SA-Original
[Start] [Forum] [Archiv] [Was ist Sailing Anarchy?] [Impressum]

Austria Cup - Larry Ellison siegt im Match Race Teil

RC44 - Austria Cup 2010 - BMW-Oracle Racing  - Photocopyright: GEPA / Ralph Martin Fisher / RC44 Class
BMW-Oracle Racing - Photocopyright: GEPA / Ralph Martin Fisher / RC44 Class

30.04.2010 - Wettfahrtleiter Peter Reggio nutzt die Gunst der Stunde und zog am ersten Tag des RC44 Austria Cup 2010 mit 7 kompletten Flights ein wirklich volles Programm auf dem Wasser durch! Am Ende stand BMW-ORCALE Racing mit 5 Siegen an der Spitze der Ergebnisliste. Auf den Plätzen 2 und 3 folgten punktgleich mit jeweils 4 Siegen Team Aqua und Team Sea Dubai. Am zweiten Tag des Match Race Teil des Austria Cup knüpfte Markus Wieser mit seiner Crew an ihre gute Leistung vom Vortag an und besiegte im ersten Rennen den Americas Cup Gewinner James Spithill und dessen Team RC44 Challenge aus dem BMW-O Stall. Leider konnte Team Sea Dubai in den folgenden 3 Rennen nicht mehr an diesen Erfolg anknüpfen und sackte nach Niederlagen gegen Ceeref, No way back und Aqua von der geteilten Spitze schlussendlich auf den 5. Platz hinter dem punktgleichen Team No way back. Larry Ellision und sein Taktiker Russel Coutts verteidigten ihre Führung mit Siegen gegen Team Aqua und Islas Canarias Puerto Calero. Platz 2 ging an Team Aqua, die zwar punktgleich mit dem Gewinner des Match Race Teil des RC44 Austria Cup waren, aber ihr spannendes Match gegen BMW-ORACLE verloren hatten, und Team Katusha mit Paul Cayard auf Platz 3.

 

RC44 - Austria Cup 2010

RC44 - Trainingstag, Photocredit: GEPA / RC44 Class
RC44 - Trainingstag, Photocredit: GEPA / RC44 Class

29.04.2010 - Kurz vor 12:00 Uhr fiel heute Mittag der Startschuss für den RC44 Austria Cup 2010 auf dem Traunsee in Oberösterreich. Bei Sonnenschein, gutem Wind und glatten Wasser zeigte sich dieser Bergsee von seiner besten Seite. Leider lässt die Wettervorhersage eher schlechtere Segelbedingungen für die kommenden Tage erwarten. Kein Wunder, dass Wettfahrtleiter Peter Reggio die perfekten Windverhältnisse ausnutzen und heute so viele Flights als möglich durchziehen will. Und tatsächlich geht es Schlag auf Schlag und ohne große Pausen zwischen den 10 teilnehmenden Teams zur Sache. Als neuer Mitspieler steigt in Gmunden das Team RC 44 Challenge zu den Schwergewichten der Klasse in den Ring. Mit Americas Cup Gewinner James Spithill als Steuermann und Taktiker John Kostecki kann man dieses hochkarätig besetzte Boot aus dem BMW-ORCALE Racing Stall nicht als das B-Team von Larry Ellision bezeichnen. Aus deutscher Sicht besonders interessant ist das Abschneiden von Team Sea Dubai beim dieser von PROFS organisierten Segelregatta. Steuermann Markus Wieser zeigte beim Auftakt der RC44 Saison mit seinem Sieg im Match Race, dass er und sein Team in der Weltspitze mit segeln können. In Gmunden  wird der Hamburger Harm Müller-Spreer in dem Fleet Race Teil der Veranstaltung zeigen müssen, ob er seine Erfahrungen aus dem Drachen und der TP52 in das Sea Dubai Team einbringen kann. Und gespannt bin ich auch, ob Larry Ellision und Russel Coutts bei dieser Regatta mit ihren Americas Cup erfahrenen Steuerleuten und Teams endlich etwas konkreter werden, was ihre Vorstellung von einem fairen und für möglichst viele Syndikate offenen 34. Americas Cup ist.

 

Raus zum 1. Mai!

MAK 7 RACE - Photocopyright: SailingAnarchy.de
MAK 7 RACE - Photocopyright: SailingAnarchy.de

28.04.2010 - Während man sich in Berlin-Kreuzberg / Friedrichshain auf die schon fast traditionellen Mai - Krawalle vorbereitet, lädt im Westen der Hauptstadt die Firma Tactix Yachting Solutions ins bürgerliche Spandau ein. Im Rahmen der Nautica Berlin am 1. und 2. Mai präsentiert Lars Lensing-Hebben und sein Team die sportlichen Yachten vom Typ MAK 7 sowohl in der Crusing und Race Variante und die Nautica 450, eine sportliche Jolle aus unserem Nachbarland Polen, die in unterschiedlichen Rigg-Konfigurationen angeboten wird. Anläßlich des Umzuges in die neuen Geschäftsräume auf dem Gelände der Marina Lanke präsentiert Tactix erstmals die LINQ CQ6 in Berlin. Wir haben den knapp 6 Meter große Kippkieler aus Holland bereits im Januar 2009 in Düsseldorf entdeckt, vor 14 Tagen hat das Boot bei dem USB Sportboot Cup in Kreuzlingen seinen ersten Regattaauftritt am Bodensee und steht am kommenden Wochenende allen an Innovationen interessierten SeglerInnen für Besichtigungen und - nach Vereinbarung - zum Probesegeln zur Verfügung.

