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Drecksbolzen, dreckiger!

Drecksblozen, Photocopyright: SA.de

31.05.2008 - Das Scheißding hier hat mir das Wochenende richtig versaut! Endlich hatten wir die Skippi 650 in der dritten Wettfahrt der Berliner Meisterschaft der Sportboote auf die Spur bekommen. Endlich führen wir das Feld der 5 erschienenen Skippis auch noch am Ende des ersten Raumgang an, da knackt uns das Scheißdrecksteil einfach weg, als Tom die Qué Pasa um die Leetonne steuern will. Ich sitzt bereits wieder auf der Luvkante und freu mich, dass wir das Bergemanöver an der Leetonne ziemlich  sauber hinbekommen haben, da fällt mir Segeldepp auf, dass Tom anscheint was Besseres zu tun hat, als Kurs zu Tonne zu steuern. Der Blick nach achtern beantwortet meine Frage nach dem Warum: Kein Strömungsabriss am Ruderblatt, die ganze Ruderanlage hängt schief am Spiegel! Der Edelstahlbolzen, der als Drehachse für den Pinne dient, hat urplötzlich den Dienst quittiert. Nun, sehen wir es positiv, so kommt man auch auch mal in den Genuss auf der fetten Motoryacht mit Flachbildschirm, Bose - Musikanlage, Eiswürfelbereiter und, bei 30 Grad Celsius viel wichtiger, wohlgefüllten Kühlschrank ein Bier zu zischen und die Wasser- & Windspiel von einem Logenplatz aus zu verfolgen. 3-4 Bft, in den Drückern an die 5, eine Schande, dass wir durch Materialversagen aus dem Rennen gekegelt wurden. In der vierten Wertfahrt des Tages frischte es noch weiter auf und die Gennakerboote glühten über den See, während sich die Folkies bereits gen SC Gothia auf den Heimweg machten.

 

Melges 24 - WM auf Sardinien

Joe Fly WM2007 San Diego, Photocopyright: Fiona Brown
Photocopyright: Fiona Brown

30.05.2008 - Die wohl anspruchsvollste Einheitsklasse bei den Sportbooten hat zur WM 2008 nach Porto Cervo geladen und 117 Boot sind gekommen, um vom 28.05.-06.06.2008 um das Silber zu segeln. Hier die Pressemitteilung von der deutschen Klassenvereinigung, die mit 10 Booten vor Ort dabei ist. Und davon sind fast alle hier auf Sailing Anarchy .de aktiv, also drücken wir den im besten Sinne des Wortes Amateuren aus Deutschland die Daumen und wünschen ihnen viel Spaß in den nächsten Tagen auf dem Mittelmeer. Auf unsere Mutterseite SailingAnarchy.com gibt es ein “On-The-Water-Anarchy” Live Thread mit superaktuellen Infos von dem berühmt-berüchtigtem Mr. CLEAN. Ich rechne fest damit, dass Klassenboss Günter uns nicht vergisst und regelmäßig im Forum postet.

VOLVO MELGES 24 WORLDS PRESS RELEASE, May 2008

25. Mai 2008 – Wenn Melges24 Segler von einer perfekten Umgebung für eine Regatta träumen, denken sie sicher an kristallklares Wasser, hohe Welle, Sonne pur, ordentlich Wind, einer perfekten Wettfahrtleitung, tolles Clubgelände und die Erwartung die besten Segler der Welt zu treffen.

Dieser Traum wird wahr, wenn sich vom 28. Mai bis 06. Juni 117 Crews in Porto Cervo im berühmten Yacht Club Costa Smeralda (YCCS) treffen um die „Volvo Melges24 Weltmeisterschaft 2008“ zu segeln. Die Weltmeisterschaft wird zum 11. Mal veranstaltet und kann ein Rekordmeldeergebnis aufweisen. 117 Teams aus 16 Nationen, darunter 58 Crews welche in der Corinthian (Amateur) Wertung starten.

Der YCCS ist bekannt dafür, dass er bereits prestigeträchtige Regatten für die verschiedensten Bootsklassen ausgerichtet hat. 1967 gegründet und an einem der schönsten Flecken der Costa Smeralda angesiedelt, freut sich der YCCS die Teams der Melges-Klasse zu begrüßen, um die ersten Weltmeisterschaften der Klasse in Italien auszurichten.

„Der YCCS ist erfreut, eine solch große und internationale Flotte an Melges24 Teams zu begrüßen, um eine sicher äußerst spannende Weltmeisterschaft zu veranstalten.“ kommentiert der YCCS Commodore Riccardo Bonadeo. “Die ist eine sehr starke Klasse und die Regattabahnen vor Porto Cervo werden abwechslungsreiche und anspruchsvolle Bedingungen bieten: Wir erwarten spektakuläre Regatten die zum Highlight in unserem Regattakalender 2008 gehören.“

Titelsponsor VOLVO unterstützt die Melges24 seit vielen Jahren. Angefangen bei der WM 2002 in Travemünde und seit 2004 ununterbrochen als Sponsor des aus 4-6 Regatten bestehenden italienischen Volvo-Cups, der auch viele Crews aus dem deutschsprachigen Raum anzieht. Die IMCA (International Melges24 Class Association) freut sich, dass dieses Engagement auch als Titel-Sponsor für die WM 2008 fortgesetzt wird.

„Wir freuen uns, dass wir den Porto-Cervo-Event unterstützen dürfen“, sagt Michele Crsici, Geschäftsführer der VOLVO PKW-Sparte in Italien. „VOLVO bekennt sich zum Sport im Allgemeinen und zum Segelsport im Besonderen, wie auch das Engagement im Volvo Ocean Race zeigt. Wir sind stolz, dass wir eine prestigeträchtige Klasse wie die Melges24 unterstützen können.“

Wie immer werden zahlreiche Teilnehmer aus der Olympia- und Amerikas Cup Szene sowie Weltmeister anderer Klassen an den Start gehen. Diese Jahr wird eine extrem starke Amateurflotte erwartet, die durchaus auf dem Niveau der Profis segelt und natürlich auch um den Overall-Titel mitsegelt.

Die Melges24 Klasse konnte in den letzten Jahren ein enorm starkes Wachstum verzeichnen und es wurden zahlreiche nationale Klassenvereinigungen bzw. Flotten (USA)  gegründet, die die Melges24 Segler regional betreuen. Eine Rekordanzahl Nationen geht dieses Jahr an den Start: Österreich, Tschechische Republik, Estland, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Ungarn, Italien, Niederlande, Norwegen, Slowakei, Slowenien, Schweden, Schweiz, Ukraine und die USA schicken Ihre besten Teams nach Porto Cervo. Die stärkste Flotte mit 44 Booten stellen naturgemäß die Gastgeber aus Italien. Die weiteste Anreise haben 4 Teams aus den USA hinter sich. 25 Boote im 117er Feld kommen aus dem Bereich der Deutschen bzw. Schweizer KV.
Als offizieller Transportpartner der WM 2008 tritt Moby Lines auf. Der segelbesessene Besitzer der Fährlinie, Vincenzo Onorato (Farr 40 Weltmeister), hat keinen Moment gezögert und tritt als Co-Sponsor der WM 2008 auf.

Die Registrierung läuft von Mittwoch, 28. Juni bis Samstag, 31. Juni. Die Pre-Wolrd-Races finden am 29. + 30. Mai statt, am Samstag, 31. Mai werden „practice races“ gesegelt. Die Läufe der WM 2008 finden von Sonntag, 01. Juni bis Freitag, 06. Juni statt. Nach den Regatten werden am Abend jeweils die Laufsieger geehrt. Die Eröffnung und Begrüßung der Teilnehmer ist für Samstag, 31. Mai auf dem Programm, wo Günter Tzeschlock als IMCA Vorsitzender die Veranstaltung offiziell eröffnen wird – die Crew-Party mit Preisverteilung ist am Freitag, 06. Juni 2008.

Ich melde mich für das Wochenende ab und treib mich im SC Gothia bei der Berliner Meisterschaft der Sportboote rum. Also raus mit Euch auf das Wasser, viel besser als an diesem Wochenende kann das Wetter für Segler nicht mehr werden.

 

James Spithill & Team Ceeref gewinnt den Match Race Teil des RC 44 Austria Cup

RC44 Austria Cup 2008 - Photocopyright: GEPA-pictures.com
Photocopyright: www.GEPA-pictures.com

29.05.2008 - Gestern konnte kein einziges Match Race auf dem Traunsee gefahren werden. Der Wind spielte nicht mit und die Wettfahrtleitung zottelte mit den Racern über den See in der Hoffnung, irgendwo einen stabilen Windstrich zu finden. Heute hatte der Veranstalter mehr Glück und konnte innerhalb von 6 Stunden bei bestem Wind und Sonnenschein eine komplette Round-Robin Runde durchziehen. James Spithill gab heute keine einziges Match ab und holte sich damit den Sieg in dem ersten Teil des Austria Cup. Hoffen wir für die Zuschauer und die Segler, dass bei den kommenden Fleetraces der Wind so wie heute sich von seiner guten Seite zeigt.

