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BP 5: Reine Nervensache!

Banque Populaire V - Tag 41 1/2 - Screenshoot: Website BP5
Banque Populaire V - Tag 41 1/2 - Screenshoot: Website BP

02.01.2012 - Skipper Loick Peyron bleibt cool, folgt seinem Plan und segelt weiter Kurs Richtung Neuengland. Der Vorsprung von BANQUE POPULAIRE V auf Rekordhalter GROUPAMA 3 ist innerhalb von einem Tag um fast 500 nm auf nur noch ca. 880 nm geschrumpft. Kein Wunder, hält der Trimaran doch auf das sich vor der US - Küste entwickelnden Tiefdruckgebietes zu. Ich hoffe inständig, dass Peyron und seine Crew morgen vormittag endlich ihr Treffen mit diesem Tief haben und dann mit Volldampf quer über den Nordatlantik nach Hause düsen können. Noch ist Zeit und Platz im Forum für Euren Tip auf die Gesamtzeit von BP5 und für den Gewinner liegt schon ein SailingAnarchy.de Fleeceschal bei mir auf dem Tisch.

 

BP 5: Auf der Jagd nach dem Tief!

BP5 - Tag 40 1/2 - Screenshoot: Website BP5
Banque Populaire V - Tag 40 1/2 - Screenshoot: Website BP5

02.01.2012 - Auf BANQUE POPULAIRE V hat man vorgestern eine weitere Bestleistung bei dem Angriff auf die Jules Verne Trophy geknackt: Loick Peyron hat seinem älteren Bruder Bruno den Rekord für die Strecke Äquator - Äquator abgenommen. Loick unterbot die Leistung des Maxikatamaran ORANGE aus dem Jahr 2005 um mehr als einen Tag unterboten und die Rekordmarke auf 32 Tage, 11 Stunden und 51 Minuten hochgeschraubt.

In den letzten Tagen segelte BANQUE POPULAIRE V parallel zu dem Kurs von GROUPAMA 3, doch seit gestern hat sich zwischen den beiden Routen eine seitliche Distanz von jetzt fast 350 nm aufgetan. Konnte Cammas bei seinem Rekordlauf an dieser Position nach Nordosten in Richtung Ziellinie abschwenken, versperrt das Azorenhoch BP5 den direkten Heimweg.

Banque Populaire V - Tag 40 1/2 - Screenshoot: Website BP5
Banque Populaire V - Tag 40 1/2 - Screenshoot: Website BP5

Peyron und seine Router haben bei ihrer Runde um die Welt bislang stets vermieden, den Trimaran materialmordenden Kurskurse bei rauhen Seegang aussetzten. Mit knapp 4 Tagen Vorsprung auf ihren virtuellen Gegner GROUPAMA 3, einer Woche Luft auf den Jules Verne Rekord und 1.350 sm Vorsprung wird diese Strategie auch jetzt beibehalten. Peyron leistet sich angesichts seiner erarbeiteten Vorteile den Luxus einen Kurs in Richtung Nova Scotia abzusetzen und dabei ein negatives VMG von über 17 kns zu laufen! Ich bin gespannt, wie weit BP5 noch nach Nordwesten segeln wird, um dann mit einem Nordatlantiktief den Sprung rüber nach Quessant zu machen.

Banque Populaire V - Tag 40  + 12Stunden Windvorhersage - Screenshoot: Website BP5
Banque Populaire V - Tag 40  +12 Stunden Windvorhersage - Screenshoot: Website BP

Ich denke, dass Peyron das aktuelle Tiefdruckgebiet wird sausen lassen müssen und erst mit dem nächste Tief Richtung Frankreich gehen kann. Wenn die Windvorhersagen stimmen, wird sich in etwa 24 - 36 Stunden was vor der amerikanischen Küste entwickeln, dass dann nach Europa wandern wird.

Banque Populaire V - Tag 40  +24 Stunden Windvorhersage - Screenshoot: Website BP
Banque Populaire V - Tag 40  +24 Stunden Windvorhersage - Screenshoot: Website BP

Aber was weiß ich dummer Binnenrutscher schon vom Nordatlantik im Januar und deshalb ist es auch nicht unwahrscheinlich, dass Marcel van Triest, Juan Vila und Loick Peyron die Windentwicklung ganz anders als ich sehen. Ich jedenfalls bin gespannt darauf, wie ihr Plan für die kommenden 5,6 Tage aussieht und welche ihrer vielen Routingvarianten umgesetzt wird.