Linq CQ6 - Düsseldorf 2010 - Photocopyright: SailingAnarchy.de
Linq CQ6 - Düsseldorf 2010 - Photocopyright: SailingAnarchy.de

Wir bleiben an der Linq dran und hoffen, dass wir bald für Euch einen Bericht aus erster Hand zu Kippkiel, Hydraulik, Batterikapazität und vor allem Segelspass haben werden.

 

Da kann man leider nix machen ...

Warten auf Wind bei Sonnenschein, es gibt schlimmeres ... Photocopyright: Julius Domroes , Berlin
Warten auf die 5 kns Briese, die nie kam - Rupenhornregatta 2010 - Photocopyright: Julius Domroes

25.04.2010 - Seit Tagen verkündete die Windvorhersage für Samstag 3-4 Bft. aus Ost und Sonnenschein. Kein Wunder also, dass bei uns die Vorfreude auf einen perfekten Start in die Regattasaison 2010 von Tag zu Tag wuchs. Aber wie das mit der Vorfreude halt so ist: Je größer die Erwartungen, desto größer die Enttäuschung, wenn es nicht so kommt, wie es eigentlich kommen sollte. Schade, dass die Vorbereitungen des Klub am Rupenhorn nicht mit Wind belohnt wurden: Sonnenschein alleine macht Regattasegler nicht glücklich. Aber das der Wind nicht mitspielt, dass kann man keiner Wettfahrtleitung vorwerfen. Und ehrlich gesagt ist es mir lieber, wenn bei Windbedingungen, wie wir sie gestern auf der Großen Breite hatten, von der Wettfahrtleitung darauf verzichtet wird, mit einen Start für ein offensichtliches Schweinetreiben zu wagen. Die richtige Entscheidung an Bord des Startschiffes wurde um 14:00 mit “Bäng, bäng, bäng!” angezeigt und ab zu Freigetränken und Grill auf dem Klubgelände am Stößensee. Danke für die Bilder an Julius Domrose, von dessen Panoramakompositionen wir hier Ausschnitte verwenden dürfen.

Warten auf Wind bei Sonnenschein, es gibt schlimmeres ... Photocopyright: Julius Domroes , Berlin
Treiben bei kaum Wind aus allen Richtungen ... Photocopyright: Julius Domroes

 

L'oiseau amoureux

25.04.2010 - Erfreulicherweise verfügt ein Teil der Leserschaft von SailingAnarchy.de über einen kunsthistorischen Background, der darauf schliessen lässt, dass sie ihr schulisches Rüstzeug noch vor den Zeiten von Big Brother und Immigranten - Stadl erlangt haben. Danke für die Emails, die meine Wissenslücken über Niki de Saint Phalle, Nanas, Jean Tinguely und ihr künstlerisches Schaffen ab den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts teilweise geschlossen haben.

 

Bunter Vogel

Bunter Vogel - Photocopyright: Martin Kobel, Schweiz
Bunter Vogel - Photocopyright: Martin Kobel, Schweiz

23.04.2010 - Ich habe noch nicht raus bekommen, was für ein seltsamer Vogel am letzten Wochenende auf dem Gelände des Segelclub Murten im Kanton Freiburg die Opti-Kids und ihre Eltern und Betreuer bei der Punktemeisterschaft (= Ranglistenregatta?) unter seine Fittiche genommen hat. Aber wenn zu dieser Regatta 103 Boote gemeldet  werden, spricht das Bände über die sportliche Attraktivität der Veranstaltung und das Engagement des Vereins für diese Jugendklasse.

Punktemeisterschaft Optimist - Segelclub Murten 2010 - Photocopyright: Martin Kobel
Segelclub Murten 2010 - Photocopyright: Martin Kobel

Vielen Dank an den Photographen Martin Kobel aus der Schweiz dafür, dass er an uns gedacht und SailingAnarchy.de seine Bilder zur Veröffentlichung überlassen hat.

Segelclub Murten 2010 - Photocopyright: Martin Kobel
Segelclub Murten 2010 - Photocopyright: Martin Kobel

Ich habe Martin Kobel während des 33. Americas Cup in Valencia kennengelernt und es freut mich, dass er nicht nur ein gutes Auge und eine ruhige Hand bei seinen Aufnahmen von den Hauptdarstellern dieses durch Technologie geprägten Matches hatte, sondern auch den Spass am Segeln in den Gesichtern des Nachwuchses in ihren Optis entdeckt und  festgehalten hat.

Segelclub Murten 2010 - Photocopyright: Martin Kobel
Segelclub Murten 2010 - Photocopyright: Martin Kobel

 

CONTAINER gewinnt Palmavela 2010

Container - Sieger bei den Maxis - Palmavela 2010 - Photocredit: Nico Martinez
Container - Sieger bei den Maxis - Palmavela 2010 - Photocredit: Nico Martinez

22.04.2010 - In der letzten Woche konnte man auf SailingAnarchy.de lesen, dass die in 2008 bei Knierim in Kiel gebaute CONTAINER keine STP 65 mehr ist. Während des 33. Americas Cup hatten wir vor Ort die Info erhalten, dass während des Winterlager in Valencia an der Yacht gebaut wurde. Offenkundig hat Eigner Udo Schütz und sein Team um Steuermann Markus Wieser die richtigen Entscheidung hinsichtlich der Optimierung des Schiffes unter dem IRC Rating System getroffen. Bei der Hublot Palmavela 2010 siegte die CONTAINER in ihrer Klasse MiniMaxis Racer als auch MiniMaxi Overall. Heute traf bei uns die folgende Pressemitteilung zu dem Erfolg der CONTAINER ein, in der man weitere Infos zu den Gründen für den Umbau lesen konnte.