 

BORIS HERRMANN HAT ES GESCHAFFT: PLATZ 2!!!

BELUGA RACER , Photocredit: Beluga-Racer.com
Photocredit: Beluga-Racer.com

29.05.2008 - Glückwunsch von uns allen an Anarchist Boris Herrmann, der heute Nacht mit seinem BELUGA RACER den verdienten Lohn für seine Anstrengungen eingefahren hat: Platz 2! in der Class 40 Wertung noch dem unangefochtenen Platzhirsch Soldini in diesem harten Solorennen über den Nordatlantik. Hier die Meldung auf der Website des TAT von heute morgen

At 01:09:47 GMT this morning on Day 19 of racing (Thursday 29th May), Boris Herrmann and Beluga Racer crossed The Artemis Transat finish line in Marblehead, USA, taking 2nd place behind Giovanni Soldini on Telecom Italia. Herrmann, who celebrated his 28th birthday yesterday, had held onto second place since Sunday evening and has been consistently in the front three since Day 9.

Beluga Racing completed The Artemis Transat in 17 days 12 hours 9 minutes and 4 seconds, averaging 6.99 knots boatspeed. Herrmann crossed the line just under 14 hours behind Telecom Italia. Shortly before crossing the finish line yesterday, Soldini paid the young German skipper a compliment in a brief call to the race office: “I told you before the start that the guy on Beluga would be dangerous!”

Dieses Lob aus dem Mund von Soldini braucht man wohl nicht zu übersetzen.

 

The Artemis Transat: Soldini gewinnt Class 40!

Giovanni Soldini claims victory in the Class40 onboard Telecom Italia
Credit: Matt Dickens/onEdition/The Artemis Transat

28.05.2008 - Giovanni Soldini hat mit seinem erst ein Jahr alten Proto Class40 Telecom Italia das Einhandrennen von Plymouth nach Bosten gewonnen. Heute um 11:11:27 GMT kreuzte der 42 Jahre alte Solosegler die Ziellinie des The Artemis Transat Rennen vor Marblehead, USA. Soldini führte das Rennen in seiner Klasse bereits nach der ersten Nacht auf See an und gab die Führung seit Lizard Point nicht mehr ab. Für seine Nordatlantikpassage benötigte der Italiener 16 Tage, 22 Stunden und 11 Minuten.

Für die deutschen Segelfans ist die sportliche Leistung von Boris Herrmann und seinem BELUGA RACER die Überraschung in dem Rennen. Boris Herrmann ist vielen bekannt durch seine Teilnahme am MiniTransat 2001. In den letzten Jahren war Boris in der 505er Szene hyperaktiv und sehr erfolgreich bei deutschen Meisterschaften, aber auch bei den letzten Europa- und Weltmeisterschaften legte er Top - Plazierungen hin. Mit seinem voraussichtlichen 2. Platz bei dem Artemis Transat setzt er eine neue Marke für einen deutschen Teilnehmer bei Offshore Einhandrennen.

 

Gardasee?

RC44 Austria Cup 2008 - Photocopyright: GEPA-pictures.com
Photocopyright: www.GEPA-pictures.com

27.05.2008 - Nee, andere Mütter haben auch schöne Töchter und deshalb tummeln sich die Teams der RC 44 Austria Cup seit heute auf dem malerisch gelegenen Traunsee in Oberösterreich. Hoffen wir, dass der Traunsee dem Gardasee nicht nur mit pittoresker Umgebung Konkurrenz macht, sondern sich auch bei dem Wind von seiner besten Seite zeigen wird. Bei dem heutigen Trainingsrennen konnten die Teams einen sich schon mal anschöne Thermik Während des heutigen Trainingsrennens konnten die Crews auf die Windverhältnis einschießen und ich hoffe, dass sie bis zum Ende der Regatta den See nur von seiner Zuckerseite einschließlich stabiler Thermik kennenlernen. Das Practice Race gewann Team Beecom, Isao Mita / Kelvin Harrap aus Japan, 2. wurde Team Banco Espirito Santo, Patrick de Barros / John Kostecki, aus Spanien. Markus Wieser und sein Sea Dubai Team wurde Dritter vor Austria Cro-a-Sail auf dem vierten Rang. Das kroatische Team geht bei dieser Veranstaltung fast als Lokalmatador durch, da es sich mit Christian Binder und Sylvia Vogl Spitzensegler aus Österreich an Bord geholt hat.

 

Record Runs: Anarchy macht sich breit!

ASSO 99 Stockmaritime - Photocredit: stockmaritime.com / Christoph Stöckl
Photocredit: stockmaritime.com / Christoph Stöckl

26.05.2008 - Gestern sind die Anarchisten über den Bodensee geritten, heute die nächste Meldung, in der es um einen Rekordbrecher Wettbewerb geht. Aus Hamburg haben wir die Info erhalten, dass die Fa. Stockmaritime eine H2H -  Challenge ins Leben gerufen hat. “Helgoland nach Hamburg”, besser Yachthafen Wedel, heißt die Aufgabe, die jedes Team mit einem geeigneten Segelschiff in eigener Verantwortung und nach Einschätzung der Wettersituation angehen kann. Und ganz offensichtlich ist auch eine  ASSO 99 für dieses Vorhaben geeignet, sofern ein PS-starke Rib als Begleitboot dabei ist. Eigner und Steuermann Hans Gente legte am 17.05.2008 mit seiner Crew auf der eher revieruntypischen ASSO “Stockmaritime” die Marke von 7 Stunden, 43 Minuten vor. Hier mehr Info von Silvan Dahl zu diesem Projekt:

Wir sind auch alle ein bisschen Segel-Verrückt und verrückt nach etwas anderen Aktionen. Deshalb hat unser Asso 99 Team mit der "stockmaritime" einen Benchmark auf der Stecke Helgoland-Hamburg aufgestellt. 7 Stunden 43 Minuten hat es gedauert, von Helgoland bis zum Hamburger Yachthafen in Wedel zu segeln. Ziel war es, für die Strecke endlich mal eine offiziell gemessene Zeit (i.d.F. ein GPS Tracker) aufzustellen, um eine Challenge zu entfachen. Auf die Idee gekommen ist Hans Genthe, unser Skipper und alter FD Recke - auch Ideengeber der Regatta "Die letzten Helden" (die meisten Meldungen von allen Elberegatten). Er hat auf dem Rückweg von der Nordseewoche immer wieder mitbekommen, dass sich einzelne Crews private Rennen auf dieser Strecke lieferten, das ganze aber nie irgendwie offiziell gemacht wurde.

Also haben wir hier ein Konzept für diese Rekordidee gestrickt und Hans Genthe hat mit seiner Asso 99 "stockmaritime" Crew eine zu unterbietende Zeit aufgestellt. Gleichzeitig hat stockmaritime.com einen Wanderpreis gestiftet und nun werden Herausforderer gesucht!

ASSO 99 Stockmaritime - Photocredit: stockmaritime.com / Christoph Stöckl
Photocredit: stockmaritime.com / Christoph Stöckl

Die Anarchie von Rekordstrecken jenseits des DSV scheint um sich zu greifen: Bodensee, Nordsee, Ostsee mit Fehmarn - Bornholm, vom Attersee weiß ich, dass solch ein Record Run für 2008 ebenfalls in der Mache ist, auf dem Vierwaldstätter See in der Schweiz gibt es bereits das Nessi Speed Race. Okay, vielleicht ist es an der Zeit, dass Thema bei uns im Club mal hochzuspielen und auf eine sportliche Alternative zum Rennen um das erste Weizen nach der Regatta zu drängen ....

 

UPDATE TAT: BORIS HERRMANN AUF PLATZ 2 !!!

The Artemis Transat: Boris Herrmann Platz 2_26.05.2008

26.05.2008 - Es wird nochmal ganz spannend bei dem TAT auf dem Atlantik vor der amerikanischen Ostküste: Boris Herrmann konnte sich von seinem Begleiter Thierry Bouchard auf der Mistral Loisirs – Pole Sante ELIOR lösen, als er auf einen nördlicheren Kurs abgebogen ist. Anarchist Boris hatte die richtige Entscheidung getroffen und dort mehr Wind als der Franzose im Süden erwischt. Als Ergebnis dieses Kurswechsels zog Boris auf und davon und hatte in der Spitze mehr als 60 nm Vorsprung auf Bouchard heraus gesegelt. Sein Rückstand auf den weiterhin führenden Spitzenreiter Soldini betrug nur noch  43 nm. Der Italiener steckte mit seiner Telecom Italia in einem Flautenloch fest und der Golfstrom tat sein Werk: VMG -2,0 kns gegen die Ziellinie - Jeder, der schon mal Regatta gesegelt ist, kennt dieses beschissene Gefühl, wenn man mit schlagenden Segeln rumdümpelt und man weiß, dass die Verfolger mit Wind heranstürmen ...

