Anarchy Challenge-Status Quo?

San Francisco ist Geschichte, jetzt kommt Bermuda!
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umpire
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Anarchy Challenge-Status Quo?

Beitragvon umpire » 24.03.2009, 08:30

ich will ja nicht nerven, aber weiss eigentlich irgendjemand von euch was aus der spendenfinanzierten Anmeldung für AC33 und den dafür vorgesehenen Spenden geworden ist?
Mittlerweile ist ja schon ne Weile rum und ausser ner brüchigen Website und Brief vom SAYC-Kommodore an ACM hab ich noch nix gesehen was mich zu der Annahme verleiten lässt, dass die AC-Challenge Realität wäre.

Manche im .com forum mutmassen ja schon Clean würde die Kohle für Nutten und Bier durchbringen. Und statt die vorwürfe zu entkräften geben die Herren Tempesta und Block bislang nicht mal Auskunft wieviel an Kohle reingekommen ist, weil sie es ja auch nicht wüssten.????

Also für das Argument dass das ganze allein schon wegen der Unterhaltung viel Geld wert ist: Ich kann euch zeigen wie ich in einem leeren Raum mit weissen Tapeten eine Glühbirne drei mal hintereinander an- und ausschalte, lediglich mithilfs des Lichtschalters.
Wer das gern sehen möchte: Mein Paypal Account kommt bald.

Grünweisse Grüsse

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Germany
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Re: Anarchy Challenge-Status Quo?

Beitragvon Germany » 25.03.2009, 12:10

umpire hat geschrieben: ....Manche im .com forum mutmassen ja schon Clean würde die Kohle für Nutten und Bier durchbringen. ....

Grünweisse Grüsse


Sauber, Mann ;-)

Wäre nett, wenn Rennmaus sich hier was aus der Deckung kommen würde. Ich kann mir vorstellen, dass es an Indianer für die Kärnerarbeit fehlt und zu viele Häuptlinge am Lagerfeuer sitzen ...

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Rennmaus
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Beitragvon Rennmaus » 25.03.2009, 18:36

Keine Deckung nötig.
Leider herrscht absoluter Stillstand, wir rätseln alle und kämpfen mit den kleinen und großen "Alltagsproblemen". Solange ACM sich nicht rührt, ist sowieso fast jegliche Arbeit vergeblich.

Häuptlinge und Indianer?
Leider sind es nur ein paar Häuptlinge und noch weniger Indianer. Zusätzliche kriegt doch in dieser Situation niemand motiviert. Die Situation nervt.
"Forty meters."

sven
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Wieder alles anders

Beitragvon sven » 02.04.2009, 18:15

AUF SA.COM in Englisch :AC Breaking News
BRING ON THE DoGFIGHT!
In a unanimous decision that we predicted almost two years ago, the New York Court of Appeals today threw out CNEV's bogus challenge and pronounced Golden Gate Yacht Club Challenger of Record for the 33rd America's Cup. The judges decided 6-0 that the Deed of Gift's 'annual regatta' requirement obviously foreclosed Ernesto Bertarelli's farce, and called SNG's argument that 'having' a regatta meant that it could be in the future 'an illogical conclusion' and went so far as to award legal costs to BMW/Oracle.

The judges wrote that "it falls now to SNG and GGYC to work together to maintain this noble sailing tradition as 'a perpetual Challenge Cup for friendly competition between foreign countries' - but given Bertarelli's dishonesty, sheer arrogance and complete unwillingness to negotiate with his nemeses Ellison, Coutts, and Ehman, we doubt there will be anything friendly about the 33rd Cup, and we expect (and hope) to see the fastest-ever match race in history in ten months' time. This thing is still likely to see more time in the courtroom as the chess game over measurement, construction nationality and racing rules begins in earnest, but given the absolute dismissal by the court of every single one of SNG's arguments, we don't foresee any further delays being possible.

We say bring on the monsters.

And Ernesto - you can consider this story our formal notice of Anarchy Challenge's withdrawal from your idiotic Alinghi Cup. You'd better get to work, douchebag.

Gefunden auf NZZ-Online in Deutsch :
Das Appellationsgericht des Staates New York hat BMW Oracle zum rechtmässigen Challenger of Record ernannt und gegen Alinghi entschieden. Damit kommt es im Kampf um den America's Cup zu einem Mehrrumpfduell zwischen den Schweizern und BMW Oracle unter Ausschluss weiterer Herausforderer. Der Sieger der Best-of-Three-Serie behält oder bekommt den Pokal.

Von Walter Rüegsegger

Man muss den Richtern des New York Court of Appeals ein Kränzchen winden. Sie haben die Chance wahrgenommen, eine Zweideutigkeit auszuräumen, die in der über 100 Jahre alten Stiftungsurkunde besteht, der Deed of Gift, die den America’s Cup regelt. Mit der Eliminierung des künstlichen Segelklubs Club Náutico Española de Vela (CNEV) als Challenger of Record (COR) hat sich die letzte Instanz klar von der semantischen Interpretation distanziert, mit der das Berufungsgericht der ersten Instanz Alinghi vor ein paar Monaten im Rechtsstreit gegen Oracle überraschend Recht gegeben hatte.