Udo Schütz schien zufrieden als seine „Container“ in der Minimaxi Klasse als Sieger der Palmavela 2010 am Steg des königlichen Yacht Club von Palma de Mallorca festmachte.  Der im Jahre 2008 von Judel Vrolijk gezeichnete 65 Fuß Racer wurde mit Schütz firmeneigener Wabentechnik Coremaster bei Knierim in Kiel gebaut, wo bereits zwei Jahre zuvor der erste deutsche Americas Cupper zu Wasser gelassen wurde.

Das war vor der Wirtschaftskrise, als man sich auf die neue „Box Rule“ Klasse mit dem Namen STP65 einigte und ein gutes Dutzend Bauherren die Realisierung ihrer Schiffe in Angriff nahm. Letztlich gab ein Grossteil seine Baupläne krisenbedingt erstmal auf. Die verbliebende STP 65 Flotte schloss sich so 2009 der Klasse der Minimaxis an, deren Yachten von 60 bis 72 Fuß allerdings der IRC Vermessungsformel unterliegen. Ein erheblicher Nachteil für die neuen STP’s. Denn die neue Container, die baugleiche Luna Rossa  vom italienischen Prada Americas Cup Team sowie die weiteren STP´s konnten im Feld der größeren IRC optimierten Minimaxis nur teils überzeugen!

LUNA ROSSA in Valencia - Photocopyright: SailingAnarchy.de
LUNA ROSSA in Valencia - Photocopyright: SailingAnarchy.de

„Unsere Boote passten einfach nicht richtig in IRC Formel. Nur bei über 12 Knoten Wind hatten wir eine Chance erfolgreich zu sein.“ so Udo Schütz, der bereits 1994 den Admirals Cup vor England gewann. „Wir haben uns deswegen zu einem Umbau entschieden, der sich offensichtlich ausgezahlt hat“, ergänzt  Container Steuermann Markus Wieser. Das Boot wurde verlängert, die Kielbombe  leichter gemacht und Kielfinne und Ruder wurden vergrößert. „Jetzt  sind wir in der Lage bei weniger Wind die zu schlagen, gegen die wir es im letzten Jahr sehr schwer hatten. Fehler dürfen wir aber immer noch keine machen. Mein Team hat sich zudem stark entwickelt und hier gezeigt, dass 2010 wieder mit Container zu rechnen ist“, so Schütz.

Als Taktiker war der Kanadier Ross Mc Donald neu an Bord und mit seiner Um- und Übersicht sofort ein echter  Zugewinn. „Wir haben gesehen, dass er analytisch und strategisch sehr stark ist. Ich konnte mich sofort auf ihn verlassen und entsprechend konzentrierter steuern“, freut sich Markus Wieser, der genau weiss, wie wichtig das Können eines jeden Einzelnen im Team ist, um in der Weltspitze zu bestehen.

Mehr Schwierigkeiten als mit der segelnden Konkurrenz hatte das Team hingegen mit der Frage, auf welchem Weg man mit Aussicht auf Erfolg die Heimreise antritt.  Und wahrscheinlich ging’s auch hier mit der Container für einen Grossteil der Crew auf dem Seeweg schneller zurück auf die deutsche Americas Cup Base in Valencia,  wo schliesslich der eigens gecharterte Reisebus in Richtung Deutschland bestiegen wurde.

 

UBS Sportboot Cup Kreuzlingen

UBS Sportboot Cup Kreuzlingen 2010 - Photocredit: Tobias Störkle
UBS Sportboot Cup Kreuzlingen 2010 - Photocredit: Tobias Störkle

20.04.2010 - Seit Jahren ziehen kurz nach Ostern die Sportbootsegler zum Bodensee, um bei der Segler Vereinigung Kreuzlingen ihre Saison zu beginnen. Bereits zum 10. Mal fand diese Regatta statt und hier der Bericht von Peter Fritschi, Sportchef der SVK, für alle, die leider nicht an dieser ausgezeichneten Regatta teilnehmen konnten. Danke auch an Tobias Störkle für die Photos von den Wettfahrten, die Appetit auf mehr machen. Wer weiß, vielleicht sind im kommenden Jahr auch mal wieder ein paar Boote aus Nord - und Ostdeutschland in der Schweiz dabei.

UBS Sportboot Cup 2010 - „ein voller Erfolg“ mit Melderekord und sehr viel Action auf dem Wasser vor Kreuzlingen/Bottighofen“ Der Sportboot Cup veranstaltet durch die Segler Vereinigung Kreuzlingen (SVK), auf dem Wasser unterstützt durch die Segler Vereinigung Bottighofen (SVB) unter der Leitung von Hans Wittich als Wettfahrtleiter, konnte auch dieses Jahr die Protagonisten vollends zufrieden stellen!

UBS Sportboot Cup Kreuzlingen 2010 - Photocredit: Tobias Störkle
UBS Sportboot Cup Kreuzlingen 2010 - Photocredit: Tobias Störkle

Die von den verschiedenen Wetterstationen für Samstag prognostizierte „leichte Bisenlage“ strapazierte zu anfangs die Nerven der Segler wie auch die der Wettfahrtleitung aufs äusserste; die Geduld wurde jedoch belohnt und gegen 15.00 Uhr begann die leichte Bisenlage ihre Zeichen auf dem Wasser zu setzen, so dass die Wettfahrtleitung rasch sämtliche Bojen ausbrachte und das Vorbereitungssignal zum ersten Lauf des „UBS Sportboot Cup’s 2010“ liess auch somit nicht lange auf sich warten. Dies zum Leid einiger weniger, welche sich während der Wartezeit auf dem Wasser etwas zu weit von dem Startschiff und der späteren Startlinie entfernten, so dass diese etwas zu spät zum ersten Start kamen!