 

Hoch den Lappen: Kurs NORTH - West!

G-Force - Bodenseesprint 08 - Photocredit: Anarchist Umpire

25.05.2008 - Am Bodensee gibt es eine neue Regatta, und nein, es ist keine der berüchtigten Flautenveranstaltung auf dem schwäbischen Meer. Denn: Start ist immer dann, wenn es Wind hat!

Der „North-Sails Bodenseesprint“ funktioniert folgendermaßen: Wenn einem die Bedingungen geeignet erscheinen, schnappt man sich Boot und Crew und segelt entweder von Lindau nach Konstanz oder umgekehrt. Die Meldung gibt man per SMS eine Stunde vor es losgeht mit ORC-GPH-Wert und Segelnummer ab. Mit dem Fotohandy macht man dann Bilder mit der jeweiligen Landmarke querab und schickt diese dann via MMS an die „Wettfahrtleitung“. Die Zeit zwischen den geknipsten Fotos wird dann als gesegelte Zeit zur Berechnung via ORC herangezogen. Die Ersten werden dann im Herbst auf der Interboot geehrt und mit Wertgutscheinen von North-Sails Bodensee belohnt. Weitere Infos gibt´s unter www.northsails.de

Also wer am Bodensee eine ORC-Vermessung hat, sollte diese Gelegenheit nutzen, zumal das „Meldegeld“ ja überschaubar ist. Den derzeitigen Streckenrekord von 2 Stunden und 6 Minuten zwischen Lindau und Konstanz bei Nord-Ost-Wind hält übrigens ein Anarchisten-Team auf einer G-Force X-Treme 37, einem Reichel & Pugh Design. Also, wer packt die zwei Stunden-Marke? Oder auch 4 Stunden segeln und berechnet vorne?

Danke an Anarchist Umpire für Bild und Text, wir drücken Euch die Daumen für ein schnelles und sicheres Bodensee Rund-Um Rennen am 06.06.2008. Im Forum von SA.de fängt es an, richtig interessant zu werden, da dort auch das Boheei um die kastrierten Alt-AC-Cupper gewürdigt wird.

 

Loick Peyron gewinnt The Artemis Transat!

Loick Peyron im Ziel Bosten, Photocredit: Matt Dickens_/ onEdition_The Artemis Transat
Photocredit: Matt Dickens_/ onEdition_The Artemis Transat

24.05.2008 - Der Sieger beim TAT in der IMOCA 60 steht fest: Heute um 03:15:35 GMT kreuzte Loick Peyron mit der Gitana Eighty die Ziellinie vor Bosten, USA. Er ist jetzt der einzige Segler, er diese Regatta drei Mal gewonnen hat. Der Bretone legte die 2.982 Meilen lange Strecke über den Nordatlantik in 12 Tagen, 11 Stunden, 45 Minuten und 35 Sekunden zurück. In dieser Zeit ist die 2:30 Stunden Zeitvergütung eingerechnet, die Peyron durch die Regattaleitung für seine Hilfeleistung und Abbergung von Vincent Riou zugesprochen bekam. Mehr Infos findet Ihr auf der Website des Artemis Transsat

Gitana Eighty, Loick Peyron, Photocredit: onEdition_The Artemis Transat
Photocredit: onEdition_The Artemis Transat

 

The Artemis Transat - Boris, the Herrmann

TAT-Boris Herrman Platz 2, Photocredit: TAT
Photocredit: TAT

23.05.2008 - Das Artemis Transat bleibt spannend für die deutschen Segelfreunde: Boris Herrmann hat sich in den letzten Tagen mit seinem BELUGA RACER wieder heran gekämpt und belegt lt. dem letzten Positionsreport nunmehr wieder Platz 2 nach Spitzenreiter Soldnini! Drückt alle Anarchist Boris die Daumen, dass er weiterhin von Walen verschont bleibt und er weiterhin konzentriert sein Rennen zu Ende fahren kann. In der IMOCA 60 führt Loick Peyron mit der Gitana Eighty das Feld der verbleibenden 9 Yachten an und heizt mit knapp 14 kns auf das Ziel in Bosten zu.

Liveskipper-SailingAnarch.de - 33

Davon ist die virtuelle SailingAnarchy.de noch weit entfernt, aber Dank Powerrouter Christian haben wir uns nach einem vom mir verkacktem Start (Der Server war für mich in den ersten 20 min des Rennens nicht zu erreichen) und einer frühmorgendlichen Irrfahrt unter Autopilot wieder auf Rang 33 hochgearbeitet. Und jetzt hoffen wir, dass die im Norden vor Neufundland in die Nebelgrütze fahren und wir im Süden durchschlüpfen können ...

 

Nicht zu übersehen: Ein neuer Werbepartner

22.05.2008 - Wir freuen uns immer über Input aus der Segelszene, Feedback von unseren Lesern und ganz besonders über Email mit Zeilen wie diese: “Übrigens: sailinganarchy.de ist die beste deutsche Regatta Website!!!!!”

Unsere Werbepartner sehen das genauso und wir freuen uns, dass sich die CTM GmbH entschieden hat, SA.de in ihre Marketingstrategie einzubinden. Wer heute High Tech Regattaboote, egal ob Jolle, Sportboot oder Hochseeracer plant oder baut, der weiß, dass er bei CTM immer einen kompetente Ansprechpartner für sein Projekt finden wird. Inhaber Manfred Schreiber kann man zu Recht als Urgestein der deutschen Sportbootszene bezeichen, mit seiner Bull 7000 mischte er schon von 2000 in der ISRA mit. Derzeit gibt Manfred dem Einhandsegeln den Vorzug und klemmt sich im Winter in seinen DN Schlitten. Doch jetzt, da das Wasser wieder weicher ist, sieht man ihn im wahrsten Sinne des Wortes über den See fliegen:

MM im Flug, 2008,

Foiling Moth Manfred ist mit seiner Motte wieder an der Spitze der Entwicklung des Segelsportes aktiv, genauso wie er seit 1985 mit CTM und den Epoxyharzen von Gurit, besser bekannt unter der Markenbezeichung SP Systems, für beste Beratung und Materialien zur Herstellung von Bauteilen in Compositebauweise steht. Der Einsatz dieser Materialien zur Herstellung von hochfesten Bauteilen beschränkt sich nicht nur auf den Bootsbau. Überall dort, wo größter Wert auf leichte, aber hochbelastbare Bauteile gelegt wird, sind Epoxidharze, Gewebebahnen und Schaumwerkstoffe von CTM die erste Wahl der Konstrukteure. Aus diesem Grund ist der Einsatz dieser HighTech Produkte z.B. beim Bau von Luftfahrzeugen, Windkraftanlagen, Fahrzeugbau sinnvoll. Kurz gesagt, wer von Euch Anarchisten was zum Kleben, laminieren, versiegeln, oder spachteln braucht, ist bei CTM an der richtigen Adresse, also nutzt das Angebot und laßt Euch vor Eurem Kauf ausführlich beraten, gute Tipps & Tricks aus der Praxis gibt es umsonst dazu.

 

The Artemis Transat - Riou gibt PRB auf

PRB/ Vincent Riou, Photocopyright: Benoit Stichelbaut/ Effets Mer
Photocopyright: Benoit Stichelbaut/ Effets Mer

20.05.2008 - Heute früh meldete Spitzenreiter Vincent Riou einen Zusammenstoß mit einem großen Wasserbewohner. Er glaubt, dass er mit dem Kippkiel der PRB einen Hai in zwei Teile geschnitten hat. Eine erste Kontrolle zeigte keine größeren Schäden an dem Kiellager. Am Nachmittag stellte er aber fest, dass einer der Kiellagerbolzen verschwunden ist und die Finne nur noch durch den Hydraulikstempel des Kippkiels an seinem Platz gehalten wird. Riou hat daraufhin die Wettfahrtleitung darüber informiert, dass er das Schiff verlassen wird und um Hilfe gebeten. Loick Peyron wurde angewiesen mit seiner Yacht Gitana Eighty Kurs auf PRB zu setzen, um 17:25 stieg Riou an Bord der Gitana Eighty.

Mehr Infos findet ihr auf der Artemis Transat Website. Boris Hermann schlägt sich weiterhin hervorragend in der Classe 40 und liegt mit seinem BELUGA RACER aktuell auf Platz 3 der Wertung.

 

Mmh, lecker: Einheitsklasse und Trapez!

Joker EURO 2008,
Photocredit: CYC

19.05.2008 - Die Joker haben am vorletzten Wochenende ihre Karten auf den Tisch gelegt und auf dem Chiemsee schon recht früh für das Jahr 2008 ihren Europameister gekürt. Und das ist in diesem Jahr eine Frau! Glückwunsch an Kristin Wagner und ihre Crew vom Starnberger See zum verdienten Titelgewinn. Hier ein Bericht aus dem veranstaltenden Chiemsee Yacht Club:

Der Titel des Joker Europameisters wurde kanpp von Kristin Wagner an den Starnberger See entführt. Das Chiemseer Team Ownership-Hobart um Leopold Fricke hatte bis zur letzten Wettfahrt die Hand darauf, siegte, musste aber trotzdem den Gesamtgewinn abgeben.