Banque Populaire V - Tag 40  + 36 Stunden Windvorhersage - Screenshoot: Website BP
Banque Populaire V - Tag 40  +36 Stunden Windvorhersage - Screenshoot: Website BP

 

Ein gutes neues Jahr 2012!

Syvester in Berlin - Feuerwerk 2012 - Photocredit: SailingAnarchy.de
Photocopyright: SailingAnarchy.de

01.01.2012 - Wir wünschen allen Seglerinnen und Seglern einen guten Start in das neue Jahr und hoffen gemeinsam mit Euch auf eine windige Saison 2012! Auch in diesem Jahr wollen und werden wir für und Dank Euch von der Regattabahn berichten. Um das für uns und Euch einfacher zu machen, werden wir innerhalb der nächsten Monate SailingAnarchy.de von dem in die Jahre gekommenen statischen Websiteprogramm auf eine serverbasierte Software umstellen. Mit dem Webauftritt für den SailingAnarchy - Cup wurde im Vorjahr eine Testplattform geschaffen, auf der ich und weitere Anarchisten ihre ersten Gehversuche mit der neuen Software unternommen haben. In den nächsten Wochen wollen wir die Feinabstimmung hinsichtlich Layout angehen und vor allem das Forum sowie das Archiv in den neuen Webauftritt integrieren. Jeder, der Zeit und Lust hat sich daran zu beteiligen, ist herzlich eingeladen; bitte schickt mir einfach eine Email oder nutzt das Forum für Ideen, Vorschläge, Anregungen und Hinweise.

 

TELEFONICA zuerst im sicherem Hafen

Telefonica im sicherern Hafen angekommen - Photo Credit: PAUL TODD/Volvo Ocean Race
Telefonica im sicherem Hafen angekommen - Photo Credit: PAUL TODD/Volvo Ocean Race

26.12.2011 - Das Versteckspiel um den sicheren Zwischenhafen auf der 2. Etappe des VOR ist noch nicht zu Ende. Wurde gestern noch Diego Garcia hoch gehandelt, sieht es nun aber mehr nach Malé oder einem anderen Hafen auf den Malediven aus. Nach einem engen Matchrace über den letzten Tag setzte sich die spanische TELEFONICA im Ziel mit einen Vorsprung von weniger als 2 Minuten gegenüber CAMPER durch.

CAMPER als 2. im Zwischenstopp - Photo Credit: PAUL TODD/Volvo Ocean Race
CAMPER als 2. Boot im Zwischemstop - Photo Credit: PAUL TODD/Volvo Ocean Race

Offenbar ging es auf den letzten Meilen so engt zwischen den beiden führenden Yachten in der Gesamtwertung zu, dass CAMPER einen Protest gegen TELEFONICA eingereicht hat. Skipper Nicholson wirft seinem spanischen Kollegen Martinez vor, dass TELEFONICA ihm keinen Raum gab, als er regelkonform die parallel segelnde TELEONICA anluvte. Als Folge dieser Regelverletzung durch TELE musste CAMPER ihren Kurs ändern, um eine Kollision zu vermeiden. Martinez reagierte auf diesen Protest mit einen Protest gegen CAMPER wegen “unseamanlike conduct”. Bis zur Entscheidung der Jury über die beiden Proteste wird das Ergebnis des Zieleinlaufes als provisorisch gewertet.

 

Safe Haven?

VOR 2011-12 -  Mystery Port - Photocredit: PAUL TODD/Volvo Ocean Race
VOR 2011-12 -  Mystery Port - Photocredit: PAUL TODD/Volvo Ocean Race

25.12.2011 - Die zweite Etappe des Volvo Ocean Race läuft schon seit Tagen im Steath Modus und die 5 noch im Rennen befindlichen Yachten steuern den geheim gehaltenen Hafen an, mit dem der Veranstalter der Regatta das Piratenrisiko ausschalten will. In den Foren der Welt verdichten sich die Hinweise darauf, dass dieser Hafen sich wohl auf der von den Briten an die USA verpachtete Insel Diego Garcia zu finden ist. Das größte Eiland des Chagos-Archipel liegt rund 1.600 Kilometer südwestlich von Indien, 500 Kilometer südlich der Malediven und 1.800 Kilometer östlich der Seychellen.