UBS Sportboot Cup Kreuzlingen 2010 - Photocredit: Tobias Störkle
UBS Sportboot Cup Kreuzlingen 2010 - Photocredit: Tobias Störkle

Der Wind frischte fortlaufend auf, so dass am Samstagnachmittag zwischen 15.30 und 18.30 Uhr 3 super spannende Regatten durchgeführt werden konnten. 53 Boote mit knapp 200 Segler und Seglerinnen versuchten mit all ihrem Geschick die Segelmanöver so perfekt als möglich durchzuführen, doch bei etlichen Teams konnte man schnell feststellen, dass es noch sehr früh in der Segelsaison ist und man noch nicht so ganz auf die Abläufe an Bord, vor allem bei Wind um die 3-4 Beaufort, eingespielt war; somit gab es für unseren Profifotografen, Tobias Störkle, etliche schöne Bilder einzufangen! Während des anschliessenden Nachtessens in der Mehrzweckhalle von Kreuzlingen wurden auf Grossleinwand die besten „Pic’s of the day“ gezeigt; die Segler bekundeten die Aktionsbilder teils mit Beifall, teils auch mit grossem Gelächter, wenn es gelang einige unschöne und nicht ganz formvollendete Manöver zu zeigen.

UBS Sportboot Cup Kreuzlingen 2010 - Photocredit: Tobias Störkle
UBS Sportboot Cup Kreuzlingen 2010 - Photocredit: Tobias Störkle

Die Startbereitschaft am Sonntag wurde auf 10 Uhr angesetzt, die 200 Segler warteten alle im Hafen Seegarten in Kreuzlingen, bis dann so gegen 11.00 Uhr der Wettfahrtleiter die Boote aufs Wasser schickte; nach wiederum knapp einstündiger Wartezeit konnte der vierte Lauf der Serie gestartet werden, die wiederum „leichte Bisenlage“ war wirklich sehr sehr leicht was die stärke des Windes anbelangte und der Lauf musste kurzer Hand abgekürzt werden. Als der Wind dann immer mehr und mehr zugelegt hatte, so konnte der fünfte Lauf dieser Serie wiederum bei einem sehr konstanten Wind aus „Bisenrichtung“ gestartet und kurz vor 14.00 Uhr beendet werden. Die Regattaserie schloss mit insgesamt 5 Wettfahrten ihre Serie ab, die zahlreichen Boote, circa 80-90% auswärtige Segler, verlangten vom Hafenmeister (Ernst Zollinger) noch einiges an Arbeit bis alle Boote auf deren Trailer verladen und abfahrbereit im Hafen standen.

UBS Sportboot Cup Kreuzlingen 2010 - Photocredit: Tobias Störkle
UBS Sportboot Cup Kreuzlingen 2010 - Photocredit: Tobias Störkle

Die Siegerehrung begann um 16.30 Uhr und der Event konnte ein weiteres Mal um ca. 17.30 Uhr mit aller Zufriedenheit ihren Abschluss finden. Der ORC-Gesamtsieg ging an das Melges 24 Team „Ka Nalu Nui“ von Günter Tzeschlock (GER 640) auf dem sehr guten zweiten Rang behauptete sich das Team der „unicorno“ von Manuel Sauter, eine Esse 850; dritter Schlussrang ging an ein weiteres Melges 24 Team aus Bern, die „EFG Bank“, von Alain Stettler! Die Klassenwertung der „Melges 24“ Klasse konnte ebenfalls das Team um Günter Tzeschlock für sich entschieden, auf Rang 2 gefolgt von der EFG Bank von Alain Stettler, Rang 3 ging an das Team „Sonnenkönig“ gesteuert von Stefan Stäheli.

UBS Sportboot Cup Kreuzlingen 2010 - Photocredit: Tobias Störkle
UBS Sportboot Cup Kreuzlingen 2010 - Photocredit: Tobias Störkle

Die Klassenwertung der „Onyx“ Klasse wurde angeführt von dem Team „azzurra“ von Thomas Cantz (Designer dieser sehr erfolgreichen Sportbootklasse), gefolgt von Team „Silvia“ mit Corinne Meyer am Ruder und Team „GPS Technik“ von Ralf Plänkers.

 

Der Himmel über Berlin

Der Himmel über Berlin - Photocopyright: SailingAnarchy.de
Photocopyright: SailingAnarchy.de

18.04.2010 - Keine Wolke und erst Recht keine Aschewolke über Berlin. Statt dessen Ruhe am Morgen, Vogelgezwitscher zum Frühstück und ein blauer Himmel ohne jeden Kondensstreifen! So ähnlich müssen die legendären Sonntage in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts gewesen sein, als u.a. die Autobahnen während der Ölkrise wegen den Sontagsfahrverboten zu Fußgängerzonen wurden. Wir Segler wissen, dass wir von Wind und Wetter abhängig sind, wenn es um unseren Sport geht. Aber welche Auswirkung Wetter und Wind für einen selbst haben kann, wurde vielen Mitbürgern wohl erst in den vergangen Tagen mit der Sperrung der Flughäfen wg. Vulkanasche aus Island klar.

