Fairness beim Segeln

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Iceman
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Fairness beim Segeln

Beitragvon Iceman » 18.06.2012, 09:52

Kieler Woche - Welcome Race Teil 1 (Ki-Eck)
Wie jedes Jahr gibt es beim Welcome Race das Thema VTG und andere Regattabahnen, die nicht durchfahren werden dürfen. Von Startgruppe ORCC II sind so einige durch eine andere Bahn unter anderm direkt durchs Gate oder die Zielline gefahren. Die Ausrede man hätte es nicht gesehn, zieht also nicht.... Unteranderem der Gewinner der Hinregatta, die anschließede Protestverhandlung ist Aufgrund eines Formfehlers abgewiesen worden. Die betroffenen haben natürlich abgestritten durch eine andere Bahn gefahren zu sein. Zeugen gab es genug!!!

WAS IST FAIRNESS!!?!?

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sportbootjo
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Re: Fairness beim Segeln

Beitragvon sportbootjo » 18.06.2012, 14:41

Tja, auch ein Protest ist an Regeln gebunden. Und wenn man einen Formfehler macht, macht man es dem Schiedsgericht leider einfach, den Protest deswegen abzulehnen und deshalb nicht verhandeln zu müssen. Noch ärgerlicher, wenn es Zeugen für die Regelverletztung gab und diese im Protest benannt wurden, es aber erst gar nicht zur Verhandlung kommt.

Müssen die Sieger eben mit dem Makel leben, dass sie sich unsportlich verhalten haben, denn fair wäre es gewesen, sich zu seinem Fehler zu bekennen und sich selbst aus der Wettfahrt herauszunehmen.
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Re: Fairness beim Segeln

Beitragvon Maverick » 18.06.2012, 22:04

so etwas passiert. ob man nun durch eine bahn fährt, wenn da nun niemand segelt, ist es doch egal. zudem ist es schuld des Veranstalters, wenn siech bahnen kreuzen.

gruß maverick

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Re: Fairness beim Segeln

Beitragvon Iceman » 19.06.2012, 09:11

Maverick hat geschrieben:so etwas passiert. ob man nun durch eine bahn fährt, wenn da nun niemand segelt, ist es doch egal. zudem ist es schuld des Veranstalters, wenn siech bahnen kreuzen.

gruß maverick



Sicherlich ist es für eine Veranstaltung dieser Größe nicht immer einfach die Bahnen vernünftig auszulegen, aber warum schaffen es 90% der Teilnehmer ihre Bahn korreckt abzusegeln und ein paar andere nicht? Aber mitten durch ein Gate oder die Ziellinie einer anderen Bahn zu fahren......

Maverick
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Re: Fairness beim Segeln

Beitragvon Maverick » 20.06.2012, 07:09

es schaffen nicht 90%. wenn man sich mal an das Gate legen würde, würde man erstaunlicher weise sehen, dass ungefähr 40-50% der Teilnehmer, wenn nicht sogar noch mehr, durch die bahn fahren. aber ist das schlimm, wenn dort kein boot des anderen Kurses in der nähe ist.

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Re: Fairness beim Segeln

Beitragvon max » 20.06.2012, 08:14

Es bestätigt sich auch hier:

Wer sich an die Regeln hält, ist der Dumme.

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Re: Fairness beim Segeln

Beitragvon sportbootjo » 20.06.2012, 11:20

max hat geschrieben:Es bestätigt sich auch hier:

Wer sich an die Regeln hält, ist der Dumme.


Spielen (= Segeln) wird erst durch Regeln schön ;-)
Schade ist doch nur, dass die Jury die Regeln nicht anwendet oder, wie in diesem Fall wegen nicht regelgerechtem Prodest, den Regelverstoß erst gar nicht verhandelt.
Aber das hält uns nach nicht davon ab, die Regelverletzer unfaire Sportler zu nennen.
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Re: Fairness beim Segeln

Beitragvon GOLfa » 20.06.2012, 12:36

Da muss ich widersprechen. Nicht die Regelverletzung macht einen Sportler zu einem unfairen Sportler, sondern das Verhalten nach Kenntnis der Regelverletzung.
Wer nach der Wettfahrt erfährt, dass er durch "verbotenes Gebiet" gefahren ist, der kann eigentlich nur mit einem RAF reagieren. Völlig unabhängig von einem Jury-Spruch.

Der nächste Punkt: Was heißt "nicht regelgerechter Protest"? Wurde vergessen rot zu ziehen und die Informationspflicht verletzt? Ansonsten kann man doch eigentlich nichts verkehrt machen. Oder wie heißt es so schön bei Jobson: "If you are in the right, there is no reason to lose a protest."

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Re: Fairness beim Segeln

Beitragvon Iceman » 20.06.2012, 14:50

Der Protest sei genau wegen nicht ausreichender Information abgewiesen worden....

Kurz zum RAF: Letztes Jahr Helgoland ist ein Skipper, der während der Wettfahrt nicht wusste, dass es den Kurs nicht korrekt abgesegelt ist und im Hafen darauf angesprochen wurde zur Jury gegangen und hat zurückgezogen! Eine sehr faire Aktion!!!

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Re: Fairness beim Segeln

Beitragvon twentyplus » 26.06.2012, 17:16

Ist ja alles schon richtig, aber aus der Sicht der WR-Segler war das ziemlich kompliziert. Das Gate lag ganz in der Nähe der für das WR vorgesehenen Bahnmarke und auf dem mehr oder weniger direkten Weg zwischen zwei Bahnmarken. Wer fährt hier also durch wessen Bahn? Auch die Segler auf Foxtrott oder was das war dürfen eigentlich nicht durch die WR-Bahn. Zudem ist das optisch schwer zu unterscheiden. Man sucht seine eigene Bahnmarke und erst wenn man da ist stellt man fest, ooops, nicht meine, zumal es sich um die selben gelben Zylinder handelte, die auch beim WR verwendet wurden. Zudem konnte man hier die taktische Variante gewählt haben, einen Luvbogen zu fahren, dann ließ sich die Funktion des Gates kaum von weitem erkennen. Schließlich gab es über die Lage dieses "verbotenen Gebiets" in den Wettfahrtregeln keine genauen Angaben. Woher soll man also aus der Entfernung sehen, dass es sich um eine entsprechende Bahnmarke gehandelt hat, wenn man die Position nicht kennt? In meinen Augen war das ein Versagen der Wettfahrtleitungen beider Regatten. Also entspannt Euch, die Sache ist nicht so a....klar, wie vermutet.

Wohlgemerkt, ich selbst bin in außerhalb der Jollenbahn durchgefahren, aber das "Problem" wurde auch bei uns an Bord erst ziemlich spät erkannt, zumal da beim Vorbeisegeln der ORC 1 Klasse nichts stattfand.

Ansonsten formgerecht informieren und protestieren, dafür ist das vorgesehen.

Grüße, 20+


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