Dienstleistungswüste Ostdeutschland

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ZweiLeute
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Dienstleistungswüste Ostdeutschland

Beitragvon ZweiLeute » 09.07.2010, 07:28

Hallo Allerseits,
Warnemünder Woche ist auch nicht mehr das was es mal war...zwar ist die Wettfahrtleitung mittlerweile auf Zack, dafür gibt es aber nach Rund Bornholm keine Logis mehr und damit beginnen die Probleme:

Super gelaufene Wettfahrt, sieht so aus, als dass uns auch bei dieser WF keiner den Gruppensieg in ORC I nehmen kann...aber mal von vorn: 3 Uhr und ein Keks im Ziel...Boot sieht nach der Kreuz aus wie Dresden nachdem Harris sich gekümmert hatte, alles nass und nur wenige Dinge dort wo sie hingehören....also festgemacht im Alten Strom und Boot aufgeklart, aber wo gibts die jahrelang obligate Gulaschsuppe und Fassbier...gestrichen/vergessen. Also nach einiger Überlegung an frühere Zeiten entsann ich mich an den Spruch mit der Ölbohrinsel und nachts kein Bier bei Greenpeace kaufen, also ab zu BP aka ARAL, dort angekommen bestellte ich wie folgt:

7 Käsebrötchen
7 Salamibrtchen
1 Kiste Becks

Antwort:
14 Brötchen kann ich Ihnen nicht verkaufen, dann müsste ich ja neue schmieren und die Kiste Becks ad 1 nicht gekühlt und ad 2 passt die nicht durch den Nachtschalter....10 Min und einiges an Verhandlungsgeschick später konnte ich mir selbst ne warme Kiste Bier rausholen und hatte 7 Brötchen nach Vorgabe der resoluten Verkäuferin in der Hand....es wurde alles fast gut 4 WF 4 Gruppensiege auf der Seebahn....die alte Lady ist noch dabei.....

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sportbootjo
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Re: Dienstleistungswüste Ostdeutschland

Beitragvon sportbootjo » 09.07.2010, 09:24

Tja, man muß im Leben für alles bezahlen ... Aber "Dann muß ich ja neue schmieren!" ist für eine Nachtschicht an der Tanke schon ein herber Spruch. Offensichtlich blühen nach 20 Jahre im Osten die Landschaften so heftig, dass man es nicht mehr nötig hat, eigentlich doch schön, oder?

Und herzlichen Glückwunsch zum guten Abschneiden der alten Lady. Uiuiui werden da wohl wieder einige Eigner von neuen Hobeln bei der Preisverleihung murmeln.
---
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Elton
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Re: Dienstleistungswüste Ostdeutschland

Beitragvon Elton » 09.07.2010, 12:12

Also letzes Jahr war die Gulaschsuppe auch nicht wirklich ein Hit!

Wahrscheinlich ist das Tankebrötchen trotz allem die bessere Wahl gewesen.

Mein Geheimtipp ist die Rostockerbude am alten Strom, da kann man sich sogar die Musik aussuchen
und den guten Rostocker Kümmel gints da auch.

jahseil
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Re: Dienstleistungswüste Ostdeutschland

Beitragvon jahseil » 12.07.2010, 21:29

Hi,
Mir sind am ersten Wochenende auch einige Verbesserungsmöglichkeiten aufgefallen:
Warum finden die Steuermannsbesprechungen so früh statt, dass man als "Auswärtiger" keine Chance hat diese ohne einen Tag Urlaub zu erreichen?!
Warum macht das Race-Office so früh zu, dass man sich morgens vor der Regatta noch den Stress machen muss zur Registrierung anzutreten?!
Wieso sind im Hafen Hohe Düne Liegeplätze für "Offshore" ausgewiesen, dass Race-Office aber nicht zuständig (kann eigentlich mit Internet und Telefon kein Problem mehr sein an beiden Orten das Gleiche anzubieten)?!
Wenn man schon die Steuermannsbesprechung nicht mitbekommt, ist es nicht möglich zumindest einige Kopien der Bahnkarte mit Kurzbeschreibung bei der Registrierung parat zu haben (das hat am 2.Wochenende zur Bäderregatta super geklappt)?!
Einige H-Boot-Segler aus Hessen (!) haben mir außerdem auf der Fähre (der angekündigte Shuttle fuhr nur sporadisch bis gar nicht) berichtet, dass sie auf Grund ihrer Ankunft nach 20Uhr nicht mehr auf das Zeltplatzgelände gelassen wurden. Sie haben dann in Auto und Boot im Yachthafen geschlafen. Wäre auf der Kieler Woche undenkbar.
Ich musste bisher auf keiner anderen Regatta eine von jedem Crewmitglied unterzeichnete Freihalteerklärung abgeben. Ist das jetzt üblich?
Wie bereits oben erwähnt schien sich die Organisation am zweiten Wochenende eingespielt zu haben. Lief deutlich besser, ich würde mir trotzdem ein bißchen mehr Service-Orientierung und Flexibilität bei der nächsten Warnemünder-Woche wünschen.