Match Race Germany - 2009 - Photo: Richard Walch
Photocopyright:  Match Race Germany / Richard Walch

Wir werden sehen, ob sich die Situation bis Pfingsten geklärt hat und die amtlich angeordnete Entschleunigung bis dahin beendet ist. Denn wie in den vergangenen Jahren hat Eberhard Magg und sein Team für das am 19. Mai beginnende Matchrace Germany auch in diesmal ein hochkarätiges Startfeld gewinnen können. Hier die aktuelle Pressemitteilung zur dieser in Deutschland einzigartigen Regatta:

Pünktlich zum Meldeschluss ist das erlesene Feld für das 13. Match Race Germany komplett: Angeführt von Weltmeister Adam Minoprio aus Neuseeland und Vizeweltmeister Torvar Mirsky aus Australien nehmen insgesamt zwölf Mannschaften aus acht Nationen Kurs auf Langenargen am Bodensee. Dort geht es für sie über Pfingsten beim Deutschen Grand Prix der World Match Racing Tour um Prämien und wertvolle Preise im Gesamtwert von rund 60.000 US$, wichtige Weltranglistenpunkte und viel Prestige in den Rennen, die erstmals live im Internet übertragen werden.

Das Segelspektakel der Superlative direkt vor dem Langenargener Ufer führt die besten Matchracer der Welt zum 13. Mal nach Baden-Württemberg. „Wir sind glücklich, können unserem Publikum wieder ein Weltklassefeld präsentieren“, sagt Veranstalter Eberhard Magg, „das Match Race Germany ist und bleibt ein Magnet für die internationalen Stars der Szene. Dafür danken wir auch unseren Partnern, die mit uns für den angemessenen Rahmen sorgen.“

Mit seinem Rekord von 15 Siegen bei Tour-Regatten zählt der Australier Peter Gilmour zum Favoritenkreis. Die graue Eminenz der Matchracer, der im Januar seinen 50. Geburtstag feierte, ist mit drei Weltmeistertiteln immer noch König in dieser Duelldisziplin der Segler. Gilmour gewann das Match Race Germany von 2004 bis 2006 dreimal hintereinander und will sich nach dem verpatzten Tour-Auftakt vor Marseille in deutschen Gewässern rehabilitieren.

Doch selten war der Kreis der Favoriten im Match Race Germany so groß wie in diesem Jahr. Steuermann Mathieu Richard zählt nicht erst seit seinem Sieg in Marseille dazu. Der sympathische Franzose kommt als Tour-Spitzenreiter und machte dem Bodensee schon vor dem Regattastart ein großes Kompliment: „Ich liebe das Revier. Insbesondere, wenn es sonnig ist. Die Bedingungen vor Langenargen sind aufgrund der leichten Windbedingungen oft hart, aber ich liebe es!“

Mit besonderer Aufgabe und der irreführenden aktuellen Weltranglistenposition 334 im Gepäck reist Jesper Radich an. Der furiose dänische Skipper hat einige Zeit pausiert, startet nun sein Comeback. 2003 triumphierte Radich zuletzt im Match Race Germany, ein Jahr später gewann er die World Match Racing Tour als jüngster Steuermann aller Zeiten.  Mit fünf Grand-Prix-Siegen liegt er in der ewigen Bestenliste der Tour auf Platz vier hinter Peter Gilmour (15 Siege), Russell Coutts (Neuseeland/6 Siege) und Magnus Holmberg (Schweden/6 Siege). Holmberg meldet sich mit seiner Teilnahme am deutschen Matchrace-Klassiker im Tour-Geschehen zurück, könnte mit einem weiteren Sieg Segelsuperstar Russell Coutts in der Bestenliste hinter sich lassen.

Doch die Routiniers, zu denen am Bodensee auch der 43-jährige Weltranglisten-Neunte und Ex-Shosholoza-Steuermann Paolo Cian  aus Italien und der ebenfalls 43 Jahre alte schwedische Weltranglisten-Achte Björn Hansen zählen, werden sich des Ansturms der nachdrängenden nächsten Generation versierter Duellsegler erwehren müssen. Neben Minoprio und Mirsky könnte sich auch der stürmische 26-jährige Däne Mads Ebler als Favoritenschreck erweisen, der 2009 bei der Matchrace Europameisterschaft Bronze gewann.

Mit Erfahrung aus dem America’s Cup kommt der Südafrikaner Ian Ainslie dazu, der sich zuletzt effizient auf Platz elf der Matchrace-Weltrangliste vorgearbeitet hat. Last but not least hat Ian Williams in Langenargen noch eine Rechnung offen. Dem Matchrace-Doppelweltmeister der Jahre 2007 und 2008 fehlt immer noch ein Sieg in Deutschland. Der smarte Anwalt und Weltranglisten-Vierte ist dem Match Race Germany seit seinem ersten Start vor fünf Jahren ununterbrochen treu und sagt: „Es ist eine der wenigen Regatten, die wir noch nie gewinnen konnten. Also sind wir extrem scharf darauf, das zu ändern!“