Was für harte vier Tage der Chiemsee den Jokern präsentierte! Die kräftigen Segler der Joker-Klasse sind mit allen Wassern der Alpenseen gewaschen. Doch bei vier Wettfahrten an einem Tag wurden sie mit ihren körperlichen Grenzen konfrontiert. Windbedingungen wie am Gardasee, brennende Sonne und harte Konkurrenz zehrten stundenlang an den Reserven.

Stets bei mäßigem bis starkem Ostwind startete Wettfahrtleiter Richard Brandl die Flotte von 24 Schiffen und knapp 100 Seglern südlich der Herreninsel. Acht Vollwettfahrten wurden dann an den ersten drei Regattatagen benötigt, um den Europameister für 2008 zu definieren: Kristin Wagner, Olympiateilnehmerin im Yngling vom Starnberger See, mit "Kicker" Schäfer, Mucki Binder und Dr. Gusti Trimpl. Schon die letzten Jahre waren sie im Joker bei mindestens jeder zweiten Wettfahrt Sieg-Garanten gewesen - so auch hier wieder große Favoriten.

Mit Georg Kartini (Steuermann Andreas Kunze), Hans Jürgen Koch - jeweils vom Chiemsee Yacht-Club - und dem bisherigen Europameister Hubert Frenzer, vom Münchner Yachtclub, wußte Wagner drei schnelle und zähe Gegner am Start. Doch auch Leopold Fricke und Lenz Huber vom ausrichtenden Chiemsee Yacht-Club rüsteten sich, in die Kämpfe um den Titel einzugreifen. Die 49er Segler auf höchstem nationalen und internationalen Niveau motivierten ihre Sparringspartner, Nico Delle-Karth (Olympiateilnehmer für Österreich im 49er/ Peking) und Clemens Kruse (unterlegener Österreichischer 49er Olympiaaspirant). Eine Joker wurde von Schichtl&Pollerspöck bereitgestellt und von Sponsoren unterstützt. Das Team Ownership-Hobart hatte Chancen! Doch die Vorbereitungszeit war kurz. Nur einmal trainierten die vier Joker-Unerfahrenen vor der ersten Wettfahrt.

Joker EURO 2008, Photo: CYC
Photocredit: CYC

Dementsprechend zeigte die Tendenz aber steil nach oben. Als Profis setzten sie einen genialen Start nach dem anderen, doch verloren dann Boden. Kristin Wagner holte immer wieder auf. Und auch am zweiten Wettfahrttag, als sich das Schauspiel nur noch auf Fricke und Wagner konzentrierte, überholte Wagner jedesmal mit ein paar zehntel Knoten schneller unter Spi raumschots. Der Spi der Crew Ownership-Hobart hatte ein ausgeleiertes Liek und somit war eine Ursache bald gefunden, musste aber trotzdem irgendwie kompensiert werden, was erst in den letzten Wettfahrten gut gelang. Die Punkte standen 7 (Wagner) zu 9 (Ownership-Hobart). Fricke musste gewinnen und seine Konkurrentin auf Platz vier verweisen. Der Sieg gelang, das Boot war endlich auch raumschots schnell. Doch Kristin Wagner kam direkt hinter ihnen auf Platz zwei ins Ziel und gewann somit mit 9 zu 10 Punkten (je weniger Punkte, desto besser).

Das restliche Feld war zu Statisten verdammt. Doch nicht untätig. Jede Bahnumrundung war eng und auf Grund der hohen Geschwindigkeiten wunderten sich die Vorschoter nach harter Arbeit im Boot jedesmal, wie ihr Steuermann dem Gewühl entkommen konnte. Deckung des direkten Konkurrenten sah man nur bei Ownership-Hobart, die klar ihren Gegner Kristin Wagner kannten. Wagner hingegen konzentrierte sich wenig auf Fricke, sie war einfach schnell genug.

In der sechsten Wettfahrt gabe es zweimal einen allgemeinen Rückruf. Die Starlinie war leicht schräg und das Startschiff bevorzugt, so dass das Feld sich einfach zu sehr auf dieser Seite drängelte. Sonst gabe es trotz oder wegen hochkerätigem Schiedsgericht Uli Fischer, Gernot Schreiber und Günter Reiter keine Proteste oder Streitereien auf dem Wasser. Ein Zeichen dafür, dass alle ausgelastet mit ihren eigenen Problemen waren. Die Regatta mit zehn einheimischen Teams vom ausrichten Chiemsee Yacht-Club kam hauptsächlich zu Stande, weil diese zusammen eine Finanzierung aufstellten und die Flottenmitglieder, allen voran Koch Membrane, Fritz Baustoffe und Schichtl&Pollerspöck, kräftig halfen.

Und Frankie, ein kleines, wehmütiges Ziehen in der Brust, obwohl Deine Joker schon so lange weg ist? Hier die Ergebnisliste der Euro und noch mehr Photos auf der Website des CYC.

 

TP 52 MedCup - Alicante Trophy

TP52, Alicante 08, Photo copyright Pierre Orphanidis / Valencia Sailing
Photo copyright Pierre Orphanidis / Valencia Sailing

18.05.2008 - Die TransPac 52 hat sich zu DER Box-Rule Klasse im Profisegeln entwickelt. Im Mittelmeer wurde mit dem AUDI MedCup Curcuit eine hochklassige Rennserie auflegt, in der Harm Müller-Spreer als Eigner mit der brandneuen PLATOON um das Silber mitsegeln will. Und die Voraussetzungen dafür sind gut: Mit AUDI und adidas sind zwei potente deutsche Sponsor in das Projekt eingebunden, Teamchef Jochen Schümann und ein großer Teil des deutschen Americas Cup Team Germany, z.B. Matti Paschen, Tim Kröger, Toni Kolb, machen die Verbindung zwischen TP52 und AC deutlich. Seine erste Regatta beendete die PLATOON powered by Team Germany auf dem 5. Platz und wir hoffen, dass die Ergebnisse der letzten zwei Wettfahrten (4.+3. Platz) die Richtung für die nächste Regatta ab dem 2. Juni in Marseille vorzeichnen.

TP52, Alicante 08, Photo copyright Pierre Orphanidis / Valencia Sailing
Photo copyright Pierre Orphanidis / Valencia Sailing

Wir bedanken uns bei Pierre Orphanidis von Valencia Sailing für diese Bilder und seine Erlaubnis, sie hier zu verwenden.

 

Noch ein tapferer Kämpfer im Ziel

SEB1 Jever, Rund Skagen 2008, Photocredit:  speedsailing - martin kringel
Photocredit: speedsailing - Martin Kringel

17.05.2008 - Von der SEB1 Jever, die als drittes Schiffe die Ziellinie in Kiel erreicht hat, haben wir diese Bilder erhalten. Und die netten Zeilen wollen wir Euch auch nicht vorenthalten:

Hier ein paar Bilder von uns an Bord "SEB 1 JEVER", die während Rund Skagen entstanden sind. Kannste gern was von hochladen falls Du Lust hast...Mach(t) weiter so! Friesisch herbe Grüße aus Rostock!

Machen wir gerne und weiter viel Spaß beim Speedsailing auf Nord- und Ostsee.

SEB1 Jever, Rund Skagen 2008, Photocredit:  speedsailing - martin kringel
Photocredit: speedsailing - Martin Kringel

 

First Ship Home

FSH Pantenius Rund Skagen 2008 Calpyso, Photocredit: Nordseewoche / Hinrich Franck
Photocredit: Nordseewoche / Hinrich Franck

16.05.2008 - Jetzt gibt es auch ein Bild von den Gewinner des Pantaenius Rund Skagen 2008: Hier die Calypso, die zu Beginn der Saison für einigen Wirbel bei uns im Forum sorgte. Der Eigner und die Crew scheinen das Boot immer besser in den Griff zu bekommen und wir sind gespannt, was das Boot in diesem Sommer noch alles reißen wird.

 

Rund Skagen 2008: Länge läuft

Start zu Rund Skagen 08, Photo: Nordseewoche/ Marcus Krauß
Start zu Rund Skagen 2008, Photocredit: Nordseewoche/ Marcus Krauß

15.10.2008 - Anarchist Pussy Galore meldet sich aus der Sailing City Kiel und versorgt uns mit folgender Neuigkeit:

MISSION ACCOMPLISHED! Kieler Maxi Crew hat es zurück in den Stall geschafft! Nachdem beim Einchecken die Regattaleitung via Lichtbildvergleich sich versichern konnte, dass auch jedes Crewmitglied brav und trocken angekommen ist, wurden den Helden um Gerd Claussen die Ehren des First-Ship-Home-Awards zu Teil.

