EZB - Bad Bank für französische Finanzinstitute?

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sportbootjo
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EZB - Bad Bank für französische Finanzinstitute?

Beitragvon sportbootjo » 01.06.2010, 16:34

Hoppla, da ist dem kleinen König von Frankreich ja offensichtlich das Hemd näher als die Jacke!

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,697511,00.html

Aber solange Mutti im Deutschen Bundestag mit hängenden Mundwinckel auf die unvorhersehbaren Konsequenzen mit Niedergang der Euros, Europa und damit zwangsläufig Mord und Totschlag in Mitteleuropa verweist und von den Volksvertretern eine Unterschrift nach der anderen für die Stabilisierung der Finanzmärkte in Deutschland und Europa fordert und schändlicherweise auch erhält, werden wir die nächsten deutsche Steuermilliarden gerne den französischen Verkäufer der vor einem Jahr noch so lukrativen griechischen Staatsanleihen per EZB rüberschieben. Mann, wie blöd kann man denn eigentlich sein ...
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deepblue
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Re: EZB - Bad Bank für französische Finanzinstitute?

Beitragvon deepblue » 07.08.2010, 13:18

An Easily Understandable Explanation of Derivative Markets:

Heidi is the proprietor of a bar in Detroit. She realizes that virtually all of her customers are unemployed alcoholics and, as such, can no longer afford to patronize her bar. To solve this problem, she comes up with new marketing plan that allows her customers to drink now, but pay later.

She keeps track of the drinks consumed on a ledger (thereby granting the customers loans).

Word gets around about Heidi's "drink now, pay later" marketing strategy and, as a result, increasing numbers of customers flood into Heidi's bar. Soon she has the largest sales volume for any bar in Detroit.

By providing her customers' freedom from immediate payment demands, Heidi gets no resistance when, at regular intervals, she substantially increases her prices for wine and beer, the most consumed beverages. Consequently, Heidi's gross sales volume increases massively.

A young and dynamic vice-president at the local bank recognizes that these customer debts constitute valuable future assets and increases Heidi's borrowing limit. He sees no reason for any undue concern, since he has the debts of the unemployed alcoholics as collateral.

At the bank's corporate headquarters, expert traders transform these customer loans into DRINKBONDS, ALKIBONDS and PUKEBONDS. These securities are then bundled and traded on international security markets. Naive investors don't really understand that the securities being sold to them as AAA secured bonds are really the debts of unemployed alcoholics.

Nevertheless, the bond prices continuously climb, and the securities soon become the hottest-selling items for some of the nation's leading brokerage houses.

One day, even though the bond prices are still climbing, a risk manager at the original local bank decides that the time has come to demand payment on the debts incurred by the drinkers at Heidi's bar. He so informs Heidi.

Heidi then demands payment from her alcoholic patrons, but being unemployed alcoholics they cannot pay back their drinking debts. Since, Heidi cannot fulfill her loan obligations she is forced into bankruptcy. The bar closes and the eleven employees lose their jobs.

Overnight, DRINKBONDS, ALKIBONDS and PUKEBONDS drop in price by 90%. The collapsed bond asset value destroys the banks liquidity and prevents it from issuing new loans, thus freezing credit and economic activity in the community.

The suppliers of Heidi's bar had granted her generous payment extensions and had invested their firms' pension funds in the various BOND securities. They find they are now faced with having to write off her bad debt and with losing over 90% of the presumed value of the bonds. Her wine supplier also claims bankruptcy, closing the doors on a family business that had endured for three generations, her beer supplier is taken over by a competitor, who immediately closes the local plant and lays off 150 workers.

Fortunately though, the bank, the brokerage houses and their respective executives are saved and bailed out by a multi-billion dollar no-strings attached cash infusion from the Government. The funds required for this bailout are obtained by new taxes levied on employed, middle-class, non-drinkers.

Does this help to clarify?
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sportbootjo
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Re: EZB - Bad Bank für französische Finanzinstitute?

Beitragvon sportbootjo » 06.12.2010, 15:47

Griechenland, Irland, Portugal, Spanien, Belgien ... Totzt energischen Stoffen von immer größer werdenen Löchern mit anderer Leute Geld habe ich das Gefühl, in einem 4er Bob den Eiskanal hinunter zu donnern. Mein Problem ist, dass ich nicht sehe, was vor uns liegt, wielang die Eisbahn noch abwärts führt und ich kein Vertrauen in den Steuermann habe. Und der Bremser hat offensichtlich einen Herzinfakt erlitten oder es war nie eine funktionierende Bremse an Bord, als man mich diesen Zauberschlitten hineingewuchtet hat.

Was tun? Betongold, Gold, Silber, Epoxyharz und Carbonfasern bunkern? Wieviel Brot bekomme ich für die 120 kg Blei im Keller? Keine Ahnung, aber es läuft auf eine aufregende Weihnachtszeit hinaus ...
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Re: EZB - Bad Bank für französische Finanzinstitute?

Beitragvon Germany » 16.12.2010, 10:31

Da spricht Steinmeier "Die Eule" im Bundestag von der begründeten Gefahr, dass die EZB aufgrund des fortgesetzten Ankaufes von PIIGS Schuldverschreibungen (bei wieviel Milliarden sind die mittlerweile angekommen? 50,60?) sich von der Europäischen Notenbank zur Bad Bank entwickelt, dass fährt die sonst so blasse FDP Fraktionsschnecke auf und rügt ihn als Brandstifter. Ist ja immer einfacher auf den Boten der schlechten Nachricht einzuschlagen als ein Konzept für den Erhalt des EUR zu entwickeln, dass über den Tellerand einer 3 % Partei hinaus reicht.

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Re: EZB - Bad Bank für französische Finanzinstitute?

Beitragvon Germany » 16.12.2010, 10:32

Da spricht Steinmeier "Die Eule" im Bundestag von der begründeten Gefahr, dass die EZB aufgrund des fortgesetzten Ankaufes von PIIGS Schuldverschreibungen (bei wieviel Milliarden sind die mittlerweile angekommen? 50,60?) sich von der Europäischen Notenbank zur Bad Bank entwickelt, dass fährt die sonst so blasse FDP Fraktionsschnecke auf und rügt ihn als Brandstifter. Ist ja immer einfacher auf den Boten der schlechten Nachricht einzuschlagen als ein Konzept für den Erhalt des EUR zu entwickeln, dass über den Tellerand einer 3 % Klientel-Partei hinaus reicht.

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Re: EZB - Bad Bank für französische Finanzinstitute?

Beitragvon Germany » 26.12.2010, 16:02

Hoppla, ist da tatsächlich noch einer ohne Geschenk aus Brüssel oder der EZB geblieben? Hat der Josef aus Frankfurt etwa nichts außer portugiesischen Staatsanleihen unter seiner Nordmanntanne gefunden? Nun, dem Kind kann geholfen werden und sobald die freundlichen Landsleute von EU-Kommissionspräsident Barroso unter den EURO-Rettungsschirm im Trocken stehen, klappt es auch bei der Deutschen Bank wieder mit der angestrebten 25 % Prozent Rendite.

Frohe Weihnachten und ganz besonders für die systemrelavanten Banken


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