Gegen diese geballte Ladung Matchrace-Expertise der internationalen Profis räumt sich die einzige deutsche Mannschaft nur Außenseiterchancen ein. Aber: Steuerfrau Kathrin Kadelbach und ihre Taktikerin Ulrike Schümann aus Berlin haben gerade ein einjähriges intensives Matchrace-Training absolviert, gehen also bestens vorbereitet und als Publikumslieblinge an Bord der Yachten vom Typ Bavaria 35 Match. Die Olympia-Vierte Ulrike Schümann, die im März das Ende ihrer olympischen Karriere bekannt gab, schlüpft für das Match Race Germany in die Rolle der Taktikerin und überlässt Kathrin Kadelbach das Steuer. Schümann weiß um die Stärken ihrer Crew mit zwei Frauen und drei Männern in einem Boot. „Bei leichten Winden haben wir als Frauen keine Nachteile, bei starken Winden müssen die Männer eben etwas mehr ran“, sagt die 36-Jährige vom Verein Seglerhaus am Wannsee, „für uns wäre jeder einzelne Rennsieg in diesem Feld ein großer Erfolg. Gegen Männer zu siegen macht nun einmal am meisten Spaß!“

Offizieller Trainingstag für die Teams ist der 19. Mai. Zeitgleich erwacht die Zeltstadt am See, die sechs Tage lang Herzkammer des großen Segelfests am Bodensee sein wird. Das vielseitig und liebevoll gestaltete familienfreundliche Rahmenprogramm beinhaltet auch 2010 wieder bunte Kinder-Aktionen, Sponsorenpräsentationen und interaktiven Angebote rund um den Segelsport, mitreißende Bands, Schnuppersegelaktivitäten von und mit dem veranstaltenden Yacht Club Langenargen und ein großes Angebot regionaler und internationaler Speisen und Getränke direkt an der Promenade. Der Eintritt zum seglerischen Pfingstfest ist kostenlos.

 

Hublot Palmavela 2010

Hublot Palmavela 2010 - Y3K - Photocredit: Nico Martinez
Hublot Palmavela 2010 - Maxis - Y3K - Photocredit: Nico Martinez

15.04.2010 - Die Segelsaison kommt nun endlich auch bei uns in Schwung, doch im Mittelmeer läuft sie schon fast wieder auf Hochtouren! Erst vor gut 2 Wochen trafen sich die olympischen Klassen zur Trofeo S.A.R Princesa Sofia Mapfre auf Mallorca. Insbesondere im STAR Boot konnte man sich über das gute Abschneiden der deutschen Teams freuen: Platz 3 ging an Alexander Schlonski und Frithjof Kleen, mit Miller/Wenk und Polgar/Koy waren zwei weitere deutsche Team unter den besten 10 in dem Feld von 22 Booten. Anfang der Woche meldete der ausrichtende Real Club Nautico Palma, dass auch unter seinem Stander die spanische Schuhmarke CAMPER mit ETNZ an den Start des nächsten Volvo Ocean Race gehen wird. Und mit dem Startschuß zur Hublot Palmavela 2010 schob der RCNP heute den dritten seglerischen Höhepunkt innerhalb von 3 Wochen hinterher. TP52, aber noch mehr die Mini- und wirklichen Maxi Rennyachten ziehen in den nächsten Tagen die Augen der Zuschauer auf sich, aber auch die starken Einheitsklassen J80 und Platu 25 kommen bei dieser Regatta zu ihrem Recht.

Hublot Palmavela 2010 - CONTAINER - Photocredit: Nico Martinez
Hublot Palmavela 2010 - CONTAINER - Photocredit: Nico Martine

Während des letzten Winters wurde in Valencia die in 2008 zu Wasser gelassene CONTAINER für IRC optimiert. Unter anderem wurde der Rumpf verlängert und die Unterwasseranhänge überarbeitete, Veränderungen, die dazu führten, dass die CONTAINER nicht mehr in die STP 65 Box Rule mehr paßt. Doch da nach unseren Informationen auch PRADA nicht mehr als STP 65 antreten wird,  ist die Zeit dieser Offshore-Klasse in Europa wohl vorbei, bevor sie richtig begonnen hat. Aber ganz offensichtlich haben sich die Modifikationen an CONTAINER gelohnt, denn die Yacht von Udo Schülz siegte heute in der Klasse der Mini Maxis und führt auch die Gesamtliste einschließlich der echten Maxis an.

 

Müggelsee

Frühlingscup YCBG - Photocopyright: Ralph Linow  - Bildagentur  saralin
Frühjahrcup YCBG - Photocopyright: Ralph Linow

14.04.2010 - Für viele das beste Segelrevier in Berlin, aber zu Unrecht nicht so auf dem Radar von SailingAnarchy.de wie die Wannsee und Unterhavel: Der Müggelsee, die Heimat von vielen erfolgreichen Seglerinnen und Seglern, u.a. auch von Jochen Schümann, dem dreifachen Olympiasieger, und seiner Goldcrew im Soling. Am letzten Wochenende fand beim Yachtclub Berlin-Grünau der Frühjahrcup statt und insgesamt 69 Meldung für die Klassen 420, Finn, OK-Jolle und Pirat ist wahrlich kein schlechter Einstieg in die Segelsaison. Vielen Dank für das Bild von den 420er unter Spinnaker an Ralph Linow von der Bildagentur saralin.

Gib mir 5!

12 April 2010 - Camper, the Spanish-based international footwear brand, announced today that it will compete in the Volvo Ocean Race in 2011-12. The campaign will be run by Emirates Team New Zealand - Photocopyright: Nico Martinez
12 April 2010 - Camper - Photocopyright: Nico Martinez

12.04.2010 - Die heutige Pressekonferenz im Real Club Nautico Palma beendete die Zeit der Gerüchte: ETNZ wird als nunmehr fünftes Team an dem nächsten VOR teilnehmen. Der Americas Cup Gewinner aus Neuseeland wird die VOR Kampagne in Zusammenarbeit mit CAMPER, einem spanischen Produzenten von Schuhwerk, durchführen. Der VO 70 wird unter den Standern des Real Club Nautico Palma und der Royal New Zealand Yacht Squadron in das Rennen gehen. Für seinen Einstieg in das VOR hat CAMPER sich mit Grant Dalton und ETNZ ein hochprofessionelles, eingespieltes Team als Partner gesucht, dass über eine große Erfahrung im VOR / Whitbread verfügt.