Die zweitplatzierte Scho-Ka-Kola konnte mit ihrem Zieleinflauf dann beweisen, dass Rumpflänge anhand von Minuten mit der Zielzeit korreliert. Schlappe 30 Minuten länger hatte die knapp 30 Fuß kürzere R/P Sloop für die rund 500sm benötigt.

Wir wissen ja, dass die Pussy ein scharfes Auge auf die Calypso und ihre Besatzung hat, aber Ehre, wem Ehre gebührt und unseren Glückwunsch an Eigner und Crew zu ihrer Leistung in dieser Schwachwindwettfahrt. Nur 30 Minuten nach der Calypso kreuzte um 18:33:39 die Scho-Ka-Kola die Ziellinie, gefolgt von der JEVER (ex SEB1) um 19.48.11 Uhr als drittes Schiff im Ziel. Mehr findet ihr auf der Website von der Nordseewoche

Und hier noch was von der Pussy, die ihre neugierige Nase für uns in alle Ecken reinsteckt:

Boatporn 08 - Pussy

Danke an Pussy Galore und nein, leider gibt es nichts zu gewinnen, freut Euch einfach an etwas Boatporn zum Wochenende.

TAT08- Boris Herrmann Platz 2, Screenshot: The  Artemis Transat
Screenshot: The  Artemis Transat

Und noch ein Anarchist sorgt für Begeisterung in der deutschen Segelszene: Boris Herrmann liegt beim The Artemis Transat mit seiner Classe 40 Beluga Racer auf dem 2. Platz! Am Wochenende wird es richtig kniffelig für die Teilnehmer, der Veranstalter gibt für 36 Stunden keine Positionsmeldungen der Boote raus. Die Teilnehmer werden für diese Zeitspanne gewissermaßen in eine Zeitmaschine gesetzt und dürfen sich wie die Segler vor 30 Jahren fühlen, als es noch keine Satellitenkommunikation und Wetterrouting von einer Landcrew gab.

 

Nordseewoche - Rund Skagen

NSW08 - Be Happy - auf der Elbe; Photo: Nordseewoche / Hinrih Franck
Photocredit: Nordseewoche/Hinrich Franck

14.05.2008 - Im Forum wird schon über die spröden Norddeutschen gemosert, die anscheinend keine Zeit oder Lust oder beides haben, die übrigen Anarchisten mit Infos über die gerade beendete Nordseewoche 2008 auf dem Laufenden zu halten. Aber ich will hier Anarchist Sailingklaus in Schutz nehmen, er hatte mir was zugemailt, aber ohne Bilder wollte ich es eigentlich nicht auf die Site bringen. Doch bevor es im Forum noch heftiger wird, hier seine Kurzberichte vom Fuselfelsen:

Unsere ersten Regatten waren recht erfolgreich. Naja, also die Sundowner Regatta von Cuxhaven nach Helgoland war herrlich. Leichte Winde, fast nur Spi, Start mit Strom von achtern unter Code0, erstes Schiff über die Line und drittes im Ziel; am Ende dann zwar nur den 4. Platz aber immerhin, alles hat funktioniert, sowohl das Boot als auch die Mannöver.

Am Samstag dann die beiden Dreiecke der Early Bird Serie eher mühsam für uns. irgendwie lief die Gurke nicht, wir haben beim Strom nicht aufgepaßt.... naja, eher schlappe Ergebnisse. Dafür war dann Rund Helgoland nach etlichen Startverschiebungen wg. zu wenig und drehendem Wind und einigen nicht nachvollziehbaren Rückrufen seitens der Wettfahrtleitung eben nicht Rund Helgoland, sondern ein etwas größeres Dreieck vor der Düne, aber sehr anspruchsvoll. War eben auch wieder extrem leichtwindig und strömend, so daß die Felder immer lustig über die Linie gedrückt wurden, wenn sie nicht aufpassten. Jedenfalls lief's bei uns deutlich besser. Wir haben das Boot auf Speed bekommen, auf Dreher und Tide geachtet und schwupps, 3 min berechnet vor dem 2. Platz (was gesegelt ca. 16(!) min waren bei etwas über 2 Std. Dauer ganz OK. Und die beiden nagelneuen Sailing Island Pogo40 kamen gar nicht in Gang. Gesegelt 26 min nach uns im Ziel. *Grinz* ...

Heute nun die übliche vor Rund Skagen Hektik, dies und jenes anbauen, einkaufen, einräumen, dem Eigner klar machen, daß man tatsächlich auch so überflüssige Gewichte wie Trinkwasser an Bord laden muß usw... Immer noch herrlichster Sonnenschein (Gruß an die Balearen!) und bis auf weiteres schwachwindig aus irgendwas aus Nord. Also Leichtwindkreuz auf die Nordsee, was taktisch irre spannend ist aber auch ein gehöriges Maß an Geduld benötigt. Soviel erstmal von hier, muß an Bord, sonst gibts Mecker, Bilder (& Filmchen) kommen Ende kommender Woche, in diesem Sinne, Klaus INSCHALLAH VI

Und zu dem noch laufenden Rund Skagen Rennen von Klaus heute eine E-mail per Mobilfunk. Das Rennen kann im Internet per Fleettracker verfolgt werden, also mitfiebern online ist möglich!:

Diesmal hat es Rund Skagen echt in sich. Nicht wegen Sturm, sondern wegen schwacher Winde und diversen Windfallen im Kattegatt.

Wir sind heut nachmittag mal kurz vor Frederikshavn stehen geblieben, nachdem wir es zuvor noch geschafft hatten die BANK VON BREMEN nahezu einzuholen. Dann fuhren die wieder und wir parkten für fast 2 Std. Das kann man sich nicht mal mit dem Sponsor Rum schön trinken. Inzwischen, ca. 20h am heutigen Mittwoch fahren wir bei fieser Welle unter dem großen Gennacker Richtung Großer Belt, ILVITELLO in Sichtweite in Lee knapp achteraus. Strom von vorne, daher die fiese Welle bei der ich das Gefühl nicht los werde, daß uns doch noch was um die Ohren fliegt. Spannend jedenfalls bleibt es und die kommende Nacht wird einiges entscheiden. Wenig Wind, Strom im Großen Belt, da hat man schnell was gewonnen, noch schneller viel mehr verloren. Stimmung ist aber dennoch prima, auch wenn die Flaute viel Nerven gekostet hat.

Der Start jedenfalls war große Klasse. Mit Strom & Wind von hinten, am Bb. Ende der Linie Gennacker hoch und weg vom Feld. Die haben sich netterweise zu einer großartigen Trombose gegenseitig hochgeluvt und uns die Tür aufgemacht, so daß wir mit der VOR 60 JEVER (eine ex-SEB) und der CALYPSO (ja, sie ist am Stück, alle an Bord wohlauf, entgegen vieler Unkenrufe in einschlägigen Forenthreads...) quasi ca. 1. Schiff an der ersten Leetonne waren. Danach haben die Großen erstmal die Nordsee leer und ihre Ballasttanks vollgepumpt und waren weg. Soviel erstmal live von Bord der INSCHALLAH VI (auf der es inzw. aussieht, wie auf nem U-Boot nach 2 Monatiger Feindfahrt (und auch in etwa so riecht). Klaus

 

Feierabend für Iehl & Co ...

MRG08, Iehl & Co, Siegesfeier, Photocopyright: Felix Aue
Photocopyright: Felix Aue

13.05.2008 - Nicht nur Kreuzberger Nächte sind lang, auch in Langenargen wußte der Sieger des Match Race Germany 2008 und seine Crew die Nacht zu nutzen. Aus sicherer Quelle haben wir erfahren, dass alle richtig gut drauf waren und gefeiert haben, bis es im Zelt nichts mehr zu trinken gab. Es war garantiert die feucht fröhlichste Siegesfeier, die es in Langenargen in den letzten 5 Jahren gab.

MRG08, Iehl & Co, Siegesfeier, Photocopyright: Felix Aue
Photocopyright: Felix Aue

 

Volles Programm am Wochenende

imoca 60 fleet dockside -Photocredit:  Matt Dickens/ OnEdition
Photocredit: Matt Dickens/ OnEdition

11.05.2008 - Wo anfangen? Okay, heute Mittag fällt in Plymouth der Startschuß zum ARTEMIS Transat Rennen: One man, one boat. The ocean! Was im Jahr 1960 mit 5 Teilnehmer mit Yachten zwischen 21,5 ft bis 40 ft Bootlänge begann, entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einer der härtesten Einhandregatta der Welt. Gegen den Wind über den Nordatlantik zur Ostküste der USA. Morgen gehen 13 High-Tech Yachten in der IMOCA 60 Klasse in das Rennen und welch ein Unterschied zu den Teilnehmerbooten aus dem Premierenjahr: Carbonmasten statt Alu und Holz, GPS statt Kompass und Sextant, Satellitenfunk, Wetherrouting und Autopiloten statt Langwellenradio und zum Teil selbstgebastelten Windfahnensteuerungen ... Aber immer noch kommt es auf den Willen und die Erfahrung der Seglerinnen und Segler an, wie man diese Härteprüfung für Material und Mensch übersteht. Das Teilnehmerfeld ist gespickt mit den Topleuten der Klasse und es fällt schwer, einen Topfavoriten zu benennen. Vincent Riou, Marc Guillemot und Sébastien Josse können das Rennen gewinnen, aber auch die anderen Teilnehmer u.a. Michel Desjoyeaux oder Loick Pryron haben die Chance, am Ende in Bosten ganz vorne zu landen.