Stuart Bannatyne driving in the Doldrums - CAMPER with Emirates Team New Zealand  - Photocredit: Hamish Hooper/CAMPER ETNZ/Volvo Ocean Race
Stuart Bannatyne driving in the Doldrums - CAMPER with Emirates Team New Zealand - Photocredit: Hamish Hooper/CAMPER ETNZ/Volvo Ocean Race

Nachdem GROUPAMA mit ihrem Südschlag Spannung in diese Etappe gebracht hatte, wird aktuell das Teilnehmerfeld von CAMPER angeführt. Den Neuseeländern dicht auf dem Fersen ist die spanische TELFONICA, welche nach einem verhaltenem Beginn wieder zu ihrer gewohnt guten Leistung aufgelaufen ist. Mit etwas Abstand auf die beiden führenden Yachten folgen GROUPAMA und PUMA OCEAN RACING by BERG auf Rang 3 und 4, ABU DHABI OCEAN RACING hat mit ca. 150 nm Rückstand auf CAMPER derzeit die rote Laterne am Achterstag.

 

Besinnliche Festtage!

Weihnachten 2011 - Photocopyright: SailingAnarchy.de

24.12.2011 - Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren LeserInnen und Werbepartner für Eure Unterstützung in dem vergangenem Jahr und wünschen Euch und Euren Familien ein frohes Weihnachtsfest.

In den nächsten Tagen wird es hier etwas ruhiger werden, aber auch in diesen besonderen Zeit wird gesegelt. Traditionell fällt am 2. Weihnachtstags der Startschuß zu dem Rolex Sydney Hobart Yacht Race, welches in gewohnt hoher Qualität im Internet zu verfolgen sein wird. Sah es vor wenigen Tagen noch so aus, als ob ein neuer Streckenrekord für WILD OATS XI möglich wäre, hat sich seitdem die Windprognose hin zu einem Gesamtsieg durch eine der kleineren Yachten entwickelt.

Neben dem RSHYR ist uns gestern noch eine interessante Neuigkeit ins Postfach getrudelt: Vom 29. August bis zum 02. September 2012 wird in Kiel die erste Regatta der MOD 70 auf ihrem European Curcuit ausgetragen werden! Dank der  Unterstützung durch BETFAIR, einem aus Frankreich stammenden Anbieter von Sportwetten und neuer Sponsor der Kieler Woche, werden an dem ersten Septemberwochenende die beeindruckenden Trimarane durch ihre Profiteam über die Förde fliegen und zehntausenden Zuschauer ein großen Spektakel auf dem Wasser bieten.

 

BANQUE POPULAIRE 5 zurück im Atlantik!

BP5  zurück im Atlantik - Screenshot Website Banque Populaire
BP5  zurück im Atlantik - Screenshot Website Banque Populaire

23.12.2011 - Skipper Loick Peyron heute morgen um 07:50 Uhr den Maxitrimaran BANQUE POPULAIRE BP V zurück in den Atlantik geführt. Mit der Passage von Kap Hoorn in 30 Tagen, 22 Stunden und 18 Minuten hat er und seine Crew bei ihrem Angriff auf die Jules Verne Trophy einen weiteren Rekord errungen. Im Pazifik wurde ihr gigantischer Vorsprung auf GROUPAMA 3 von mehr als 2.364 nm [Korrektur durch Editor, 2.500 nm Vorsprung war wohl Wunschdenken von mir] durch Flautenlöcher und Eisfelder kräftig abgeschmolzen. Aktuell liegt Peyron noch mit einem guten Tag Vorsprung auf Franck Cammas vorne, doch die letzten 10, 12 Tage haben gezeigt, dass der Angriff des 40 Meter langen Trimaran auf die Jules Verne Trophy kein Selbstläufer ist. Mit dem St. Helena Hoch und der Durchquerung der Doldrums stehen noch zwei große, navigatorisch anspruchsvolle Hürden auf dem Heimweg der Yacht aus Frankreich. Es bleibt spannend und ich denke, dass Peyron nach dem Verlassen des Südpolarmeeres seine Risikobereitschaft erhöhen muss, um GROUPAMA vom Thron für die schnellste Weltumsegelung zu stürzen.