Für das Gericht in Albany, wo die Deed of Gift hinterlegt ist, war klar, dass George Schuyler, der Unterzeichner der Urkunde, keinen künstlich geschaffenen Segelklub im Sinn hatte, als er 1887 von «any organized Yacht Club» sprach, der das Recht haben soll, um den America’s Cup zu segeln. Für die sieben Richter ist der Begriff «having for its annual regatta» nicht zweideutig, da die anderen in der Deed of Gift festgelegten Kriterien für einen Jachtklub implizieren, dass ein solcher Klub bereits einmal eine Regatta durchgeführt haben muss.
Klassisches Eigentor von Alinghi

Mit seinem Entscheid hat das Gericht den Golden Gate Yacht Club (GGYC), der Oracle vertritt, erneut als Challenger of Record eingesetzt. Der Segelklub aus San Francisco hat nun definitiv das Recht, mit dem Alinghi-Vertreter Société Nautique de Genève (SNG) die Modalitäten des 33. America’s Cups auszuhandeln. Falls sich die beiden Kontrahenten nicht einigen können, wird es, wie das die Deed of Gift in einem Streitfall vorsieht, zu einem direkten Duell zwischen dem Defender und BMW Oracle kommen, ausgetragen auf Mehrrumpfbooten.

Alinghi hat sich die Niederlage in dem über zwanzig Monate dauernden Rechtsstreit, der Millionen von Dollar gekostet hat, selbst zuzuschreiben. Die Idee, einen Segelklub ausschliesslich mit dem Zweck gründen zu lassen, einen genehmen COR zu haben, war ein klassisches Eigentor – und für Oracle ein gefundenes Fressen. Die Amerikaner, mit Oracle-Gründer Larry Ellison als Boss und finanziell das potenteste Team, hatten mit dem Engagement von Russell Coutts, dem besten Segler der Welt, klar die Absicht bekundet, im dritten Anlauf alles daran zu setzen, um endlich den Cup zu gewinnen.

Und als Alinghi noch den Fehler beging, in der Euphorie des Sieges ein übereiltes, einseitiges und schlecht vorbereitetes Protokoll für den nächsten Cup zu präsentieren, nahm der ehrgeizige Milliardär Larry Ellison, sekundiert von einem für seine Streitlust bekannten Coutts, die Chance dankbar wahr, Alinghi auf dem Rechtsweg zu attackieren.

Die von Coutts fast gebetsmühlenartig wiederholte Beteuerung, es gehe Oracle mit der Klage einzig und allein um das Wohl und um die Tradition des Cups, wurde allerdings spätestens dann ad absurdum geführt, als klar wurde, dass die Amerikaner die von Alinghi im Verlaufe des Streits wiederholt gemachten Verbesserungen am Protokoll mit boshafter Konsequenz negierten und die Schweizer mit immer neuen Forderungen eindeckten. Ihr wahres Ziel, Alinghi im Falle eines Prozesssieges direkt herausfordern zu können, ohne die lästige Challenger-Serie zu überstehen, war offensichtlich.
Destruktive Strategie der Amerikaner

Angesichts der Tatsache, dass im Januar achtzehn Teams Alinghis Protokoll für den 33. America’s Cup akzeptiert und unterzeichnet haben, kann man Bertarellis Vorwurf, Larry Ellison habe eine destruktive Strategie geführt, nachvollziehen.

Dass Oracles Haltung vor allem in den anglosächsischen Medien auf eine breite Unterstützung stiess, lag an der geschickten Medienkampagne der Amerikaner. Alinghi seinerseits verpasste es nach dem Sieg in Valencia, seine Anliegen zu erklären. Auf diesem Gebiet versagte der Cup-Holder sträflich. In der Euphorie des grossartigen Segel-Festes von Valencia präsentierte er mit einer an Arroganz grenzenden Haltung ein einseitiges und unfaires Protokoll, das spätestens nach dem zweiten Durchlesen nicht Bestand haben konnte.

Bertarellis Äusserung, man solle Alinghi nur machen lassen, man habe ja bewiesen, dass man einen erfolgreichen Cup durchführen könne, schürte die Kritik jener Kreise, denen Alinghis Machtfülle schon lange ein Dorn im Auge war. Nach deren Auffassung hatte Alinghi in Valencia ein erstes Sakrileg begangen, in dem der Defender sowohl den Cup wie auch die Challenger-Serie selber (unter dem Dach des America’s-Cup-Managements; ACM) organisierte – ein Novum in der Cup-Geschichte.

