Tipps Antifouling!

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champus
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Tipps Antifouling!

Beitragvon champus » 24.09.2010, 18:57

Bei uns auf der M24 ist ein VC17 Antifouling drauf da wir das Boot im Wasser liegen lassen.

Wer kann mir Tips geben zu einem noch besseren, reibungsärmeren, schnellerem, selbstpolierendem, überstreichbarem, in Gleitfahrt nicht bremsenden...........usw. Antifouling geben, gibt es Erfahrungsgemäß noch was besseres wie das VC17?

Gruß
Champus

patrese
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Re: Tipps Antifouling!

Beitragvon patrese » 24.09.2010, 20:29

VC17 mit Scotch 3M fein polieren.
Ist schneller als Gelcoat pur.

Aber bitte mit Handschuhen und Staubmaske, VC ist nicht gerade gesund wenn es trocken geschliffen wird.

P.

champus
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Re: Tipps Antifouling!

Beitragvon champus » 24.09.2010, 20:37

Scotch 3M

Was ist das?

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Re: Tipps Antifouling!

Beitragvon patrese » 24.09.2010, 20:45

Ist so ähnlich wie die rauhe Seite von deinem Abwaschschwamm .
Zuletzt geändert von patrese am 24.09.2010, 22:06, insgesamt 1-mal geändert.

patrese
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Re: Tipps Antifouling!

Beitragvon patrese » 24.09.2010, 20:45

.
Zuletzt geändert von patrese am 24.09.2010, 22:06, insgesamt 1-mal geändert.

champus
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Re: Tipps Antifouling!

Beitragvon champus » 24.09.2010, 20:47

Du meinst Naßschleifpapier?

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Re: Tipps Antifouling!

Beitragvon patrese » 24.09.2010, 20:58

Nő Scotch 3M

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champus
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Re: Tipps Antifouling!

Beitragvon champus » 25.09.2010, 12:01

Nachdem ich erstmal nur Klebeband gefunden habe, hab ich doch noch das super feine Schleifpapier entdeckt. Meinst du dieses?

Und das machst du dann noch bei dir nach einem Neuanstrich VC17, und das soll noch was helfen?
Würde aber mal schätzen das es ggf. nur die ersten paar Wochen nach Einwässerung was helfen kann, oder lieg ich da falsch?

Manfred
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Re: Tipps Antifouling!

Beitragvon Manfred » 27.09.2010, 13:14

Champus,
wart mal ab. Wir stellen auf der hanseboot HullSpeed aus den USA vor. (die haben auch ne Webseite). Ist ein Epoxy/Silicon Anstrich der lt. persönlicher Aussage von Bora Gulari auf seiner M24 und den Motten Foils was bringt. Wird zur Zeit auch bei uns getestet, besonders was den Auftrag und den ökologischen Fussabtritt etc. betrifft. Ich bin ja selbst immer skeptisch, weil ich das "schnelle Unterwasserschiff" schon seit mehreren Jahrzehnten diskutiere und auch hin-und wieder gar nix bemerkt habe, nur mühsame Schleif-und Malerarbeiten. Manchmal hilft es, sich im Kopf ganz doll vorzustellen, dass die Schleiferei oder das "geheime" Mittelchen (Seife, Melkfett, Mc Lube, Holmenkol usw.) die Quelle von zusätzlichen Knotenbruchteilen an Speed Zuwachs sind.
smooth sailing
Manfred
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Re: Tipps Antifouling!

Beitragvon champus » 27.09.2010, 13:51

Hi Manfred,
wird dann aber aufs nackte Gelcoat aufgetragen und ist nur wegen der Geschwindigkeit und nicht als Antifouling mit Bewuchsschutz vorgesehen, oder....?

Oder geht das auch aufs Antifouling VC17 drauf und bringt das dann noch wirklich was?

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Re: Tipps Antifouling!

