Match Race Boot - Hunter 707

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Heizkörper-Sailingteam
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Match Race Boot - Hunter 707

Beitragvon Heizkörper-Sailingteam » 06.05.2009, 11:55

Moin Moin,

Ich bin mom. am überelegen, zwei Boot für ein Match Race Center auf dem Plöner See ( Schleswig Hosltein) zu kaufen.

Da ich mom. in England studiere ist mir aufgefallen, dass 707´s hier mom. sehr (Sehr) günstig angeboten werden. Man bekommt Schiffe ab 5000 Pound.
Ich bin selber schon auf den Yachten gesegelt und sie haben mich nicht überwältigt, aber es sind meines achtens einfache gute Schiffe.

Ich bin der Meinung ein MAtch Race Boot sollte folgene eigenschaften haben:

Symetrischer Spi
4-5 Mann tauglich
großes Cokpit
einfach zu pflegen
wendig
einfach zu segeln / trimmen (da mehrer Crews mit verschiedenen Erfahrungen segeln)
nicht zu schnell - aber auch nicht zu langsam
Identische Boote
meines Achtens ist die 707 deswegen garnicht so schlecht.

Allerdings ist ja das Design schon etwas älter. Aber ich frage mich ob man für match racing das neuste Design benutzen muss?

Hat jemand erfahrungen mit Hunter 707´s würde mich gerne mal kurzschließen.

Der Segelverein ist der Meinung, dass Laser SB3 oder Skippi 650 idealer Boote wären. Ich persönlich mag den SB3 nicht besonders gerne. Hier in England macht das spaß in Feldern von 100 Schiffen zu fahren. Wie ist den das Wachstum der Klasse in Deuthscland?

Problem ist ausserdem der Preis- Laser aufkleber machen Schiffe so verdammt teuer. AUßerdem nachteil des Gennackers.

Skippi 650 gleiches problem mit Gennacker.

Habt Ihr irgendwelche gedanken über dieses Thema?

würde mich freuen ein paar erfahrungen auszutauschen.

Lars H.
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rubberduck
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Beitragvon rubberduck » 06.05.2009, 14:18

Hallo,

ich weiss gar nicht, ob der Gennacker so ein großer Nachteil ist.
Vielleicht bekommt der Admin ja mal die Hamburger Matchracer zu ein paar Zeilen, was sie als Vor/Nachteile empfinden.

In Norddeutschland werden ja recht viele Grade 3/4 Veranstaltungen mit Skippies gefahren. Das Berlin Match Race im Herbst lief auf First 7.5 , das sind auch Gennackerboote.

Die Skippies fahren sich bis 3 Bft ganz nett, darüber wird es ob des
Stummelkiells eher ein Krampf und geht bei unerfahreren Crews
richtig auf's Material.

Mal über Streamlines nachgedacht?

Grüße
r.

max
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Beitragvon max » 06.05.2009, 15:04

rubberduck hat geschrieben:

Mal über Streamlines nachgedacht?



Er möchte doch mit 4-5 Crew einfach segeln,
außerdem wird die Differenz von 5000 Pfunden
zu den Streamlines noch deutlich ausfallen.
(Wenn´s überhaupt gebrauchte gibt)

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Beitragvon Heizkörper-Sailingteam » 06.05.2009, 15:35

Danke für die Antwort,

ich bin auch schon mit den Skippis gesegelt und klar sind die nicht schlecht. Ich muss aber sagen, dass a.) das Gewicht der Crew einen großen unterschied macht - sowohl bei wind wie auch bei wenig wind - und wenn man zu leichte Teams hat kann man nur schwer zu 4 segeln denke ich.

Der Gennacker ist einfach zu bedienen aber man hat technisch nur 2 möglichkeiten taktisch zu segeln- entweder man fährt nach links oder nach rechts raus - man kann mit der höhe nur wenig spielen.

Beim Spi hingegen ist es so, dass man mehr möglichkeiten hat als hinteres Schiff den vordermann abzudecken und letzenendes ein Überholmanöver zu starten.- So zumindest meine Theorie -

Ja die Streamlines gefallen mir eigentlich auch sehr gut aber ich finde im Internet keine gebrauchten Yachten - außerdem bin ich noch nie auf einer gesegelt.
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Beitragvon sportbootjo » 06.05.2009, 22:03

Zur Skippi als MatchRaceBoot kann ich nicht viel sagen, außer dass sie bei mehr Wind vor 2 Jahren? im BWM-Cup parallel zum Berlin Match Race nix als Ärger hatten: Schräglage wie Sau, ein Ruder abgebrochen, kann mich nicht mehr daran erinnern, ob sie auch einer Skippi wieder auf die Beine helfen mussten nach einer Kenterung oder ob ich das mit anderen denkwürdigen Auftritten bei viel Wind durcheinander bringe.

Die Hunter als Match Racer macht da für mich schon mehr Sinn, vorallem, wenn 4 Personen das Boot segeln sollen, da im Cockpit mehr Platz ist als auf einer Skippi.