Glückwunsch an die Gewinner!

Gruß

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Re: Dienstleistungswüste Ostdeutschland

Beitragvon ottomol » 13.07.2010, 18:41

jahseil hat geschrieben:Sie haben dann in Auto und Boot im Yachthafen geschlafen. Wäre auf der Kieler Woche undenkbar.

Ja genau.

Kiel Abzocking City hätte nämlich gleich dafür kassiert, wahrscheinlich auch EUR 25 in Form eines Strafzettels wie er dieses Jahr freundlicherweise an die verteilt wurde welche Ihren "Materialwagen" zwischen Einfahrt Campingplatz und Hauptstrasse auf dem Grünstreifen geparkt hatten, und zwar absolut ohne jemanden zu behindern, weder Fußgänger noch Autos, höchstens ein paar Kieler Hundehaufen...

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sailingklaus
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Re: Dienstleistungswüste Ostdeutschland

Beitragvon sailingklaus » 13.07.2010, 19:43

ottomol hat geschrieben:
jahseil hat geschrieben:Sie haben dann in Auto und Boot im Yachthafen geschlafen. Wäre auf der Kieler Woche undenkbar.

Ja genau.

Kiel Abzocking City hätte nämlich gleich dafür kassiert, wahrscheinlich auch EUR 25 in Form eines Strafzettels wie er dieses Jahr freundlicherweise an die verteilt wurde welche Ihren "Materialwagen" zwischen Einfahrt Campingplatz und Hauptstrasse auf dem Grünstreifen geparkt hatten, und zwar absolut ohne jemanden zu behindern, weder Fußgänger noch Autos, höchstens ein paar Kieler Hundehaufen...


Das machen die Kieler gerne. Hatte mich mal vor 2 Jahren oder so hinterm KYC in die Parallelstraße gestellt. Und dachte, ich bin mal so nett und mach mein Auto schlank und habs gewagt, mich aufn Kantstein zu stellen. Neben dem Kantstein kamen ca. 10cm Unkraut und dann irgendwelche Sträucher. Hat auch 25 EUR gekostet weil ich im Naturschutzgebiet (oder so ähnlich lautete die Begründung) geparkt hab. Daß ich in der rel. eng gewordenen Straße mein möglichstes getan hab, um Rettung und Feuerwehr Platz zu machen hat niemanden interessiert.

Wenn's nich so traurig wäre müsste man da nur noch lachen drüber!

jahseil
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Re: Dienstleistungswüste Ostdeutschland

Beitragvon jahseil » 15.07.2010, 18:27

In Kiel wäre man aber auch noch auf den Campingplatz gekommen...

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ZweiLeute
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Re: Dienstleistungswüste Ostdeutschland

Beitragvon ZweiLeute » 16.07.2010, 18:07

ob ost o west, tohus is best

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Re: Dienstleistungswüste Ostdeutschland

Beitragvon twentyplus » 21.07.2010, 14:04

Das Muster ist eben überall das gleiche: Hund und Knochen werden verwechselt. Die Brötchen gehören in die Vitrine, nicht in den Mund, is doch klar. Und die Segler sollen sich mal schön irgendwohin verdrücken und ihre Boote und Autos auch, was zählt ist der Funzionär und der Parkplatzanweiser. In Wamü brüllte mich ein solcher blaubehemdeter Wichtigtuer an, ich sei eine Unverschämtheit, weil ich mit gekaufter Parkkarte mir erlaubt habe, einen Parkplatz auf dem Parkplatz zu suchen. Hier werde jetzt alles abgeschleppt und überhaupt gäbe es ja viel zu viele Autos. Ich fand, es gab viel zu viele Parkplatzwillis, gab Gas, fand einen leeren Parkplatz und überließ ihn seinem vorzeitigen Herztod. In Kiel wollte ich mein Schiff wenige Tage vor Beginn der KiWo in Schilksee anbinden. Nee, sacht der Hafenmeister, für die seebahnen keine Liegeplätze. Ungläubiges Staunen. Als ich irgendwas von kielcup Alpha (Seebahn!) gemurmelt habe, meinte er, da gäb es was und wies mir nach 10minütiger verhandlung irgendeinen Steg zu. Wir haben dann den Kahn irgendwo hingelegt, wo wir Spaß dran hatten und auch nie wieder was gehört. Merke: lass die Willis reden, mach einfach. Bei den abartig hohen Meldegeldern, die man inzwischen berappt, könn' die mich alle einfach mal.


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