Beluga Racer, Photocredit: Beluga Offshore Sailing Team
Photocredit: Beluga Offshore Sailing Team

Neben den Open 60 ist auch die Classe 40 am Start: 11 Boote umfaßt das Teilnehmerfeld in dieser “Low-Budget-Klasse” (was heißt, dass man einen mittleren 6stelligen EUR Betrag für eine seriöse Kampagne einplanen sollte). Und hier ist mit Boris Hermann ein Deutscher am Start! Nach MiniTransat 650, Dickschiff und 505er hat er jetzt mit der BELUGA Reederei einen Sponsor gefunden, der ihn bei seinem nächsten Schritt in das professionelle Hochseeregattasegeln unterstützt. Wir drücken dem Anarchisten Boris die Daumen für das Rennen und wünschen ihm und seinem Beluga Racer eine sichere und schnelle Reise über den großen Teich. Und wer es noch nicht gefunden hat, auf Spiegel Online kann man heute einen ausführlichen Bericht zu Boris und dem Artemis Transat lesen.

Und wir haben für Sailing Anarchy.de wieder unseren virtuellen Open 60 aufpoliert und gehen in der “Sesselpubser und Besserwisser Klasse” auf LiveSkipper an den Start. Und wie immer brauchen wir Hilfe beim Steuern der Anarchistenschüssel. Wer Zeit und Lust hat, sich die Tage und Nächte um die Ohren zu hauen, schickt mir bitte eine E-mail und schon geht der Login raus. Und Jungs & Mädels, wir haben einen Ruf zu verteidigen: Im BWR haben wir den 9. Platz von über 3.000 Teilnehmern gemacht, also schlagt Euch mal an die Brust und mitgemacht.

Nordseewoche 2008, Photocredit: Nordseewoche/Hinrich Franck
Photocredit: Nordseewoche/Hinrich Franck

Seit gestern läuft die Nordseewoche in der deutschen Bucht um Helgoland und hier die Pressemitteilung zu dem ersten Regattatag:

Beste Stimmung auf Helgoland. 140 Yachten haben sich nach den Zubringerregatten im Hafen der Hochseeinsel versammelt. Die Early Bird Serie begeisterte als Novum und das sommerliche Wetter sorgte für allseits gute Mienen. „Ilvitello“ und „Pyleia“ siegten in der neuen Serie für ambitionierte Crews. Am Sonntag startet die Regatta BHF Bank Cup Rund Helgoland.

Sonne satt und leichter, achterlicher Wind brachte die Flotte der Hochseesegler am Freitag mit der „Sundowner-Regatta“ und am Sonnabend mit den Zubringer-Regatten von Cuxhaven, Bremerhaven, Wilhelmshaven und Hallig Hooge auf den roten Felsen. Vor der Hafeneinfahrt wurden die Crews traditionell mit einem zünftigen Schluck Mount Gay Rum begrüßt, bevor es daran ging einen Platz in dem übervollen Hafenbecken zu finden. Das übliche Gedrängel der gut 140 Yachten sorgte für ein buntes Bild und begeisterte die vielen Besucher, die zu Pfingsten auf die Nordseeinsel gekommen sind. Wettfahrtleiter Stefan Lehnert freute sich über den bisher guten Verlauf der Nordseewoche. Zwar musste aufgrund der Wetterlage die Zubringerregatta von Bremerhaven und Wilhelmshaven nach der Hälfte der Strecke abgekürzt werden, doch insgesamt war die Resonanz der teilnehmenden Yachten durchweg positiv. Mit einer begeistert aufgenommenen Wettfahrt in den Sonnenuntergang gab die neu eingeführte Early Bird Serie ihren Auftakt.  Die zehn teilnehmenden Crews nahmen bereits am Freitagabend Kurs auf Helgoland. Zwei zu segelnde Dreiecke am folgenden Tag boten dann den ambitionierten Seglern bei bestem Segelwetter die Möglichkeit ihr taktisches Segeln unter Beweis zu stellen. „Man konnte bereits auf der Startkreuz sehen, wer das Strömungssegeln beherrscht“, erklärte Lehnert. In der Gesamtwertung konnte die Flensburger Comet 45 S „Ilvitello“ von Christoph Avenarius in der Gruppe ORC Club1 die Serie für sich entscheiden, während in Gruppe ORC Club 2+3 die Bremer One Off „Pyleia“ mit Eigner Matthias Bröker den Gesamtsieg erzielte.

Nordseewoche 2008, Photocredit: Nordseewoche/Hinrich Franck
Photocredit: Nordseewoche/Hinrich Franck

Neu war auch die Zubringer-Regatta von der Nordfriesischen Insel Hallig Hooge, die „Rebel“ von Harry Diedrichsen vor den beiden Konkurrenten für sich entscheiden konnte. Frank Botter freute sich über das große Interesse an der Nordseewoche. Der Bürgermeister der Gemeinde Helgoland sieht in der Regatta eine große Chance die Insel zu präsentieren. Gleichzeitig hofft der waschechte Helgoländer zukünftig auch die europäischen Nachbarn für eine Teilnahme motivieren zu können. „Ich sehe die Nordseewoche als eine großartige Möglichkeit die Insel Helgoland auch über die Grenzen hinaus bekannt zu machen“, so Botter.

Die beliebte hanseboot Regattaparty in der Nordseehalle wurde dann am Abend für alle Segler und Besucher zu einem vollen Erfolg. Am Sonntag starten die Segler zum BHF Bank Cup Rund Helgoland und am Montag geht es auf die hanseboot Acht, sowie nachmittags an den Start zur Langstrecke Pantaenius Rund Skagen.

 

MRG 2008 - Die ersten bleiben auf der Strecke ...

MRG08-Oscar Dannström, Photocredit: Tobias Störkle
Photocopyright: Tobias Störkle

10.05.2008 - Das Match Race Germany 2008 hat die Round Robin Runden abgeschlossen und hier der Bericht von Anarchist Umpire zum zweiten Tag der Veranstaltung. Danke an ihn und Photograph Tobias Störkle für die ungefilterten Infos aus der beinharten Welt der Profisegler :

Die Anforderungen eines Grade 1 Match Race fordern Opfer: Hier beispielsweise der für das Team Alandia um Staffan Lindberg (FIN) segelnde Oscar Dannström, beim Versuch im Presseoffice einen „Kaffee“ zu ergattern, nachdem seine Mannschaft heute im Round Robin B ausgeschieden war. Dabei scheint es für Oscar auch kein Trost gewesen zu sein, dass noch drei weitere Teams den Einzug in die Viertelfinale verpasst haben, unter Ihnen die Shosholoza-Equipe um Vorjahressieger Paolo Cian.

MRG08- Tag2, Photocopyright: Tobias Störkle
Photocopyright: Tobias Störkle

Ebenfalls zum Zuschauen verdammt sind die Schweizer um den schwer grippegeplagten Eric Monnin, sowie der am weitesten angereisten Segler Adam Minoprio aus Neuseeland. Er verlor sein letztes Match um Haaresbreite gegen den Franzosen Damien Iehl, der mit dem Navigator des UI Team Germany , Philippe Mourniac, an Bord sich als Letzter den Einzug in die Zwischenrunde sicherte. In der Round Robin B konnte sich doch noch der Weltranglistenerste Mathieu Richard qualifizieren, der am Donnerstag ja wenig erfolgreich gestartet war.

MRG08- Tag2, Photocopyright: Tobias Störkle
Photocopyright: Tobias Störkle

Nachdem am Vormittag die restlichen Rennen der Gruppe 1 sowie das Match Wieser-Williams (Gruppe 2) absolviert wurden, konnten sich die 6 Teams schon zur Mittagspause entspannen, die sich direkt für die nächste Runde qualifiziert hatten. Allen voran der Brite Ian Williams mit seinem Team, der ohne auch nur eine einzige Niederlage den ersten Teil der Wettfahrten hinter sich brachte. Für die Sail Offs haben sich also qualifiziert: Ian Williams, Mathieu Richard, Sebastien Col, Markus Wieser, Peter Wibroe, Jes Gram Hansen, Björn Hansen und Damien Iehl

MRG08- Tag2, Photocopyright: Tobias Störkle
Photocopyright: Tobias Störkle

Es spricht alles dafür, dass wir einen spannender Samstag auf dem Wasser erleben werden und SA.de wird ausführlich darüber berichten. Ob Markus Wieser seinem Vorsatz, die Sail Offs halbwegs nüchtern zu segeln, treu bleiben kann, wird sich noch zeigen. Eigenen Angaben nach kam er jedenfalls im letzten Jahr samt Crew erst um 6.00 h morgens aus der Disko im Schloss Montfort ;-) Aktuell aber geht der „Drunken Sailor Award 2008“ von Langenargen eindeutig an Oscar!