Beitragvon sail_it » 30.09.2010, 16:30

Manfred hat geschrieben:Manchmal hilft es, sich im Kopf ganz doll vorzustellen, dass die Schleiferei oder das "geheime" Mittelchen (Seife, Melkfett, Mc Lube, Holmenkol usw.) die Quelle von zusätzlichen Knotenbruchteilen an Speed Zuwachs sind.


Manchmal hilft es aber auch, sein Schiff erstmal zu verstehen und vor allem in der Anfangszeit in einer neuen Klasse: Trainieren, Trainieren, Trainieren :D

Wenn die Wundermittelchen mal überhaupt 0,1Kt Speed bringen :wink: eine verkackte Halse kostet garantiert mehr ...
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Re: Tipps Antifouling!

Beitragvon Bostik Bad Boys » 01.10.2010, 13:15

Dies könnte auch alternative zum nach meiner Meinung gutem VC17 M extra sein.
http://www.vonderlinden.de/index.php?op ... mitstart=4

Speedy Carbonium. Habe aber noch keine Erfahrungen damit machen können. Und denke auch das die Wende zum richtigen Zeitpunkt jeden Unterwasseranstrichspeedvorteil zur nichte macht.

Nehm das Antifouling mit dem ihr auf eurem see die besten erfahrungen gemacht habt. Oder besser noch, Melges auf den trailer, das Gewicht ( durch wasseraufnahme ) wird die Arbeit belohnen.

Wie lief die Saison so mit der Melges ?

Gruß BBB
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Re: Tipps Antifouling!

Beitragvon Bostik Bad Boys » 01.10.2010, 13:18

Nachtrag: wenn du VC 17 M extra, schön glatt kriegen willst, Sauberen Auftrag machen ( am besten Spritzen !) und dann mit 800 und 1200 Naßschleifpapier ! durchschleifen. Zugegeben man sieht danach nach Arbeit aus, aber was tut man nicht alles um das Schiff zu befriedigen. Vom Trockenschliff würde ich dringend abraten ausser ein sehr guter Staubsauger hängt am Schleifer.
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Re: Tipps Antifouling!

Beitragvon sportbootjo » 01.10.2010, 13:32

Bostik Bad Boys hat geschrieben:Dies könnte auch alternative zum nach meiner Meinung gutem VC17 M extra sein.
http://www.vonderlinden.de/index.php?op ... mitstart=4

Speedy Carbonium. Habe aber noch keine Erfahrungen damit machen können. Und denke auch das die Wende zum richtigen Zeitpunkt jeden Unterwasseranstrichspeedvorteil zur nichte macht.

Nehm das Antifouling mit dem ihr auf eurem see die besten erfahrungen gemacht habt. Oder besser noch, Melges auf den trailer, das Gewicht ( durch wasseraufnahme ) wird die Arbeit belohnen.

Wie lief die Saison so mit der Melges ?

Gruß BBB


Wieso Wasseraufnahme? Ich dachte immer, der Rumpf der Melges ist mit Epoxy gebaut und das Zeug würde kein Wasser aufnehmen?
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Re: Tipps Antifouling!

Beitragvon m24298 » 01.10.2010, 23:38

sportbootjo hat geschrieben:
Wieso Wasseraufnahme? Ich dachte immer, der Rumpf der Melges ist mit Epoxy gebaut und das Zeug würde kein Wasser aufnehmen?



Moin,
da denkst du leider falsch bezüglich der Feuchtigkeitsaufnahme von Epoxy... hab hier mal schnell ein Bild gegoogelt

http://www.hindawi.com/journals/jnm/201 ... .fig3.html

Feuchtigkeitsaufnahme 2,5% und dabei liegen die dinger nur in feuchter Luft (80%rh bei 50°C). Wenn du die noch ins wasser legst geht es schneller bis zu einem Sättigungswert. Epoxy ist halt auch ein Polymer. Diffusion und Ficksches Gesetz (heißt wirklich so) ;-) sind die Stichwörter.