 

Können wir schon lange ...

VOR - Leg 2 - Splitt SANYA - Screenshot VOR Website
Leg 2 - Split SANYA -D7- Screenshot VOR Website

18.12.2011 - “Was die Franzosen können, können wir schon lange!” haben sich offenbar Skipper Mike Sanderson und sein Navigator Aksel Magdahl an Bord von SANYA gesagt und gestern eine mutige Entscheidung getroffen. Bestimmt hat auch der Umstand, als Letzter im Feld durch den radikalen Schlag nach NNW nur gewinnen zu können, bei ihrem Kurswechsel gegen die Flotte der VO70 mitgespielt haben.

Leg 2 - Split SANYA -D7- Screenshot VOR Website
Leg 2 - Split SANYA -D8- Screenshot VOR Website

Was gestern noch so aussah, als ob SANYA was am Kai vergessen hatte, hat sich seitdem in die Führung auf dem Scoreboard entwickelt. Der Großteil der Flotte befindet sich nun zwischen den mehr als 500 sm voneinander getrennten Yachten GROUPAMA im Süden und dem neuen Spitzenreiter SANYA im Norden. Ich bin gespannt, ob eines dieser Boote den Lorbeer einfahren wird oder die konservative Taktik aus der Mitte am Ende siegen wird.

 

Southern Ocean on the Rocks

 

16.12.2011 - BANQUE POPULAIRE bekommt die Macht von Mutter Natur zu spüren: Sturmtief, Flautenzone und Eisberge sind eine Mischung, die den Rekordversuch des Maxi-Trimaran derzeit behindert. Vor 2 Tagen war BP5 fast 2.500 sm! dem virtuellen Gegner GROUPAMA 3 beim Wettlauf um die Jules-Verne-Trophy voraus, aber zum ersten Mal sei dem Start vor Quessiant mußten der Router Marcel von Triest und Navigator Juan Vila an Bord der BPV der Wetterentwicklung im Südpolarmeer Tribut zollen. Obwohl die Order an Bord des Trimaran ganz klar auf “Kein Risiko - segelt den Kahn sicher nach Hause!” lautet, ließ sich ein gewaltige Sturmtief auf der Länge von Neuseeland nicht in den Rekordlauf von BP5 einbinden. Zwar erreichte der Tri seine bisherige Spitzengeschwindigkeit von 48 kn, aber Skipper Payron hatte angesicht des zerstörerischen Seegangs entschieden, lieber nach Norden abzulaufen und dafür mit Kreuzkreuz bei deutlich weniger Wind bezahlen zu müssen. Aber wie verwöhnt wir von dem Leistung des Teams der PR Abteilung der französischen Großbank sind, merkt man daran, dass man nervös wird, wenn die Männer auf einmal nicht mehr mit 30+ kn oder Etmals von über 400 nm durch die graue See pflügen.

 

Play it again Franck ...

VOR Leg 2 - Spit - Screenshot - VOR Website
VOR Leg 2 - Spit - Screenshot - VOR Website

15.12.2011 - Nach dem durch Schwachwind geprägten Auftakt der zweiten Etappe des Volvo Ocean Race hat Franck Cammas und seine Crew an Bord der GROUPAMA erneut auf Risiko bei der Kurswahl gesetzt. Derzeit steht das Boot ganz im Süden der Flotte belegt den letzten Rang auf dem Leaderboard.

Groupama, skippered by Franck Cammas - Photo Credit: PAUL TODD/Volvo Ocean Race
Groupama, skippered by Franck Cammas - Photo Credit: PAUL TODD/Volvo Ocean Rac

Ganz oben steht momentan die am weitesten nördlich positionierte TELEFONICA, welche nach ihrem schwachen Beginn der Etappe nun Führung übernommen hat. Ich bin gespannt, ob sich der Schlag für Cammas auszahlen wird, hilfreich wäre natürlich, zu wissen, wo der Frachter auf die VO70 wartet. Mauritius, Mahe? Wer weiss mehr?

 

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