 

Shosholoza down!

Match Race Germany, Paolo Cian, Photocopyrigh: Tobias Störkle
Paolo Cian, Photocopyright: Tobias Störkle

09.05.2008 - Sailing Anarchy.de lebt von den Seglerinnen und Seglern vor Ort. Und dank Eurer Unterstützung können wir für die Anarchisten eine Veranstaltung wie das Match Race Germany mit Infos aus erster Hand begleiten. Danke deshalb an Anarchist Umpire für seinen Einsatz für uns / Euch vor Langenargen und Photograph Tobias Störkle für seine Bilder von dem ersten Regattatag:

 „Es wird dieses Jahr hart, denn das Feld ist sehr, sehr gut“ äußerte sich der Titelverteidiger des Match Race Germany, Paolo Cian (ITA) auf der gestrigen Eröffnungsgala in Langenargen. Wie hart es allerdings werden würde, dürfte der Steuermann des südafrikanischen AC-Teams jedoch so auch nicht gedacht haben, denn für Ihn war der 1. Tag der Rennen kein guter.

Match Race Germany, Peter Wilbro, Photocopyrigh: Tobias Störkle
Peter Wilbro, Photocopyright: Tobias Störkle

Gleich das Auftaktmatch in Gruppe 2 verlor er an Markus Wieser (GER), im 2. Flight unterlag er dem Dänen Peter Wibroe. Anschliessend  konnte er zwar gegen Damien Iehl aus Frankreich punkten, folgenschwer wurde für Cian jedoch das Match gegen den Neuseeländer Adam Minoprio: In der Vorstartphase versuchte Cian in einem riskanten Manöver aus einer Luv-Überlappung zu seinem Konkurrenten herauszukommen und verschätzte sich offensichtlich, was die Wendigkeit der Bavaria 35 Match anging, wodurch er mit seinem Bug die Mitte der Backbordseite seines Gegners hineinfuhr. Da äußerlich kein Schaden entstand, wurde das Rennen regulär fortgesetzt, aber wegen der Sofortstrafe nach der Kollision kam der Italiener erst spät über die Linie und konnte den Rückstand nicht mehr aufholen. Zudem erhielt er aufgrund des Vorfalls von den Schiedsrichtern noch eine Wertungsstrafe, womit sein einziger ersegelter Punkt  gleich wieder weg war. Bei seinem letzten Rennen des Tages musste er sich dann dem Weltranglistenzweiten im Match Race, Ian Williams geschlagen geben, welcher heute ohne Niederlage blieb und damit seine Favoritenrolle untermauerte. Williams´s Rennen gegen den einzigen deutschen Skipper des Events, Markus Wieser, musste wegen mangelhafter Windbedingungen abgebrochen werden und wird morgen nachgeholt.

In der Gruppe 1 kam es für den Weltranglistenführenden, Matthieu Richard aus Frankreich nicht viel besser als für Cian: In allen 3 Flights blieb er gänzlich ohne Sieg und ist damit momentan Letzter in seiner Gruppe. Björn Hansen (SWE), Seb Col (FRA) Staffan Lindberg (FIN) und Eric Monnin (SUI) konnten allesamt mit 2:1 Siegen bzw. Niederlagen den Tag beenden

Match Race Germany 08, Photocopyright: Tobias Störkle
Photocopyright: Tobias Störkle

Insgesamt waren die Winde sehr leicht, die Bedingungen aber trotzdem fair und für die nächsten Tage ist Mitveranstalter Eberhard Magg  (UITG) auch optimistisch, dass die Mannschaften und Zuschauer voll auf ihre Kosten kommen werden. Über das sonnige Sommerwetter in Langenargen dürfte sich jedenfalls niemand beklagen können, außer vielleicht ein paar Seglern mit einem längeren Vorabend, aber das wird dann noch extra zu berichten sein...

 

Frage - Antwort - Bericht: Das ist Sailing Anarchy!

SB3 Ostern Alster - Startseite, Photocredit:  Freundeskreis Meier
Photo: Freundeskreis Meier

08.05.2008 - Wie die meisten wissen, liegen mir die kleinen Racer sehr am Herzen. Am Montag bat ich deshalb die Anarchistenschar um Hilfe zu dem LASER SB³, der als Klasse in den Ergebnislisten bei der MAIOR - Regatta auftauchte. Meine Bitte wurde erhört und Jan-Philipp Meier aus Hamburg hat sich bei mir gemeldet. Vielen Dank an Philipp für seinen Beitrag zu Sailing Anarchy und Euch viel Spaß beim Lesen:

Zur MAIOR in Kiel kamen zum ersten Mal die Laser SB3 als OD-Klasse in Deutschland zusammen. Obwohl das Boot sich in anderen europäischen Ländern, insbesondere in England, größter Beliebtheit erfreut, wartet es in Deutschland noch auf seinen Durchbruch.

Zur MAIOR nur soviel: 15 Wettfahrten in vier Tagen waren anständig und haben eine Menge Spaß gemacht. Das noch kleine Feld der SB3 hatte schnell erkannt wer hier um den 1. fährt. Casper Dohse auf der Mulo und Saskia Hahlbrock auf der FixH lieferten sich bis zum letzten Tag packende Duelle. Doch auch die übrigen SB3-Teams durften mitspielen und die Platzierungen wurden teilweise erst auf der Ziellinie um wenige Meter entschieden.

Nun aber – dem Wunsch des Admin entsprechend – zum SB3. Wenn man ihn das erste Mal sieht, weiß man nicht so recht, ob das nun ein Kielboot oder doch noch eine Jolle ist. Sobald man aber drauf sitzt wird schnell eines klar – es ist ein echtes Sportgerät. Das Schiff wiegt insgesamt knapp über 600 kg, wobei 330 kg in der Bombe versteckt sind. Mit einer Länge von 6,15m und einer Breite von 2,15m ist man von einem Dickschiff noch weit entfernt. Selbst Melges24 und Platu25 wirken dagegen groß. Das maximale Crewgewicht liegt bei 270 kg. Die Spargel unter uns dürfen also auch zu viert los, ansonsten wird zu dritt gesegelt.

An der Kreuz lief der SB3 für mich überraschend gut. Ich war vor dem ersten Segeln davon ausgegangen, dass die Kiste zwar unter Gennaker ordentlich losgeht, an der Kreuz aber eher als langsam einzuschätzen ist. Das wurde bei der MAIOR widerlegt. Ab mittleren Winden konnten wir sogar mit der Melges24 (selber Start) gut mitfahren und kamen einmal gleichzeitig ins Ziel (und die hatten nicht auf uns gewartet). Die 330 kg bringen demnach auch ohne Hängegewicht (ein Ausreiten ist nach den Klassevorschriften nicht vorgesehen und auch nicht wirklich möglich) ausreichend aufrichtendes Moment.

Sobald man an der Luv-Tonne abfällt entfaltet der SB3 seine Stärke. Die dann 73 qm Segelfläche sorgen für ordentlich Vortrieb. Das macht sich bei wenig Wind dadurch bemerkbar, dass das Schiff sehr schnell anspringt, sobald man ein wenig anluvt. Bei mehr Wind darin, dass die Kiste extrem schnell ins Gleiten kommt. Spätestens ab 4 Windstärken wird dann dem Steuermann bewusst wofür die Fußschlaufen gedacht sind. Dann muss das Crewgewicht wie bei den meisten Gennakerbooten weit nach hinten, da man ansonsten Gefahr läuft in der nächsten Welle zu landen. Speedmäßig bin ich selbst bisher auf über 18 kn auf der Alster bei Windstärke 5 gekommen. Dann macht der SB3 richtig Laune.

Die Segeleigenschaften können sich also durchaus sehen lassen. Weiterer Vorteil ist das schnelle Auf- und Abriggen des Schiffes. Der Mast wird an Land über das Gennaker-Fall gestellt, dann ab an den Harken ins Wasser und nur noch den Hubkiel runter und los geht´s. Mit etwas Übung hat man den eingepackten SB3 in einer Stunde segelfertig im Becken und kann loslegen.

Insgesamt wird sich an dem SB3 jeder erfreuen der One-Design Segeln mag, keine Lust auf viel Schrauben hat und gerne im Surf über 15 kn kommt (und das für neu unter 30tsd inkl. Trailer). Das Angebot an Regatten in England und Italien ist bereits groß, nun bleibt nur zu hoffen, dass sich das kleine Sportgerät auch in Deutschland durchsetzt. Wer Interesse hat, den SB3 einmal zu segeln oder Fragen zur Entwicklung der Klasse hat, kann sich gerne bei Ferdi Ziegelmayer unter info@sail-laser.de melden.