Und Gennaker sehe ich auch nicht als KO-Kriterium: J80 wird jetzt bei dem BMW-Cup eingesetzt, Beneteau 7.500 steht als Flotte bei Eberhard Magg am Bodensee im Match Race Center und wenn es noch größer sein darf, die RC44 ist ebenfalls mit dem Gennaker ausgerüstet.

SB3 ist kräftig am wachsen als Klasse in Deutschland, dass die MdM im Herbst auf von LASER gestellten Booten gesegelt wird, ist wohl nicht von Nachteil für die Klassenentwicklung.

Was mir noch durch den Kopf geht ist die zahme Version der T680 mit dem keinen Rigg und dem 7/8 Gennaker. Aber da gibt es nur eine Gebrauchte auf dem Markt und die wird noch so um die 12TEUR kosten.

Aber bei den günstigen EUR / Pfund Kurs ist eine Hunter für 5-6.000 Pfund ein überlegenswertes Angebot.
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Beitragvon Heizkörper-Sailingteam » 06.05.2009, 23:07

Ja vielen Dank habe mal nach dem Angebot geguckt.

In England ist es so, dass auf J 80´s MAtch Race gesegelt wird, diese aber von asymetrischen auf symetischen Spi umgebaut wurden.

Aus Erfahrung würde ich sagen, dass man mit Spi durchaus taktisch mehr machen kann, allerdings sind große Genacker nun mal gerade "Inn". Ich würde mich aber gegen kein Genacker Boot wehren.


Wie schnell sind den Hunters im Vergleich zu B25´s - oder wie man heute sagt Platu 25- ?

Bei uns auf dem See werden allerdings nur Neptun 22 und solche Kähne gesegelt. Das Schnellste Kielboot ist wohl ne First 21. Dann haben wir div. Jollenkreuzer aber nicht regelmäßig neue 20er.

An die Geschwindigkeit einer H-Jolle komme ich dev. nicht ran.

Es geht mir auch darum, bei Mittwochsregatten die Schiffe vorne zu haben - Guter effekt für Sponsoring.

Glaubt Ihr die Hunter wird gegen alte 15 JK und die üblichen Jollenklassen ( Laser Pirat O Jolle (H-Jolle außen vor)) sich gut schlagen?

danke
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Beitragvon Manfred » 07.05.2009, 11:44

Hunter 707 ist bestens für Match Race geeignet. Robust, mit Spi und auf Speed kommt es nicht an. Bin nicht sicher, wie die Sache mit dem Ruder funktioniert. Sollte man das Ruder fast 90° zu jeder Seite legen können, würde ich es auf 2 x 45° mittels Drahtstroppen begrenzen. Das ist besser für Regelgerechtes Segeln und für die Schiris zu erkennen, wg Regelverstoß. Sollen doch alle etws davon hben und lernen, lernen, damit man international mit "was weiß ich für Booten, immer wechselnd" mitmischen kann.

Die J´s für das BMW Race (ist kein direktes MAtch Race) sind von Speedwave auf Spi umgerüstet worden.
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Beitragvon persilz » 07.05.2009, 11:48

war nicht gerade in finnland eine ganze flotte j80 matchrace boote zu verkaufen? ich erinnere mich da an 6 stück, ebenfalls auf spinnaker umgerüstet.

die leistungen bei regatten hängen meiner meinung nach stark von deinem revier ab. von dem was du so erzählst tippe ich auf einen mittelgroßen see mit kurzen bahnen und böigen winden. meiner ansicht nach haben da die jollen leichte vorteile, da sie bei manövern wie spisetzen/-bergen schneller sind, weil sie auf diese art von segeln optimiert wurden und kleiner sind.
ein anderer wichtiger faktor ist die revierkenntnis. jeder see hat stellen, an denen der wind dreht und dann konstant aus einer anderen richtung kommt (bewaldung, bebauung, kaps, Düseneffekte).
vom reinen geschwindigkeitspotenzial her sollte das klar gehen denke ich.
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Beitragvon sportbootjo » 07.05.2009, 21:29

Noch ein Argument gegen leichte Boote: Gerade bei Schwachwind auf Binnenrevieren kann ein Windstrich das gesamte Match entscheiden. Einen Windhauch links und 10 rechts nix und die leichten Boote kleben auf dem Wasser und das Boot mit Wind ist sowas von weg und das Rennen gelaufen. Wenn z.B. eine Skippi tot ist, schiebt sich die schwere Hunter noch in den nächsten Windstrich.

Und bei mehr Wind würde ich mich immer auf eine Hunter setzen und ganz entspannt den Skippis beim überleben zuschauen. Wobei ich nix gegen die Skippis sagen will, die guten Polen sind uns beim Eurocup 07 bei viel Wind sowas um die Ohren gefahren (und die schlechten haben sich auf die Backe gepackt und sind umgefallen)
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Beitragvon Heizkörper-Sailingteam » 08.05.2009, 17:30

Der See ist der Gr. Plöner See in Schleswig Holstein. Nicht gerade klein aber auch nicht zu groß. Ja es gibt abdeckungen. Die Match Race WEttfahrten sind ja soundso nicht gerade lang.
Wenn wir mit Skippis segeln geht das gesamte Rennen so 20 min (inkl 6 min Vorstart) - Das sind dann zwei Up and Downs - Vormwind Ziel.