Das von Bertarelli präsidierte ACM machte zwar einen guten Job und generierte einen Gewinn von 100 Millionen Franken, der fast ausschliesslich den Teams zugute kam, doch in seiner vierjährigen Tätigkeit geriet das ACM wegen seiner (zu) kommerziellen Haltung und seiner fehlenden Sensibilität gegenüber der Tradition des über 150 Jahre alten Wettbewerbs wiederholt in die Kritik. Alinghi habe keinen Respekt für den Cup, es gehe den Schweizern nur darum, aus dem Cup eine Geldmaschine zu machen – auf Kosten der Tradition.
Bruch mit einer weiteren Tradition

Mit der Wahl des CNEV als Challenger of Record lieferte Alinghi seinen Gegnern weitere Munition. Diese sahen sich in den Machtansprüchen Alinghis bestätigt. Die konservativen (Cup-)Kreise, die sich um Bruno Troublé von Louis Vuitton scharen, warfen Alinghi vor, die totale Kontrolle über den Cup anzustreben. Die Traditionalisten möchten den Cup wieder so durchführen, wie er von 1980 bis 2003 stattfand: Die Herausforderer bestimmen in einer eigenen Regatta und in eigener Regie den Besten unter sich, der dann gegen den Defender antreten darf.

Darin, so Troublé, liege der Reiz des Cups: Niemand könne im Voraus ahnen, ob der Defender stark genug sei, den besten Herausforderer zu schlagen. Doch genau mit dieser Tradition will Bertarelli auch brechen: Im Protokoll für den 33. America’s Cup ist vorgesehen, dass Alinghi bis in den Halbfinal mit den Herausforderer mitsegeln darf.

Der Genfer hat gute Argumente für diese Massnahme: Aus Kostengründen wird pro Team nur noch eine neue Jacht erlaubt. Der Defender müsse daher das Recht haben, sich mit anderen zu messen, um sein Boot weiterentwickeln zu können. Es könne durchaus sein, dass damit ein gewisser Reiz und eine Einmaligkeit des Cups verschwinde, doch die meisten Challenger und auch die Zuschauer würden es begrüssen, gegen den Defender antreten zu können.
Modernität gegen Tradition

Im juristischen Gefecht zwischen Alinghi und Oracle ging es zwar vordergründig um die handfeste Interessen der Amerikaner, doch ein Stück weit war es eben auch ein Kampf der Tradition gegen die Modernität. Es ist deshalb wahrscheinlich, dass die Traditionalisten aus jenen Ländern, in den der Cup früher seine Spuren hinterlassen hat, also England, Amerika, Australien und Neuseeland, sich über die Niederlage Alinghis freuen.

Doch diese Leute übersehen, dass sich das Rad der Zeit nicht zurück drehen lässt, wenn der Cup die gewonnenen Dimensionen behalten will. Es ist das unbestreitbare Verdienst Ernesto Bertarellis, dass er den Cup in die Modernität geführt hat. Ihm ist es zu verdanken, dass der älteste Sportwettbewerb aus seinem Insider-Dasein in den oben erwähnten Nationen zu einem Anlass gewachsen ist, der weltweite Beachtung fand. Jeder künftige Defender wird sich an der Latte messen lassen müssen, die Alinghi in Valencia gelegt hat.
Alinghi nicht am Boden zerstört

Eines ist allerdings klar: Die juristische Niederlage ist ein schwerer Schlag für Alinghi und speziell auch für Ernesto Bertarelli. Es wäre jedoch verfehlt, den Defender zerstört am Boden zu sehen. Im Gegenteil: Alinghi hat in den letzten Monaten bewiesen, dass es als Team zu Land und zu Wasser hervorragend funktioniert. Es hat trotz dem schwebenden Verfahren den 33. America’s Cup ausgeschrieben und mit den 18 Challengern ein Protokoll ausgearbeitet, das nach Aussagen von Beteiligten besser sein soll als jenes von Valencia.

Und es hat zusammen mit einigen Herausforderern eine moderne Cup-Jacht entworfen, die noch spektakulärere Rennen erlauben soll. Parallel dazu hat die Segel-Crew in vielen Regatten gezeigt, dass sie immer noch zu den besten der Welt gehört. Dem nun möglichen direkten Duell gegen Oracle auf Mehrrumpfbooten sieht Alinghi auf jeden Fall optimistisch entgegen.

Zwar liegt der Defender gegenüber den Amerikanern, die seit letzten Herbst über einen 90-Fuss-Trimaran verfügen, zeitlich im Rückstand, doch bis zum Stapellauf des Alinghi-Bootes werden nach Aussagen von Skipper Brad Butterworth nicht mehr als drei Monate vergehen. Und vielleicht werden die Schweizer die Amerikaner überraschen – mit einem Katamaran, der über zwei Masten verfügt und der 25 Fuss länger ist als derjenige der Amerikaner.

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Kermet
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Beitragvon Kermet » 02.04.2009, 23:01

Vielleicht noch ein Satz zum eigentlichen Topic (von sailinganarchy.com):
"Ernesto - you can consider this story our formal notice of Anarchy Challenge's withdrawal from your idiotic Alinghi Cup."

Ist das eine Antwort auf Umpires Frage?
Oder vielleicht doch eher eine Untermauerung der Berechtigung, diese Frage erneut zu stellen?


Ansonsten ist, denke ich, auch jetzt nichts so richtig wirklich sicher?
Oder, um bei Umpire zu bleiben:
Lassen sich jetzt ein paar Jörgs auf zwei Booten knechten oder dürfen wieder viele Jörgs zeigen, dass sie doch besser sind als ihr Ruf?!?

Aber vielleicht kommt auch keiner der Jörgs mehr zum Spielen?


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