Philipp (gesegelt auf der GER 3403 „Mola“)

Nochmal herzlichen Danke für den Bericht und das Bild, Glückwunsch an Caspar Dohse und seine Crew auf der MoLu (Mola, MoLu - ist das ein Insiderjoke oder was steckt dahinter?) zum Sieg in der ersten OD-Regatta in Deutschland und ich hoffe auf weitere Berichte aus der Klasse.

 

Randale in Kiel

Randale MAIOR 2008 - Gewinner B25, Photocredit: Randalesailingteam.de
Photocredit: Randalesailingteam.de

06.05.2008 - Statt sich zu revolutionären Maifestspielen in Kreuzberg und Friedrichshain zu treffen, sorgte die Berliner Crew um Steuermann Ingo Lochmann in diesem Jahr für Randale im beschaulichen Kiel. Und das ist den Segelfreunden aus der Hauptstadt gelungen: Mit klarem Abstand auf ihre Verfolger holten sie sich den Sieg in der Beneteau 25 Klasse. Hier ein kurzer Bericht von Taktiker Lutz Patrunky von dem langen Wochenende an der Ostseeküste:

Bei schwierigen Bedingungen gewinnt RandaleSailingteam aus Berlin gegen starke Konkurrenz die MAIOR-Regatta in der Platu 25 Klasse auf der Kieler Förde. Nach 15 Wettfahrten auf der Kieler Förde ging die Randale mit einem deutlichen Vorsprung von 10 Pkt. vor dem starken dänischen Team um Michael Casparij auf Garmin DEN-188 als erstes Boot durchs Ziel.

Vor dem letzten Tag hatte die für die Saison 2008 neu formierte Crew um Skipper Ingo Lochmann und Taktiker Lutz Patrunky, mit dem Pit Christian Lindemann, Trimmer Jens Steinborn und Bow Christian Maedel einen Vorsprung von 15 Pkt. Nach zwei konservativ gesegelten Läufen mit den Plätzen 5 und 6 beendete die Crew die Serie mit einem sicheren zweiten Platz im letzten Rennen. Damit war der Gesamtsieg sichergestellt.

Nächstes Ziel ist nun die Kieler Woche Ende Juni. Im Anschluß wird die Crew bei der Deutschen Meisterschaft in Warnemünde antreten, im August folgt ein Trainingslager zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in Griechenland vom 10.-20. September.

Weitere Informationen finden man im Netz unter www.randalesailingteam.de

 

Match Race Germany 2008

Match Race Germany - Logo, Copyright: Match Race Germany

05.05.2008 - Ab dem kommenden Mittwoch wird Langenargen am Bodensee der Schauplatz für das Match Race Ereignis dieses Jahres in Deutschland sein. Bis zum Pfingstmontag segeln dort bei der elften Auflage dieser hochklassigen Veranstaltung die besten Steuerleute in dieser Spezialdisziplin mit ihren Teams um den Sieg und das Preisgeld von ca. 30.000 EUR. Wer in der Nähe des schwäbischen Meer wohnt, sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen und die spannenden Kämpfe Boot gegen Boot live von der Uferpromenade aus mitverfolgen. Und ich brauche noch einen Anarchisten vor Ort für die Tagesberichte: Also, wer von Euch Zeit und Lust hat von dem  Presseboot das Geschehen auf dem Wasser hautnah mitzuerleben, der schickt mir bitte so schnell als möglich eine Email an info@sailinganarchy.de

 

Wünsch Dir was!

Gewinner MAIOR 2008 - X35 Klasse - STHIL, Photocredit : eXpresso Sailing Team
Photocredit : eXpresso Sailing Team

04.05.2008 - Seit dem 1. Mai wurde beim KYC die MAIOR Regatta gesegelt. ORC-i und Einheitsklassen waren am Start, hier die Ergebnisse auf der Site vom KYC. Christian Plump hat seine BELUGA ist aus ihrer Winterfolie befreit und gewinnt u.a. mit Markus Wieser, Matti Paschen, Leif Tom Loose an Bord die ORC-i (= vorher IMS) KLasse 1 vor der UNIQUE.

In der X-35 Klasse lieferte Steuermann Jörn Carstensen mit der STIHL einen Einstand nach Maß für den neuen Sponsor ab und gewann nach 11 Wettfahren mit deutlichen Vorsprung vor der CELOX von Achim Griese.

Gar 15 Wettfahrten lang vergnügten sich die Einheitsklassen Melges 24, J80, SB3, X79, X99 und Beneteau 25 vor Kiel. Die B25 stellte mit 17 Startern das stärkste Feld und der Berliner Ingo Lochmann räumte das Silber ab - Glückwunsch Ingo!

Ich bin mir nicht sicher, aber ich denke, dass der Laser SB3 bei der MAIOR seinen ersten Auftritt als Klasse bei einer Regatta in Deutschland gefeiert hat. In England, Irland und Frankreich ist das 3 - Mann/Frau Kielbootschon die am schnellsten wachsende OD- Klasse und in Kiel waren 5 deutsche Boote am Start. Kann mir mal bitte jemand von den Anarchisten vor Ort durchtickern, wie die Kiste läuft? Und weshalb tauchen da 4 Boote mit NRV als Club in der Ergebnisliste auf? Hat Ziegelmayer dem Verein ein so bestechendes Angebot gemacht, dass die Vereinsobern nicht mehr Nein sagen konnten?

 

Alles Neu macht der Mai!

01.05.2008 - Sailing Anarchy.de ist wieder Online und “Nein”, die Ursache für unsere Abwesenheit war keine bösartige Hackerattacke, keine Putzfrau, die eine Steckdose suchte und “Ja”, alle Rechnungen waren bezahlt. Die Erklärung für die 24 Stunden Einsamkeit ist viel brutaler: RIP - Das Mainboard des Server hatte sich aufgeraucht und damit war Schicht im Schacht. Ein dickes, fettes “Danke” an Anarchist Dr. Evil für seinen Einsatz, seit gestern Nachmittag rödeln nun neue Siliziumknechte für uns und ich nutzte diese Gelegenheit, um ein, zwei Veränderungen in den Internetauftritt von Sailing Anarchy einzubinden.

Die erste Neuerung habt Ihr hoffentlich bereits entdeckt: WERBUNG auf Sailing Anarchy! Ein lauter und aufdringlicher Hinweis an alle Unternehmen in der Wassersportbranche: Ab sofort ist Sailing Anarchy.de käuflich! Deshalb jetzt keine falsche Scham mehr, nutzt  diese Chance und bucht so schnell wie möglich einen Anzeigenplatz für Eure Werbung auf einer der besten Segelseiten im deutschsprachigen Netz und dann nichts wie ran an den Kunden! Also nicht lange zögern und sofort eine Email an info@sailinganarchy.de senden!

Wir freuen uns, dass sich die Fa. TORQEEDO entschieden hat, Sailing Anarchy.de als Plattform für ihr Marketing zu nutzten. Seit seiner Gründung im Jahr 2005 hat das Unternehmen die Entwicklung von Hochleistungselektromotoren und Lithium-Mangan Batterien für Boote  vorangetrieben. Die Elektroaußenborder von TORQEEDO sind eine lautlose, abgasfreie und schubstarke Alternative zu den alten, konventionellen Stinkern, die aus Wasser- und Umweltschutzgründen auf Binnenrevieren immer öfter die rote Karte gezeigt bekommen. In den nächsten Monaten werden wir den nur ca. 13 kg leichten TORQEEDO T801 ausführlich auf einem Regattaboot testen und darüber berichten. Einen Vorzug des Elektro-AB können wir aber bereits vermelden: Man kann das Gerät einfach auf den Rücksitz des Autos schmeißen, zum Club mitnehmen und keiner mosert einen hinterher wegen schmierigen Öl- oder Benzinflecken auf der Rückbank an.

Torqeedo  T801

Mit Werbung auf Sailing Anarchy.de haben wir den ersten Schritt gemacht und der zweite folgt sogleich: Aufgrund der Anfragen aus der wachsenden Anarchistenschar bauen wir wie die amerikanische Mutter einen “Classified” Anzeigenteil in die Struktur der Site ein. Das wird der Platz für Eure nichtgewerblichen Kleinanzeigen werden. Also, wer sich in eine neue, heiße Braut aus Carbon und Epoxyharz verguckt hat und deshalb sein altes, perfekt ausgestattetes und liebevoll gepflegtes Schätzchen in gute Hände abgegeben will, schickt uns einen kurzen Text und ein Bild per Email. Alles, was für weniger als 500,00 EUR angeboten wird, veröffentlichen wir kostenlos. Soll das gute Stück aber mehr als 500,00 EUR kosten, berechnen wir für die Anzeige bei einer Laufzeit von 3 Monaten einen Pauschalpreis von nur 25,00 EUR.

 

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