Wenn man mehr als 8 Teams und nur 2 Boote hat müssen die rennen soundso ziemlich kurz sein. - Der See ist da nicht das Problem- Es ist aber bei der vorherschenden Westlage auflandieger Wind was ja schonmalgut ist.

Meint Ihr also dass diese Boote nicht für schnelle Manöver mit spi setzen- bewrgen geignet sind? Die Yachten die ich mir angesehen habe, bergen und setzen ja (logischerweise) aus dem Niedergang. Eine Buglucke gibt es nicht.

Der Spi wird höchsten pro leg 4-5 Min oben sein. Dabei wird noch 1 oder 3 Halsen gefahren.
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Beitragvon persilz » 11.05.2009, 13:07

ich meinte das im vegleich zu den jollen bei yardstickregatten, die ziehen einmal an der spibaumschleuder und am untersetzten fall und der spi is oben, bzw. mit einem zug in die spitrompete, so schnell geht es nunmal aufm kielboot mit größeren segeln nicht.
beim matchrace isses ja völlig egal, da kommt es ja nur auf die manövergeschwindigkeit relativ zum (baugleichen) gegner an.
als matchraceboot finde ich die hunter gar nicht schlecht, nicht zu extrem, aber trotzdem schnell. beim matchraceboot möchte man sich ja auch auf die taktik konzentrieren und auf den gegner und nicht ausschließlich auf die kontrolle des bootes.
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Beitragvon sven » 13.05.2009, 22:49

laut Aussage des Produzenten extra für Match Race designed. Hat einen Spi und ein Vorrichtung für Gennaker und kommt aus der Schweiz.
Hübsch ist die Kiste auch noch, nur kostet Sie 55.000 Franken und nicht 5000 Pfund.

www.blu26.com

Gruß Sven
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Beitragvon Heizkörper-Sailingteam » 14.05.2009, 00:02

Ja ich werde bald bei einem Event in der Schweiz die Blu 26 fahren. 30.000€ ist zwar ein unterschied aber ich mag die oote auch .
Ich bin sehr gespannt wie sich die Boote machen werden.

Evtl. werde ich mich ja umentscheiden.

LG
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Beitragvon Ruebekarl » 14.05.2009, 16:25

> Hübsch ist die Kiste auch noch, nur kostet Sie 55.000 Franken und nicht 5000 Pfund.

55 kCHF ohne Segel ist schon ein Wort, und so toll ist sie nun auch nicht, denn dann gäb es mehr als die Handvoll Exemplare. Dann doch lieber eine Platu der so ... die BeneSlow ist auch langsam genug fürs Matchen und wenn eine kaputtgeht findet man auch schnell Ersatz. Aber auch die kosten noch min. 25kCHF / 17 kEUR, dafür sind die Boote weit verbreitet und bekannt und ziehen von daher noch die Leute an.
"Mehr!" schrie der kleine Häwelmann, "Mehr!"

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Re: Blu26

Beitragvon persilz » 14.05.2009, 16:35

sven hat geschrieben:laut Aussage des Produzenten extra für Match Race designed. Hat einen Spi und ein Vorrichtung für Gennaker und kommt aus der Schweiz.
Hübsch ist die Kiste auch noch, nur kostet Sie 55.000 Franken und nicht 5000 Pfund.

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Gruß Sven


dachte die haben absichtlich keinen spi...
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keine Blu26

Beitragvon Heizkörper-Sailingteam » 24.08.2009, 09:04

Als ich in der Schweiz war, waren die Blu 26 noch nicht Fertig. Durften dann auf Joker Yahcten segeln. Die sind fürs Match Race nicht wirkich geeignet!

Naja typishc Bootsbauer. Kennst du einen kennst du alle!

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Hunter gekauft

Beitragvon Heizkörper-Sailingteam » 19.01.2010, 22:30

Moin Moin,


ich möchte mich bei allen nochmal herzlich für die Tipps bedanken. Wir haben uns jetzt entschieden, 2 Hunter 707 aus England zu kaufen. Die Yachten liegen schon in Plön in meinem " Boatsyard" und werden gerade überarbeitet.

Neben Inhouse Training wird es auch 2 Int. Events geben. Wer also mal interesse an Match Race hat, ist herzlich eingeladen.

Infos unter: www.heizkoerper-sailingteam.de

Lg Lars
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Re: Hunter gekauft

Beitragvon Manfred » 20.01.2010, 09:55

Glückwunsch,
ein gutes Boot um sich die Feinheiten des Match Races zu erarbeiten.

Heizkörper-Sailingteam hat geschrieben:Moin Moin,


ich möchte mich bei allen nochmal herzlich für die Tipps bedanken. Wir haben uns jetzt entschieden, 2 Hunter 707 aus England zu kaufen. Die Yachten liegen schon in Plön in meinem " Boatsyard" und werden gerade überarbeitet.

Neben Inhouse Training wird es auch 2 Int. Events geben. Wer also mal interesse an Match Race hat, ist herzlich eingeladen.

Infos unter: www.heizkoerper-sailingteam.de

Lg Lars
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