 

ETNZ beim Volvo Ocean Race dabei?

ETNZ - Bug TP52 - Photocopyright: ETNZ
ETNZ - Bug TP52 - Photocopyright: ETNZ

11.04.2010 - In den letzten Monaten war heftig über die Zukunft des VOR spekuliert worden und viele Beobachter glaubten schon zu wissen, dass diese große Hochsee-Regatta ihre besten Tage bereits hinter sich hat. Mit der Abkehr von der klassischen, kürzesten Route von Europa rund um den Südpol gen Osten und zurück nach Norden dachte man, hätte das Rennen seinen Charakter stärker verändert, als es dieser Veranstaltung gut tun würde. Der Schwenk von Kapstadt nach Indien, Singapur und China wurde mehr als eine rein dem Marketing geschuldete Entscheidung gesehen und weniger als eine sportlichen Herausforderung für die Teams. Aber dann zeigte sich, dass die Kreuzstrecken durch den Indischen Ocean und die Passage des Gelben Meeres die VO70 Renner schwer beutelte und für Bruch ohne Ende sorgte.

ETNZ - TP52 - Photocopyright: ETNZ
ETNZ - TP52 - Photocopyright: ETNZ

Für die im Herbst 2011 startenden, nächste Auflage des VOR haben schon jetzt 4 Teams gemeldet und es verdichten sich die Anzeichen dafür, dass Emirates Team New Zeeland ebenfalls an dem Rennen teilnehmen wird. Nach Informationen der spanischen Website Gaceta Nautica aus Palma de Mallarca wurde bereits am letzten Mittwoch die vertragliche Regelung für das neuseeländisch-spanische Team festgezurrt. Das neue Team soll unter der Flagge des Real Club Nautico Palma an den Start gehen, Sponsor des Team soll der spanische Schuhhersteller Camper sein, der seinen Stammsitz ebenfalls in Palma hat.

 

Die Katze läßt das Mausen nicht

Team PUMA, Start VOR 08/09, Alicante - Rick Tomlinson/Volvo Ocean Race
Team PUMA, Start VOR 08/09, Alicante - Rick Tomlinson/Volvo Ocean Race

09.04.2010 - Vor gut einer Woche hat Knut Frostad mit Auckland das letzte noch unbekannten Etappenziel für das Volvo Ocean Race 2011/12 benannt. In den letzten Tagen wurden die Gerüchte immer lauter, dass PUMA eines der Teams sein wird, die an dem diesem Rennen teilnehmen werden. Heute gab VOR bekannt, dass PUMA Ocean Racing, powered by BERG Propulsion unter seinem Skipper Ken Read offiziell als viertes Team nach Groupama, Italia 70 and Team Abu Dhabi für das Rennen gemeldet hat.

 

Sportboot Cup Kreuzlingen 2010

Sportboot Cup Kreuzling 2009 - Photocredit: SVK
Sportboot Cup Kreuzling 2009 - Photocredit: SVK

07.04.2010 - Endlich kommt auch auf unseren heimischen Gewässern die noch junge  Regattasaison in Schwung! Am Bodensee lädt die Segler Vereinigung Kreuzlingen zum Sportboot Cup ein, der am 17. und 18. April zum zehnten Mal in Folge ausgetragen wird. Wie in den vergangenen Jahren trifft sich bei der SVK eine buntgemischte Flotte von Sportbooten, die gemeinsam auf die Bahn geschickt, aber auch in einer Klassenwertung gezeitet werden. Im letzten Jahr war die Longtze 680 das Boot, dass mit den leichten Winden am besten zurecht kam, in diesem Jahr ist auf der aktuellen Meldeliste die ONYX auffallend stark vertreten. Ein Grund mit für die starke Präsenz der ONYX ist wohl die Aufnahme des Sportboot Cup Kreuzlingen in den RUF Swiss Cup der Klasse. Das in der Ausschreibung zum RSC auch auf attraktive Preisgeldern für die erfolgreichen Crews hingewiesen wird, ist vielleicht ein weiteres Argument für eine Teilnahme an den Regatten des Ruf Sailing Cup. Mit großem Interesse wird der erste Auftritt der Linq CQ6 in dem Feld der Sportboote verfolgt werden. Keine 6 Meter Rumpflänge, Canting Keel und eine Vermessung nach ORC-Club; ich bin echt gespannt, welches Rating für den Renner aus Holland errechnet wurde.

 

Endlich wieder Action auf dem Wasser!

