aus dem Jahre 2009 an den Start geht.

In den beiden Monohull Klassen stellt die Class 40 mit 16 Booten erneut die größte Startgruppe in dieser 2-Hand Regatta, gefolgt von der IMOCA 60, bei denen  13 Teams an den Start gehen. Hier sind die Augen der Deutschen natürlich auf Boris Hermann gerichtet, der auf Malizia II unter der Flagge von Monaco gemeinsam mit seinem Co-Skipper Thomas Ruyant erstmals ein TJV angeht. Wie gesagt, am Sonntag geht es in LeHavre los, zeitgleich mit dem Volvo Ocean Race in Lissabon und ich bin gespannt, wann die Ultim Maxi Trimarane an der VOR Flotte überlaufen werden.

Aug 082017
 
CONCISE 10 beim Start des Rolex Fastnet Race 2017 - Photo credit: Paul Wyeth / RFC

CONCISE 10 beim Start des Rolex Fastnet Race 2017 – Photo credit: Paul Wyeth / RFC

Wie erwartet ist die MOD 70 CONCISE 10 ihrer Favoritenrolle in dem Rennen um das schnellste Schiff beim diesjährigen Rolex Fastnet Race gerecht geworden und halt laut dem Yellow Brick Racetracker bereits das Ziel Plymouth erreicht.

Rolex Fastnet Race 2017 - CONCISE 10 im Ziel - Screenshoot © YB Racetracker

Rolex Fastnet Race 2017 – CONCISE 10 im Ziel – Screenshoot © YB Racetracker

Dem Dreibein nicht direkt auf den Fersen oder nahe dran ist RAMBLER 88 als erster Monohull, der den Fastnet Rock gerundet hat und und jetzt mit deutlichem Vorsprung den Rest der Teilnehmerflotte anführt. Gut dabei sind auch die VARUNA und OUTSIDER, Boris Herrmann auf Malizia hat bei Lands End den Weg außen herum um das Verkehrstrennungsgebiet genommen und liegt bei den IMOCA 60 z.Z. auf Rang 5, muss aber noch einen Holeschlag zum Rock machen, wärend SMA als das in der Klasse führende Boot kurz vor dem Fastnet Rock Lighthouse steht.

Rolex Fastnet Race 2017 - Rundung Fastnet Rock - Rambler 88 - Screenshoot © YB Racetracker

Rolex Fastnet Race 2017 – Rundung Fastnet Rock – Rambler 88 – Screenshoot © YB Racetracker

Dez 162016
 

idec_zweiter_anlaufFrancis Joyon und seine Crew haben heute Morgen die Leinen des Maxi-Tri IDEC Sport losgeworfen und den Hafen von Brest verlassen. Joyon und sein Router Marcel van Triest hatten Anfang der Woche die Startampel für den zweiten Anlauf auf die Jules-Verne-Trophy auf Orange hochgesetzt, gestern ist dann die Entscheidung gefallen, dass sich entwickelnde Wetterfenster für einen erneuten Start zu nutzen.

Bei diesen Versuch ist Boris Herrmann nicht an Bord der IDEC, Boris ging in Absprache mit Joyon nach der Rückkehr des Trimaran in Brest von Bord, da die Vorbereitung auf sein Vendee Globe 2020 Projekt keinen zweiten Versuch der IDEC Crew in dieser Saison zuließ. Als Ersatzmann für Boris ist der erfahrene Offshoresegler Sébastien Audigane an Bord des Maxi-Trimaran dabei. Drücken wir Francis Joyon und seiner Crew die Daumen und wünschen ihnen ein schnelles und sicheres Rennen um die Welt!

Nov 282016
 
IDEC Sport - Bereit zum Angriff auf die Jules-Verne-Trophy - Photo © Action-Foto IDEC Sport: Jean-Marie Liot/DPPI

IDEC Sport – Bereit zum Angriff auf die Jules-Verne-Trophy – Photo © Action-Foto IDEC Sport: Jean-Marie Liot/DPPI

Gestern Vormittag hat Francis Joyon die Entscheidung getroffen, den Angriff mit IDEC Sport auf die Jules-Verne-Trophy abzubrechen. Hier die Pressemitteilung von Boris Herrmann, der als Teil der internationalen Crew des französischen Moster-Trimaran sich den Wetterbedingungen beugen muss:

Herrmanns Weltrekordversuch abgebrochen

Die internationale Segelmannschaft der „IDEC Sport“ mit dem Hamburger Navigator Boris Herrmann hat ihren Weltrekordversuch am Sonntagmittag (27. November) abgebrochen. Sechs Tage nach dem Start vor Brest hatte sich die Wetterlage so verschlechtert, dass es bereits jetzt unwahrscheinlich erschien, in 45 Tagen um die Welt zu kommen. Der 31,50 Meter lange Trimaran unter Skipper Francis Joyon befindet sich bereits auf dem Rückweg und wird am kommenden Wochenende in Frankreich erwartet. Dann könnte eine neue Standby-Phase beginnen, um die Jules Verne Trophy doch noch zu gewinnen.

„Die Enttäuschung ist bei uns allen groß. Eine bittere Pille, aber eine konsequente und einzig richtige Entscheidung“, sagte Boris Herrmann. „Wir wussten bei der Abfahrt, dass der Nordatlantik nicht optimal werden würde“, so der 35-jährige weiter, „aber die Doldrums (Kalmengürtel, d. Red.) haben uns den Garaus gemacht.“ In einer unerwartet ausgeprägten Flautenzone südlich der Kapverdischen Inseln verlor die „IDEC Sport“ die entscheidende Zeit, nachdem sie zuvor schon einen kleinen Vorsprung auf den Weltrekord der „Banque Populaire“ von 2012 herausgesegelt hatte. Der steht bei 45 Tagen, 13 Stunden, 42 Minuten und 53 Sekunden über mindestens 22.500 Seemeilen.

Nach eingehendem Studium der zu erwartenden Wetterentwicklung durch Routingstratege Marcel van Triest an Land fasste der Skipper die schwere Entscheidung. „Der akute Rückstand auf den Rekord wuchs zuletzt, aber vor allem die Aussichten waren schlecht“, erklärte Joyon um Umkehr. Boris Herrmann: „Wir hätten den beim Start angepeilten günstigen ‚Anschlusszug‘ im Südatlantik um zwölf Stunden verpasst.“ Rund eine Woche wird es dauern, ehe die sechsköpfige Crew wieder in der Bretagne festmacht.