Ne Melges wiegt ca 800 kg, abzuüglich kiel und rigg um die 500, macht also etwa 200kilo harz mit ungefähr 6kilo wasser;-)

Die Feuchteaufnahme hängt noch von einem ganzen haufen anderer Faktoren ab wie z.B.Temperatur, Geometrie/Laminatdicke, kantenversiegelung, barrier coatings etc.

Um BBB zuzustimmen: trockenes Boot ist damit immer leichtes Boot, egal ob EP, UP oder was auch immer...
ne verkackte halse (oder mit dem kiel in der bahnmarke hängenzubleiben ;-) ) kostet aber immer noch mehr ;-)

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Re: Tipps Antifouling!

Beitragvon sportbootjo » 03.10.2010, 20:21

Danke für die Erklärung, wieder was dazu gelernt!
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Re: Tipps Antifouling!

Beitragvon champus » 03.10.2010, 21:03

Wenn das Boot rund 6 Kilo an Wasser ziehen würde dann wäre dies bereits schrottreif. Bei dieser Wassermänge würde der Rumpf schon wahnsinns Blasen werfen und nicht mehr zu reparieren.
Sicher zieht das Boot Wasser, aber dabei handelt es sich gerade mal um paar hundert Milliliter, und keine Liter.

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Re: Tipps Antifouling!

Beitragvon m24298 » 03.10.2010, 22:46

tja, champus...
glaub es oder nicht,
kannst ja mal nachwiegen ;-)

natürlich liegt nicht die gesamte laminatoberfläche unter wasser, dafür hat die bude von innen zwar auch ne recht hohe luftfeuchtigkeit...
so ist das halt mit polymeren und wasser... alles schon mal gemessen. zu bedenken ist dann halt auch noch die laminatqualität... die ist zwar nicht ganz unterirdisch aber halt auch nicht besonders doll.... verglichen mit luftfahrt- oder industrie oder auch windkraftteilen.... und auch dafür ist die feuchteaufnahme schon ganz ordentlich.

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Re: Tipps Antifouling!

Beitragvon Bostik Bad Boys » 14.10.2010, 22:33

Melges Rümpfe sind im übrigen aus Vinylester. Kiel und ruder dafür wieder aus Epoxy.
For your information.
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Re: Tipps Antifouling!

Beitragvon Manfred » 15.10.2010, 10:09

Da der Antifouling Trööt eine überraschende Wende in Richtung "Wasseraufnahme von Harzsystemen" genommen hat, erlaube ich mir noch einmal einen kleinen Beitrag, entnommen aus einem "Fachblatt", abzuschreiben.

"Wasserbeständigkeit"
Es liegt auf der Hand, dass es bei der Herstellung von Boots-und Yachtrümpfen im hohen Maße auf die Wasserbeständigkeit des verarbeiteten Harzes ankommt. Jedes Harzsystem nimmt bis zu einem gewissen Grad Wasser in sich auf und wird schwerer. Wichtiger als diese Gewichtszunahme ist aber die Art und Weise, wie das Harz sich gegenüber dem Versuch des Wassers verhält, in die Bindung zwischen Harz und Faser einzudringen und sie schließlich aufzulösen, was dann langfristig den völligen Verlust der Laminatfestigkeit nach sich zieht. Sowohl Poylester als auch Vinylester sind auf Grund ihrer hydrolyseanfälligen Ester-Gruppen eine durch Wasser hochgradig angreifbare Molekularstruktur. Ein dünnes Polyesterlaminat verliert nach einem Jahr im Wasserbad bis zu 45% seiner interlaminaren Scherfestigkeit; nach der gleichen Zeit hat ein vergleichbares Epoxylaminat noch 90% seiner ursprünglichen Festigkeit.

Wer mehr wissen möchte, fordert einfach bei weweweCTMat.de den Composite Leitfaden an.
smooth sailing

Manfred

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