Bunny Cup 2010 - Ostersonntag, Photocopyright: Peewee
Bunny Cup 2010 - Ostersonntag, Photocopyright: Peewee

06.04.2010 - Es ist erst wenige Wochen her, da hatte der Winter Deutschland noch fest im seinem Griff, Minusgrade über Wochen sorgten für eine dicke Eisdecke auf dem Wannsee und außer bei den Eignern von DN Schlitten sah man in den Segelclubs nur lange Gesichter. Aber endlich setzte fast auf den letzten Drücker Mitte März Tauwetter ein, die damit einhergehenden Regentage gaben dem Eis den Rest und so stand der Durchführung des Bunny Cup 2010 der Platu 25 beim SC Gothia in Berlin kein Hindernis mehr im Weg. Aber nur 9 Meldungen aus der lt. Klassenwebsite “rasantesten Kielbootklasse Europas” zu ihrem Einstieg in den deutschen Regattakalender werfen Fragen auf: War es der in diesem Jahr recht frühe Termin für Ostern? Nutzt man als Eigner oder Crew diese freien Tage lieber gemeinsam mit der Familie und sammelt  so einige Bonuspunkte, die man in der laufenden Saison noch gut gebrauchen kann? Sind die Boote in ihrem Winterlager noch von den Tourenseglern eingebaut und kommen deshalb nicht auf die Straße oder ins Wasser? Ist die Regattaveranstaltung nicht mehr attraktiv genug? Ist der ausrichtende Verein nicht aktiv genug, um noch mehr Boote an den Start zu bekommen? Wie pusht die KV ihre Veranstaltungen und was tut die regionale Flotte, um die erste ihrer zwei Klassenregatten auf dem Berliner Revier zu unterstützen? Viele Fragen und hier einige Fakten: Im letzten Jahr fand der Bunny Cup nur  eine! Woche später statt, aber mit 16 Teilnehmern waren doppelt so viele Boote am Start wie diesmal. Letztes Jahr durfte der SC Gothia insgesamt 3 Teams aus Dänemark und Österreich begrüßen, in diesem Jahr kam kein ausländischen Team nach Berlin. Waren im letzten Jahr noch 9 Boote aus Berlin am Start, blieb es diesmal bei 5 Booten. War im letzten Jahr noch der Klassenhäuptling aus dem fernen Bremen nach Berlin gekommen, wartete man in diesem Jahr auf den regionalen Flottenchef vergebens. Ich bin mir sicher, alle Eigner, die nicht gemeldet haben oder trotz Meldung nicht gekommen sind, haben dafür einen guten Grund. Aber wenn in einer Klasse innerhalb von Jahresfrist die Meldungen um 50 % wegbrechen, dann sollten dort die Alarmglocken läuten ohne Ende! Oder was denkt ihr?

Bunny Cup 2010 - Ostersonntag, Photocopyright: Peewee
Bunny Cup 2010 - Ostersonntag, Photocopyright: Peewee

Am Karfreitag musste leider das Sportteam des SC Gothia erleben, dass der Südwind zwar wunderbar vor dem Clubhaus an der Scharfen Lanke wehte, aber auf dem Regattarevier der Großen Breite keine faire Wettfahrt möglich war. Also war Sonnentanken anstatt Schotenziehen angesagt, aber am Ostersamstag genossen die 8 Mannschaften Dank der südöstlichen Winde um die 3-4 Bft. 5 Wettfahrten auf der Regattabahn. Damit stand fest, dass der Ostermontag anstatt als Reservetag für die Heimreise genutzt werden würde. Skipper Andre Teutenberg und seine Crew auf der GER 140 MURTFELDT waren am besten aus der Winterstarre in den Regattamodus geschaltet und führten am Ende des ersten Wettfahrtages mit 4 Siegen und einem zweiten Platz überlegen das Feld an. An der Dominanz des Teams vom YCWM aus Nordrhein-Westfalen sollte sich auch am Ostersonntag nichts mehr ändern. Nach einem beeindruckenden Hattrick mit drei weiteren Laufsiegen verzichtete MURTFELDT auf den Start zur 9. und letzten Wettfahrt des Bunny Cup 2010. Die Plätze 2 und 3 auf dem Siegerpodest überließen die Berliner Teams höflich ihren Gästen aus Bremen, GER 347, Michael Haake und Crew, und Hamburg, GER 357, Martin Gnass mit Crew.

 

Multihulls mit Doppelschraube

Planet Solar - Taufe - 31.03.2010 - Photocopyright: 2006-2010 PlanetSolar all rights reserved
Planet Solar - Taufe - 31.03.2010 - Photocopyright: 2006-2010 PlanetSolar

01.04.2010 - In den vergangenen Wochen haben Groupama 3 und USA 17 eindrucksvoll die Vorteile von Mehrrumpfbooten demonstriert, wenn es darum geht, schnell auf dem Wasser unterwegs zu sein. Bei der gestern getauften und in Wasser abgesenkten TURANOR-PlanetSolar geht es aber nicht um Spitzengeschwindigkeit, sondern um Spitzentechnologie im Bootsbau in Kombination mit modernster Solartechnik als Versuchs- und Demonstrationsobjekt für die Möglichkeiten des Einsatzes von erneuerbaren Energien als zuverlässige Quelle für Mobilität auch unter erschwerten Bedingungen.

Planet Solar - Taufe - 31.03.2010 - Photocopyright: 2006-2010 PlanetSolar all rights reserved
Planet Solar - Taufe - 31.03.2010 - Photocopyright: 2006-2010 PlanetSolar

Die Mitarbeiter der Kieler Kniriem-Werft haben in den vergangenen 14 Monaten insgesamt 68.000 Arbeitsstunden benötigt, um aus High-Tech Materialen den 85 Tonnen schwere Wavepiercer Katamaran TÛRANOR-PlanetSolar zu bauen. Mit dem Stapellauf beginnt nun eine ca. einjährige Testphase, in der der Boot auf seine Weltumrundung vorbereitete werden wird.

[Start] [Forum] [Archiv] [Was ist Sailing Anarchy?] [Impressum]
SA-Original